Als Einstimmung zum Tanzt! 2020 am 21.11. habe ich mich mal mit dem Setup des Abends beschäftigt. Wir hoffen natürlich, dass das Festival auch in Hinsicht auf die aktuelle Situation stattfinden kann, aber ein näherer Blick auf die Bands kann nie schaden. Den Anfang macht Corvidae, Dr. O hat sich meinen Fragen gestellt.
Man nehme also 2-stimmige Dudelsäcke, gepaart mit einer Prise knackigem Bass, verfeinert mit treibenden Gitarrenriffs, zermalmenden Drums, kraftvollen 3-stimmigen Gesängen, angerichtet auf einer Portion Symphonie, und schon entfaltet sich der bandtypische Sound.

Wer verbirgt sich hinter Corvidae?
Wir Raben sind eine siebenköpfige Mittelalterrockband aus dem Kulmbacher Raum (Oberfranken) mit der Besetzung: Gesang, Drums, Bass, zweimal Gitarre, zweimal Dudelsäcke bzw. Bouzuki / Tin Whistle / Red Pipe

Wie kam es zur Bandgründung, wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen und was bedeutet er für euch?
Corvidae
wurde ursprünglich 2015 von Irish und Silence als „reine“ Mittelalterband gegründet. Die beiden haben aber schnell gemerkt, dass man für ihre ganzen tollen Ideen und Geschichten mehr braucht als nur Dudelsäcke und Davul, und machten sich daher auf die Suche nach weiteren Mitstreitern. Nach kurzer Zeit konnte man Louis le Grand an den Drums „verpflichten“, dessen Kompositionen vorher viele Jahre lang maßgeblich den Sound der international bekannten Powermetalband Winterstorm beeinflussten. Nach mehreren Wechseln konnten dann mit Padre und Ale zwei erfahrene und hoch motivierte Musiker für das gemeinsame Schaffen gefunden werden. Zu guter Letzt wurden dann 2018 Snow und meine Wenigkeit in die Schar aufgenommen, und seitdem ziehen wir hinaus in die Welt, um euch von unseren Geschichten zu erzählen.
Der Name „Corvidae“, was ja lateinisch „Rabenvögel“ bedeutet, passt einfach megagut, da wir uns selber auch als sehr gesellige und lustige Galgenvögel beschreiben würden, die zwar auch immer für etwas Chaos gut sind, aber eben auch – wie die „echten“ Raben – sehr soziale Gruppentiere *lacht* Deshalb bezeichnen wir uns ja selber auch als Raben und unsere Fans und Freunde als „Rabenvolk“ *grinst*, Fun-Fact am Rande, deshalb nennen wir unseren Proberaum auch logischerweise „Rabenhorst“.

Was verbindet euch?
Natürlich die Leidenschaft für Musik, die Freude am Erzählen von mystischen Geschichten, das Eintauchen in eine andere „Rolle“ und Zeit, und ich würde behaupten, wir haben allesamt einen „g’sunden Klatscher“, wie man bei uns sagt *lacht*.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Also, wenn man es wirklich definieren und in eine Schublade stecken möchte, bräuchte man auf jeden Fall ein laaaaaanges Etikett *lacht*.
Dasselbe haben wir uns nämlich selber auch schon gefragt, und es kamen Antworten raus wie: „Medieval-progressive-folk-core-neo-classical-metal-rock-orchestral-music“ oder auch „Post-Medieval-princess grinding-dragon slaying-witch fuckin‘-metal“ … Um das Ganze zu vereinfachen, haben wir dann aber beschlossen, dass das Ganze auch ganz gut als „Metal-Alter-Mucke“ bezeichnet werden könnte *lacht*. Die Allgemeinheit wird uns aber wahrscheinlich am ehesten dem Mittelaltermetal / Mittelalterrock zuordnen.

Beschreibt euren Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik von Corvidae klingt wie …?
Ich glaube, anhand der Unterschiedlichkeit und Vielfalt unserer Stücke ist es schwierig, darauf zu antworten. Bei manchen Nummern fühlt es sich an, als wäre man gerade mit den Freibeutern unterwegs und kapert fremde Schiffe, bei anderen lässt du nach dem Hören lieber nachts dein Licht an, wenn du schlafen gehst, wieder andere bringen dein Herz zum Zerspringen bei der Sehnsucht nach einer holden Maid, und wieder andere bringen dich einfach dazu, wild deine Haare wirbeln zu lassen.
Aber eins haben die ganzen Nummern dann doch gemeinsam: Sie klingen wie Corvidae! *grinst*

Was sind deine ersten musikalischen Erinnerungen?
Boah, schwierige Frage – also, es werden wahrscheinlich nicht meine ersten musikalischen Berührungspunkte gewesen sein, aber woran ich mich definitiv erinnern kann ist, dass ich schon als junges Rabenküken meinem Opa beim Musizieren mit der „Quetsche“, mit Löffeln und was weiß ich noch alles staunend zugesehen habe und mich da schon die Musik in ihren Bann gezogen hat – auch wenn sich der Musikgeschmack seitdem „geringfügig“ geändert hat *lacht*.

Durch welche Bands/Musik wurdest du musikalisch beeinflusst oder geprägt? Was hörst du gerade am liebsten?
Also, mich persönlich haben auf jeden Fall die 90er sehr geprägt – allerdings – Gott sei dank *grinst* – nicht Eurodance oder Techno oder sowas, sondern die damalige Hoch-Zeit der Metalbands a la Metallica, Megadeth, Blind Guardian, Iron Maiden etc. und natürlich später Bands wie Saltatio Mortis, Schandmaul, In Extremo, Subway to Sally etc.
Heutzutage hör ich sehr bunt gemixt, je nach Stimmung kann das dann Metal, Mittelaltermusik/-rock, eine schöne Ballade oder auch mal Austro-Pop sein.

Wie sieht das Songwriting bei euch aus? Wie sind die Aufgaben verteilt?
Unser Louis ist grundsätzlich für unseren Sound verantwortlich und komponiert mit großer Leidenschaft das „Grundgerüst“ der Songs, die dann von den einzelnen Instrumentalisten noch weiter ausgebaut und verfeinert werden. Die Texte kommen (bisher) von Silence, Irish, Louis und mir – mal sehen, ob zukünftig die anderen Raben auch noch ein paar Geschichten zu erzählen haben *grinst*.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?
Ich denke, aus jeder Stimmung heraus können gute Lieder entstehen, wenn man es schafft, die Gefühle und Gedanken dementsprechend in Worte und Töne zu fassen.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Corvidae-Album zu hören sein?
Ganz ehrlich, bei unserem verrückten Haufen würde ich für die Zukunft GAR NICHTS ausschließen, nicht mal die Löffel von meinem Opa *lacht*.

Was ist die überraschendste CD/LP in deinem Regal?
*Lacht* Da muss ich dich enttäuschen, sowas gibt’s bei mir nicht.

Was erwartet uns bei eurem Auftritt auf dem Tanzt! 2020 im Backstage am 21.11.?
Ich würde sagen Power, geile Songs und Geschichten und vor allem jede Menge Spaß! Vielleicht haben wir ja auch noch den ein oder anderen Song im Gepäck, den ihr noch nicht vom Album kennt, lasst euch überraschen.

Was sind eure Pläne? Was wünscht ihr euch für die Zukunft?
So wie wahrscheinlich jede Band und jeder Künstler hoffen wir derzeit vor allem, dass wir von einer weiteren Corona-Welle verschont bleiben und wir bald wieder Livemusik spielen und genießen können! Ansonsten wäre es in der Zukunft natürlich wunderbar, wenn noch viel mehr Leute unser Album Rabenvolk kennen und lieben lernen und wir dann noch viel öfter live mit euch feiern dürfen!

Weitere Infos über Corvidae findet ihr unter:

Facebook

Instagram: corvidae_band

Homepage

Corvidae Sound

https://www.youtube.com/channel/UCgTwSYRWc9t0JbLWid4V81w

Das Album Rabenvolk unter
Amazon Download: https://www.amazon.de/Rabenvolk/dp/B07Z6C1XFH
Apple Music: https://music.apple.com/de/album/rabenvolk/1481952934
Spotify: https://open.spotify.com/album/1OEa8c2Ebyx3lm6gycGwlV

(728)

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.