
Glücklicherweise hält sich Frank the Baptist, ursprünglich eine amerikanische Band, meistens in Berlin auf und muss somit keine Hexenverfolgungen fürchten oder gar Angst haben, auf dem Scheiterhaufen zu landen. Aber eigentlich ist das ganz egal, denn diese Band – insbesondere ihr einzigartiger Bandleader Frank Vollmann – kann nämlich sowieso von niemandem gezähmt werden. „Wenn ich etwas tun wollte, das sich nicht gehört, hätte ich nicht das geringste Problem damit, es trotzdem zu machen. Es gibt nichts, wofür ich mich rechtfertigen müsste, und wie ich mein Leben lebe, geht nur mich etwas an. Ich lebe nun wieder in einem Teil der Welt und bewege mich in Kreisen, wo es nicht mehr so viele Tabus gibt wie früher, deshalb kann ich zwangloser leben. Aber ich würde sagen, dass das eher eine Lebenseinstellung ist.“



Songs of Love and Death ist das Debütalbum der deutschen Symphonic-Metal-Band Beyond the Black. Ende letzten Jahres hörte ich eins ihrer Lieder im Radio und war sofort begeistert: Die Mischung aus Kraft, Ruhe und musikalischer Eindringlichkeit haben mich sofort lauter drehen lassen. Ich möchte euch diese Herrschaften einfach nicht vorenthalten:
Amorphis sind eine der wandlungsfähigsten und beständigsten Metal-Bands der letzten Jahrzehnte: Vom rohen Death Metal der ganz frühen Tage über die eher psychedelisch-entspannten Alben der mittleren Phase bis zum druckvollen und hochmelodischen Stil, zu dem die Band mit Sänger Tomi Joutsen schließlich gefunden hat, hat die Band ausschließlich hohe Qualität abgeliefert. Das aktuelle Album Under the Red Cloud ist wieder ein großer Erfolg, und die sich daran anschließende Tour im Frühjahr 2016 ein erstes großes Highlight dieses Jahr.
Epic / Power Metal und ich – das passt normalerweise nicht so wirklich gut zusammen. Ab und zu gibt es aber eine Band, die zu mir durchdringt und die mich tatsächlich begeistern kann – Grand Magus, Falconer, Doomsword, aber auch durchaus mal das eine oder andere Hammerfall-Lied. Ravensire aus Portugal würde ich jetzt nicht direkt mit den genannten Bands vergleichen, aber sie vereinen genügend Facetten auf sich, um neugierig werden zu lassen. Eine angenehm tiefe Stimme – check. Episches Woohoooo – check. Melodien, die ins Ohr gehen, rasante Gitarrenläufe – check. Wer also sind Ravensire, die mir bisher unbekannt waren? Seit 2011 ist die Truppe aktiv, hat 2013 das Debüt We will march veröffentlicht und lässt am 5.2.16 den Nachfolger The Cycle goes on auf die Hörer los. Lohnt sich die Scheibe? Lest selbst. 