Adventsverlosung: Seife and more

Seife Verlosung

Im 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung finden sich die ersten Hinweise auf die Herstellung von Seife. Die Sumerer, ein Volk, das im südlichen Mesopotamien lebte, benutzten die Seife vermutlich zur Wundheilung, da ihnen die reinigende Wirkung nicht bekannt war.

Germanen und Gallier entdeckten die Seife – damals ein pomadiges Gemisch aus Rinder-, Hirsch- oder Ziegentalg – als dekoratives Kosmetikum für sich.

Erst die Römer entdeckten ihre eigentliche, reinigende Eigenschaft.

Mit der Pest und Cholera im Mittelalter kam die Meinung auf, dass das Baden und Waschen die Poren des Körpers öffne und somit zugänglich mache für Bakterien und Krankheit. Die Ärzte glaubten, dass Wasser und Luft für den Körper schädlich seien, und somit fand man auch für die Seife kaum mehr Verwendung. Trockenreinigung war angesagt.

Glücklicherweise verhalf der französische König Ludwig XIV. der Seife zu neuer Blüte und holte die besten Seifensieder an den Hof von Versailles. Ihm ist auch das noch heute gültige Reinheitsgebot für Seife zu verdanken, das er 1688 erließ. Ja, ein solches gibt es nicht nur für Bier.

Es besagt, dass eine Seife als besonders hochwertig gilt, wenn sie mindestens 72 % reines Öl enthält.

Der handwerkliche Prozess des Seifesiedens, wie er heute in der Naturkosmetik Verwendung findet, zielt darauf ab, durch ein schonendes Siedeverfahren hochwertige Fette, Öle und Wachse mit einer genau abgemessenen Menge Natronlauge eine Seife herzustellen, die eine rückfettende und schonend pflegende Reinigungswirkung hat.

Der eigentliche Prozess der Verseifung findet nicht beim Sieden an sich statt, sondern in der Reifezeit, das geschieht bei der Lagerung. Die Seife wird „schlafen gelegt“ und reift mehrere Wochen. Bei sehr hochwertigen Seifen dauert dieser Prozess sogar mehrere Monate. In dieser Zeit wird sie trockener, fester. Fette/Öle und Lauge reagieren vollständig miteinander und der PH-Wert pendelt sich ein. Würde man frisch gesiedete Seife sofort verwenden, würde es die Haut sehr stark entfetten, sie würde jucken und wäre gereizt. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Seife kein Palmöl enthält.

Handgesiedete Seife unterscheidet sich also sehr von der industriell hergestellten, der das wertvolle Glycerin entzogen wird, welches die Haut vor Feuchtigkeitsverlust schützt.

Wer also seinem Körper, besonders seiner Haut, etwas Gutes tun möchte und gleichzeitig auch noch der Umwelt (Plastikflaschen für Duschgele, Herstellungsprozess), der pflegt sich mit Naturseife. Jede Seife hat dank ihrer Fette eine unterschiedliche Pflegewirkung.

Hier ein paar Beispiele:
Kaffeeseife strafft die Haut, hat einen Peelingeffekt (die Haut ist wunderbar zart nach dem Waschen) und wirkt dem Geruch von Küchenarbeit entgegen wie beispielsweise Zwiebelschneiden.

Seife Verlosung Kaffee

Rosmarinseife wirkt gerade beim morgendlichen Waschen belebend durch das natürliche Rosmarinöl, außerdem wirkt es durchblutungsfördernd. Mit Fetten wie hochwertigem Kokosöl, das gegen unreine Haut, Schuppenflechte, Falten und Cellulite wirken soll, ist sie an Pflege kaum mehr zu toppen.

Seife Verlosung Rosmarin

Oder der Klassiker: reine Olivenölseife. Sie enthält als Fett ausschließlich Olivenöl und keinerlei zusätzliche, ätherische Öle oder Duftstoffe. Somit ist sie bestens für sensible Haut, Säuglinge und Allergiker geeignet. Außerdem pflegt sie die Haut wunderbar. Mit einer Reifezeit von elf Monaten ist sie wunderbar mild.

Seife Verlosung Oliven

Handgesiedete Naturseife ist somit ein sehr hochwertiges und wunderbares Kosmetikprodukt. Und genau diese drei Seifen gibt es heute in einem kleinen Set zu gewinnen. Verpackt in Seidenpapier und Geschenksäckchen sind sie auch zum Verschenken geeignet.

Die zwei Geschenksets bestehen aus jeweils drei verschiedenen Seifen: Rosmarin-, Kaffee- und Olivenölseife. Um eins dieser Sets in Händen halten zu können, solltet ihr folgende Frage beantworten können: Was passiert, wenn man die Seife nicht reifen lässt und gleich nach der Herstellung verwendet? (Das sollte jetzt aufgrund obiger Ausführungen nicht schwierig sein.)

Die Antwort schreibt bitte bis Sonntag, 27.12.2015, als Kommentar unter diesen Beitrag, und schon nehmt ihr am Gewinnspiel teil!

Im Namen der Redaktion der SchwarzesBayern-Webzine geht ein herzliches Dankeschön an Branwen, die uns diesen Beitrag zur Verfügung stellt. Demnächst gibt es wieder etwas von ihr zu lesen!

Unter allen Teilnehmern losen wir Ende Dezember jeweils eine(n) Gewinner(in) aus und geben euch per E-Mail Bescheid, wenn ihr die oder der Glückliche seid. Sobald ihr uns eure Postadresse mitgeteilt habt, macht sich das Seifenpaket auf den Weg zu euch. Wenn wir innerhalb einer Woche nichts von euch hören, wird neu ausgelost!

Habt bitte Verständnis dafür, dass die Gewinne nur nach Deutschland versendet werden.

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Administratoren, Moderatoren und Blogger von SchwarzesBayern.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eure Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nur zum Zweck des Gewinnspiels verwendet. Danach werden sie gelöscht. Mit eurem Einverständnis erwähnen wir die Gewinner namentlich (auf Wunsch abgekürzt) in einem Beitrag nach dem Ende des Gewinnspiels.

Für die Richtigkeit von E-Mail- und Postadressen seid ihr selbst verantwortlich. Für Verlust oder Beschädigung auf dem Postweg übernehmen wir keine Haftung.

 

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4 Antworten
  1. Cala
    Cala says:

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Da bekomm ich richtig Lust auf toll duftende Seife!
    Die Antwort auf die Frage müsste die folgende sein: „Würde man frisch gesiedete Seife sofort verwenden, würde es die Haut sehr stark entfetten, sie würde jucken und wäre gereizt.“

  2. Tius
    Tius says:

    „Was passiert, wenn man die Seife nicht reifen lässt und gleich nach der Herstellung verwendet?“
    -Die Verseifung ist die Rückreaktion der Veresterung und ist irreversibel, das heißt das chemische Gleichgewicht liegt vollständig auf der Seite der Verseifung. Da jede chemische Reaktion von Natur aus nur sehr langsam erfolgt, muss man die Seife ca drei Monate liegen lassen, damit die Verseifung vollständig abgeschlossen ist. Nach der Lagerung liegen in wässriger Lösung keine freien OH- Ionen mehr vor, welche die Haut vollständig entfetten würden und zu starken Hautreizungen führen würden.
    In wässriger Lösung reagiert auch abgelagerte Naturseife alkalisch (pH Wert 8-9). Um der Haut die Möglichkeit zu geben, sich rückzufetten, setzt man den Naturseifen beim Ansatz überstöchiometrisch Fett bzw. Öle hinzu.

  3. Mikjall
    Mikjall says:

    Die frische Seife würde die Haut reizen. Sie wäre trocken und würde jucken, da sich der PH-Wert der Seife noch nicht eingependelt hätte.

    Toller Beitrag… ich wusste nicht, dass es Seife schon so lange gibt.

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