Zeitlose Juwelen
Boytronic – wer bei diesem Namen keine feuchten Augen bekommt, ist kein echter Synthie-Fan. „You“ und „Luna square“ vom Kultalbum The Working Model sorgen auch nach Jahrzehnten immer noch für volle Tanzflächen, und auch das zweite Album The Continental ist legendär. 1983 von Holger Wobker und Peter Sawatzki in Hamburg gegründet, durchlebt die Band in den folgenden Jahren und Jahrzehnten allerdings eine wechselvolle Geschichte, nach zwei veröffentlichten Alben gibt es Probleme mit dem Bandnamen bzw. der Besetzung, es erscheinen zwar Tonträger, doch erst ab 2002 ist auch Holger Wobker wieder mit an Bord, wenn auch ohne Peter Sawatzki, der mittlerweile gestorben ist. Die beiden Erfolgsalben der ersten Bandphase werden wiederveröffentlicht, mit Dependence bringt man sogar neues Material heraus, das jedoch die Erwartungen nicht erfüllt. Die Band zerbricht erneut, und so ist es ein kleines Wunder, dass jetzt mit Jewel tatsächlich eine neue Platte in den Läden steht. Für den Gesang haben die derzeitigen Mitglieder Hayo Lewerentz und Ingo Hauss mit James Knights zusammengearbeitet, und die Fans der ersten Stunde fragen sich jetzt natürlich, ob man an die alten Heldentaten anknüpfen kann.
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Selbst die Helsinki Vampires feiern Weihnachten! Und um etwas schwarze Magie und einen gehörigen Gothic-Hauch in die schönste Zeit des Jahres zu bringen, veröffentlichen The 69 Eyes am 24. November ihr Musikvideo zu der neuen Single „Christmas in New York City“. Das Video entsteht unter der Regie des Finnen Ville Juurikkala, der bereits zuvor mit der Band, ebenso wie mit HIM, Nightwish und Amorphis gearbeitet hatte.
n Chile erfolgt der Einschlag, und die Atompilz-Wolke, die nach dieser „Befruchtung“ emporsteigt, gebiert ein kosmisches Ungeheuer mit einem satanischen Grinsen. Was wie der schlechte Plot eines vergessenen B-Movies klingt, ist die schlichte Beschreibung des Cover-Artworks des dritten Albums Doom Decimation der Band Procession. In aller Regel lasse ich die Cover in der Rezension für sich alleine stehen, doch dieses Mal komme ich um einen Kommentar einfach nicht umhin.
Prinzessin Dylia hat die seltenste und seltsamste Krankheit in ganz Zamonien – chronische und unheilbare Schlaflosigkeit. Über Tage und Wochen bekommt sie kein Auge zu und wandelt nachts durchs Schloss, allein mit sich und ihren Gedanken. Ein ganzes Bataillon Hofärzte und Alchemisten hat sich bereits die Zähne an ihrem Fall ausgebissen, doch wenn die Krankheit einmal zuschlägt, kann nichts und niemand „Prinzessin Insomnia“, wie sie sich zynisch selbst nennt, zum Einschlafen bringen. Doch pragmatisch und grundoptimistisch wie Dylia nun mal ist, hat sie sich über die Jahre damit abgefunden und so gut es eben geht mit ihrem Zustand arrangiert. Doch ihre Routine wird durcheinandergebracht, als sie eines Nachts einen vielfarbigen, hässlichen Gnom in ihrem Schlafgemach vorfindet, der sich als Haravius Opal vorstellt, ihr persönlicher Nachtmahr, und der ankündigt, sie nun in den Wahnsinn zu treiben. Und die Reise in den Irrsinn beginnt mit einer Reise in Dylias eigenen Geist – ganz wortwörtlich.