Band der Woche: AEVERIUM

AEVERIUM, ein Sextett aus Viersen, einer kleineren Stadt am Niederrhein, sind musikalisch nach eigenen Angaben im Alternative   aeveraium2Metal zu Hause. Sänger und Songwriter Marcel „Chubby“ Römer hat sich morgens mit einem Pott Kaffee bewaffnet und sich am Frühstückstisch die Zeit genommen, unseren kleinen Fragebogen auszufüllen, um ihn postwendend zurückzusenden. So viel Einsatz muss natürlich belohnt werden! AEVERIUM besitzt definitiv viel musikalisches Potential und ist unsere neue Band der Woche!

Wer verbirgt sich hinter AEVERIUM?
6 „Oldcomer“ aus dem westlichsten Westen der Republik!Das Grundgerüst, also die Drehachse des Songwritings, besteht aus unserem Gitarristen Michael Karius, Keyboarder Andreas „Anti“ Delvos sowie meiner Wenigkeit Marcel „Chubby“ Römer. Nicht minder beteiligt allerdings sind unsere werten Mitstreiter Klaus Radtke an den Drums sowie Lars Dannenberg am Bass und unsere zauberhafte Sängerin Aeva Maurelle. Gemeinsam ergänzen wir uns gerade im Livebereich hervorragend.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Nee, das muss man nicht wirklich. Also erfinden tun wir das Rad sicherlich nicht neu, aber unsere musikalischen Einflüsse reichen vom klassischen sowie modernen Rock und Metal bis hin zur Klassik und Elektro- und Popmusik. Bezeichnen würden wir das Ganze eher unter dem Sammelbegriff Alternative Metal.
Modern Metal, Gothic Metal und auch Nu-Metal und Symphonic Metal sind in Auszügen in unseren Songs erkennbar, aber auf einen klaren Begriff können und wollen wir uns nicht festlegen … im Katalog wird man uns aber auch sicher unter Alternative Metal finden … sag ich jetzt einfach mal so.

Beschreibt euren Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik von AEVERIUM klingt wie …?
… eine perfekte, epische und wuchtige Symbiose aus verschiedenen Bereichen mit Einflüssen von Lacuna Coil, Within Temptation, Alter Bridge, Rammstein, Disturbed, Korn, Depeche Mode und Type O Negative.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?aeveraium1

Es gab mal ´nen Moment im Proberaum, wo wir über den Tod von Type O Negative Frontmann Peter Steele gesprochen haben … unser Gitarrist war länger nicht in der Musikszene aktiv und hat das nicht mitbekommen. Er war sichtlich geschockt und die Stimmung allgemein sehr bedrückt … aus dieser Stimmung heraus komponierte er in fünf Minuten den Song „Rest in Peace“. Eine der großartigsten Nummern des aktuellen Albums Break Out“. Aber ebenso haben wir in Situationen, die gefüllt mit Enthusiasmus und Optimismus waren, geile Tracks geschrieben („What are you waiting for“, „Do you remember“). Wie du siehst, es kommt nicht darauf an, ob du nun traurig, geschockt, voller Freude oder sexuell erregt bist … wenn dich die Stimmung packt und dich berührt, bist du kreativ, und das hört man dann im Endeffekt auch aus den Songs heraus.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem AEVERIUM-Album zu hören sein?
Ähhh … ich glaub, wir haben tatsächliche ALLE Instrumente, die es auf diesem Planeten gibt, schon verarbeitet, haha! Moment … doch! Mir fällt da was ein … eine Mund-Membranflöte! Klingt schrecklich, aber wer weiß … unser Anti ist ´n Soundtüftler, der baut in irgend ´ner Fläche wahrscheinlich demnächst dieses Teil ein, nur um mich zu ärgern! Wir sind da auch nicht verschlossen und ziemlich offen für alles. Ich persönlich wollte z.B. nächstes Jahr mal ein paar Unterrichtsstunden Saxophon nehmen, weil ich dieses Instrument einfach spannend finde. Wer weiß … demnächst ist das Anfangslick von „Careless Whisper“ aufm Saxophon in einem AEVERIUM-Song? Klingt genauso spannend!

Welche Platte sollte man auflegen, wenn man morgens aus dem Bad spaziert und das wunderhübsche Mächen von gestern Nacht noch im Bett liegt?
Unseren Song „What are You waiting for“!!! Oder wenn´s nicht so gut lief: “Keine Lust” von Rammstein *lacht*

Die gute Fee steht plötzlich vor euch und sagt, ihr hättet einen Wunsch frei. Was wünscht ihr euch?
Gesundheit für alle … wenn wir gesund sind, können wir kreativ sein und arbeiten und so den Weg finden, den wir für richtig halten.

Kein Alkohol ist bekanntlich auch keine Lösung – eine Alk-Kombination, nach der ihr ganz sicher keine Probleme mehr habt?
Ob du es glaubst oder nicht, aber generell herrscht bei uns ein Alkoholverbot. Die meisten trinken nicht, andere erst nach dem Gig. Aber es bleibt immer das Gleiche: Bier und evtl. mal ´nen Jägermeister … aber ich weiß einfach zu gut, dass diese Kombi ziemliche Probleme verursachen kann. Deshalb: Wasser, Kaffee, Tee … das passt immer!

Woran erkennt man einen Freund?
Wenn man trotz grober Unterschiede in der Mentalität sich blind und zu jeder Tages- und Nachtzeit aufeinander verlassen kann, sich auch ohne große Worte verständigen kann und derjenige den nötigen Respekt mitbringt und dich nicht anlügt. Loyalität ist das A und O in einer Freundschaft.

Wer war der Held eurer Kindheit?
Mein Daddy, der konnte einfach alles. Leider ist er viel zu früh verstorben, aber er ist jeden Tag präsent, und das ist auch gut so … wenn du den musikalischen Bereich meinst, würd ich sagen Alice Cooper, weil er mich im Jugendalter an den Rock/Metal gebracht hat.

Was ist die peinlichste/überraschendsteCD in eurem Regal?aeveraium
Peinlich ist mir nichts, weil ich Musik mit all ihren Facetten einfach nur liebe. Wenn irgendwas catchy ist, wenn mich irgendwas packt, dann ist die Platte schneller in meinem Regal, als du gucken kannst. Gerade in diesem Moment sitze ich am Frühstückstisch mit meiner fünf Monate alten Tochter, trinke Kaffee, fülle dieses Interview aus und hör dabei Gentlemans „Journey to Jah“ … bringt mich grad einfach runter und entspannt mich.Jetzt aktuell zu Weihnachten höre ich viel Loreena McKennitt, Frank Sinatra und typische Ami-Xmas-Songs. Passend zur Stimmung!
Auch findest du Scheiben von ABBA, Peter Maffay, Supertramp und sehr viel 80er Pop/Rockalben auf meinem Plattenspieler … und ja, Vinyl muss es ein! Ich liebe Vinyl und find´s grad klasse, dass es wieder den Weg in die Wohnzimmer zurück findet.
Aber peinlich? Nee … hab ja keine Justin-Bieber-Platten.

Was steht als Nächstes an – Tour? Studio? Auszeit? Ganz was anderes?
Weihnachten und die Familie, die beizeiten in diesem Jahr schon mal zu kurz gekommen ist, da heißt es auch: Entspannen.
Musikalisch und bandtechnisch gesehen steht eine Supporttour im ersten Halbjahr 2016 an sowie Slots auf verschiedenen Festivals. Vielleicht wird’s im zweiten Halbjahr noch eine kleine Clubtour mit befreundeten Bands geben. Ich denke, dass wir dort alsbald auch was Konkretes bekannt geben können, wir und auch unser Management arbeiten kräftig dran. Ein neues Album kommt auch, aber da gibt es noch kein konkretes Datum, geschweige denn eine Zeitangabe. Wichtig ist es, Gigs zu spielen und unser aktuelles Album Break Out zu promoten! Wie auch immer, 2016 wird ein spannendes Jahr für AEVERIUM!

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