Advent: Rum-Täschchen

Absolute Lieblingsplätzchen

Die besten Plätzchen waren immer die von Mama gemachten. Da konnte ich mich schon immer gar nicht entscheiden, welche jetzt am leckersten sind: die Zimtsterne, Vanillekipferl oder doch die Schoko-Baiser-Herzen? Am Ende lief´s doch immer auf die eine Sorte raus. Die Dreispitze, oder wie auch immer die heißen mögen. Die sind so schön fruchtig, und doch süß und… ach, einfach fantastisch! Was aber macht das Töchterchen nun, wenn es auf einmal alleine lebt und Mamas Plätzchen so weit weg sind. Nach mehreren Jahren bin ich doch tatsächlich auf die Idee gekommen, nach dem Rezept für meine geliebten Rum-Täschchen zu fragen. Und promt lag´s auch schon im Postfach! Also frisch ans Werk, die Zutatenliste ist ja nicht so lang und eigentlich ist auch fast immer alles im Haus:

250 g MehlRumtaschen
125 g Butter
1 Ei
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1/3 Fläschchen Rum-Aroma
3 EL Johannisbeergelee oder -marmelade
75 g gemahlene Mandeln
ca. 30 Rosinen
ca. 125 g Puderzucker
1 – 2 EL Rum

Aus Mehl, Butter, Ei, Zucker, Vanillezucker und dem Rum-Aroma einen Mürbteig zubereiten und in Folie gewickelt etwa 30 Minuten kühl stellen. Für die leckere Füllung das Gelee erwärmen und mit den Mandeln verrühren, ganz simpel also. Jetzt kommt der aufwändige Teil. Den Mürbteig zwischen Frischhaltefolie 2 bis 3 mm dünn ausrollen. Anschließend Kreise mit einem Durchmesser von 6 bis 7 cm ausstechen. Ich such mir dafür immer ein passendes Glas; wer einen entsprechenden Plätzchenausstecher hat, ist natürlich fein raus. Es sollten ungefähr 30 Kreise entstehen. In die Mitte von jedem Kreis jetzt etwas von der Mandelfüllung geben und dann die Teigkanten von drei Seiten zur Mitte hin einschlagen, sodass die charakteristische Dreispitzform entsteht. In die Mitte jedes fertigen Plätzchens eine Rosine drücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 175° (Ober-Unter-Hitze) ca. 12 Minuten backen.

In der Zwischenzeit Puderzucker mit Rum und 1 EL Wasser verrühren, so dass ein schön dickflüssiger Guss entsteht. Die noch warmen Plätzchen damit bestreichen. Das Ganze duftet natürlich unglaublich verführerisch und sieht auch noch toll aus.

Mein Freund kommt nach Hause und die Nase wird lang. Ein schneller Geschmackstest bestätigt: diese Plätzchen sind der Hammer. Sofort beschwert er sich, dass es so wenige sind. Und rührt tatsächlich gleich noch eine Ladung Teig an! Dieses Jahr backe ich einfach von Anfang an die doppelte Menge…

Und für die richtige Weihnachtsstimmung noch einen meiner Lieblingsklassiker in genialer Interpretation.

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