Das Projekt Conjuring wurde Ende 2020 von Alvar ins Leben gerufen. Er hat sich schon immer gerne von verschiedenen Musikgenres inspirieren lassen und findet, wer sich nur auf ein Genre fixiert und dieses dann auch auslebt betreibt Inzest. Black Metal ist die Kraft, die ihn antreibt. Wie die Kraft der Natur durchströmt sie ihn und hilft ihm in einer Welt von Stress und Krankheit zur Ruhe zu kommen.

Wer verbirgt sich hinter Conjuring?
Hinter Conjuring verbirgt sich Alvar, ein 28-jähriger Schweizer, aufgewachsen in ländlicher Umgebung. Stets ein Träumer und Macher und interessiert an allen speziellen Dingen, die die Welt so mit sich bringt. Allzu viel möchte ich auch gar nicht Preis geben, da ich finde, die Musik selbst ist im eigentlichen das Wichtige, denn der Künstler ist schlussendlich nur Zweck zur Show. Das was wichtig ist, ist die Musik …

Wie kam es zur Bandgründung, wie bist du auf den Bandnamen gekommen, und was bedeutet er für dich?
Ich dachte immer wieder in meinem Leben darüber nach, meine eigene Musik zu kreieren, und lernte im Verlaufe meines Lebens mehrere Instrumente oder begann zumindest damit. Mit dieser Grundlage beschloss ich Anfang des Jahres 2020 ein eigenes Musikprojekt auf die Beine zu stellen. Für mich war klar, in welche Richtung das Ganze gehen würde.
Conjuring bedeutet im Englischen „Beschwören“, und ich fand das so passend für meine Musik, dass ich dies als den Bandnamen nahm.

Müsste man deine Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Conjuring ist im Black-Metal-Genre zuhause, das so, wie ich finde, leicht von der Death Metal Seite her angehaucht wird. Ich selbst würde meinen Stil als Modern Black Metal beschreiben, aber das kann jeder selbst entscheiden, denn da hat jeder und jede ein wenig eine andere Einstellung dazu …

Beschreibe deinen Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik von Conjuring klingt wie …?
So eine Mischung aus Wayfarer und Groza, einfach weniger professionell, würde ich mal sagen, auch wenn das noch schwierig zu beantworten ist.
Ich schaue, dass ich eine qualitativ möglichst hohe Musikqualität hin bekomme für meine Mittel, die ich habe. Mir ist wichtig, dass, auch wenn Black Metal ein eher kaltes Genre ist, der Hörer sich trotzdem warm und wohl fühlt.

Was sind deine ersten musikalischen Erinnerungen? Durch welche Bands / Musik wurdest du musikalisch beeinflusst oder geprägt? Was hörst du gerade am liebsten?
Ich hatte schon immer einen sehr speziellen Musikgeschmack und habe mich von den anderen in der Schule abgehoben. Zwischen dem achten und zehnten Lebensjahr hörte ich hauptsächlich Trance/Techno. Ab dem zehnten Lebensjahr fing es dann mit dem Metal an, wie zum Beispiel Rammstein und Iron Maiden.
Heute höre ich am liebsten Bands wie Wormwood, Netherbird oder Frozen Soul.
Im allgemeinen muss ich aber sagen, dass ich mich sehr gerne auf viele verschiedene Genres vertiefe wie z.B. Jazz, Rap, Techno, DnB, Country und natürlich die verschiedenen Arten des Metal.
Ich finde viele Junge in der heutigen Zeit lassen sich nicht mehr wirklich auf Musikrichtungen ein, die nicht in Mode sind, und dies finde ich äußerst schlecht, da so viel Gutes in der Welt der Musik existieren würde.

Wie sieht das Songwriting bei dir aus?
Mein Songwriting ist meistens folgendermaßen:
Als erstes setze ich mich ins Studio und mache die Aufnahmen der Gitarre. Anschließend bespiele ich den Bass passend zur Gitarre. Je nachdem kommen dann noch Synthesizer, die ich mit einem Keyboard einspiele. Da ich selbst kein Drummer bin, habe ich da immer wieder Hilfe von einem Kollegen, der ein eigenes Studio hat und mir mit den Drums unter die Arme greift.
Für Texte habe ich fast immer Notizen bei mir, falls mir spontan ein Gedanken im Kopf herumschwirrt und ich diesen festhalten muss. Die Vocals mach ich dann wieder bei mir im Studio.
Ich mag Technik und versuche auch immer eine möglichst hohe Studioqualität hinzubekommen.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?
Für das Songwriting muss ich bei guter Laune und vor allem fit sein. Am besten wenn ich vorher noch in der Natur war oder Sport gemacht habe, dann bin ich am kreativsten und am motiviertesten. Die besten Songs ergeben sich aus einer Mischung von guter Laune und Lebensenergie!

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Conjuring-Album zu hören sein?
Schwierig zu sagen, denn ich bin da ziemlich offen … Ich denke, man kann aus fast jedem Instrument ein Kunstwerk heraus holen.

Was ist die überraschendste CD /LP in deinem Regal?
Das ist die CD Leerlauf von Rudee. Ein Rapper aus meiner Gegend, der mir mit seinen Texten aus der Seele spricht. Ich habe diese CD zu meinen Graffiti-Zeiten in einem Hip Hop Café gekauft, und sie hat mich sehr inspiriert …

Kürzlich hast du dein Debüt „Universus“ veröffentlicht. Wie waren bisher das Feedback und die Reaktionen darauf?
Die bisherigen Reaktionen waren glücklicherweise alle eher positiv. Klar muss man dazu sagen, dass Geschmäcker immer weit auseinander gehen. Aber da ich nicht wirklich in der Szene verkehre, ist es für mich ohnehin schwierig mir ein Bild darüber zu machen, was andere von meiner Musik halten.
Ich weiß noch genau den ersten positiven Kommentar zu meiner Musik … Das ist ein Gefühl, das ich nie vergessen werde, denn da bekam ich zum ersten Mal die Bestätigung, dass es nicht nur Lärm ist, den ich veranstalte (grinst).

https://www.instagram.com/conjuring_official_/

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  1. […] Eben kam die Email das Conjuring die Band der Woche sind, hier gibt es mehr Infos: http://schwarzesbayern.info/band-der-woche-conjuring/ […]

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