Band der Woche: Humanitas Error Est

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Diese Woche haben wir Blackmetal aus dem schönen Leipzig für euch. Leider gab es anfangs Probleme bezüglich der richtigen Darstellung der Antworten, die Autorin entschuldigt sich dafür (s. u.).
Humanitas Error Est werden im Juli auf dem Sick Midsummer Festival in Scharnstein am Start sein. Die Band hat unsere neugierigen Fragen beantwortet:

Wer verbirgt sich hinter Humanitas Error Est?
Band/Dimma:
Eine Doktorandin im Bereich Proteinkristallographie, eine Domina & Fotografin, ein Biologiestudent & Fotograf, ein IT-System-Elektroniker im Management und ein Förster.Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Evigt Is:
Schubladen sind Scheiße, aber ich denke Black Metal trifft es wohl.

Beschreibt euren Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik klingt wie …?
S Caedes:
Humanitas Error Est.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?
Evigt Is:
Rein vom Songwriting ausgehend, auf die Musik bezogen: Ich denke Riffs kommen durch Inspirationen des eigenen Lebens und all dem menschlichen Unsinn, der einen tagtäglich umgibt. Nachrichten und sinnlose Ereignisse menschlicher Dummheiten gehören da eindeutig zum Punkt eins. Aber so wie bei allen Musikern genauso, die Musik, die man selbst als Fan konsumiert.
S Caedes:
Ich muss in keiner bestimmten Stimmung sein. Ich lebe, mache Erfahrungen, erlebe die Menschheit und ihre Verkommenheit in allen Facetten. Das genügt.
Ahephaim:
Jede Stimmung bringt eine andere Seite in unsere Musik hinein, gibt ihr Leben. Wenn man genervt oder aggressiv ist, dann wird es brutaler. Wenn man down ist, dann wird es ruhiger. Wenn man einfach gut drauf ist, dann wird es vielleicht rockiger- es gibt halt verschiedene Nuancen, das kannst du in Humanitas Error Est hören. Alles ist Teil des Ganzen.
Dimma:
Das meiste entsteht bei mir im Alltag, wenn ich mal wieder „unter Menschen“ bin und mir bewusst wird, wie krank diese ganze Gesellschaft, das System und der Mensch an sich ist. Aus diesem Grund schleppe ich auch immer ein kleines Notizbuch mit mir umher.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Humanitas Error Est-Album zu hören sein?
Evigt Is:
Von meiner Seite her gibt es da keins, ich jubel euch alles unter wenn ich will.
Dimma:
Blechblasinstrumente … sorry, aber da lauf ich direkt Amok.
S Caedes:
Also ich bin da auch eher offen. Allerdings, ja … die ganzen Heileweltmusikantenstadlinstrumente oder ne Harfe kann ich mir auch nicht bei uns vorstellen.
Ahephaim:
Wir sollten uns keine Grenzen setzen, denn Kunst sollte nie welche haben.

Welche Platte sollte man auflegen, wenn man morgens aus dem Bad spaziert und das wunderhübsche Mädchen von gestern Nacht noch im Bett liegt?
Ahephaim: Last Days of Humanity –
Putrefaction in Progress. Damit wird sie sicher wach!
HEE-Bandpic

Die gute Fee steht plötzlich vor euch und sagt, ihr hättet einen Wunsch frei. Was wünscht ihr euch?
Ahephaim:
Mehr Wünsche.
Evigt Is:
Ich bin Atheist, es gibt keine Feen!

Kein Alkohol ist bekanntlich auch keine Lösung – eine Alk-Kombination, nach der ihr ganz sicher keine Probleme mehr habt?
Ahephaim:
Meine Lösung ist das schon.
S Caedes:
Ich trinke gerne, auch gerne einen zu viel. Allerdings nicht, weil es dazu gehört, sondern weil ich ab und an einfach Bock drauf hab. Dieses klischeehafte Alkoholgehabe geht mir dermaßen auf den Sack. Es gibt genau so Tage, an denen ich keinen Alk trinke, und wenn man dann die Reaktionen sieht von manchen, wenn man mal mit nem Bananensaft anstoßen will, als ob ich die Seuche habe. Könnt ich mich schon wieder aufregen … Um zurück auf die Frage zu kommen, Alk-Kombis sind nicht wirklich meins, ich mag es lieber pur, Absinth und Tequila sind da meine beiden Favs.

Woran erkennt man einen Freund?
Evigt Is:
Ich denke das Wort „Freund“ wird heutzutage viel zu inflationär benutzt. Ein Freund sollte jemand sein, der mein Leben über sein eigenes stellt, so wie ich es tun würde. Leider sind solche Menschen am Aussterben.
Dimma: Daran, dass es auch nach längerer Funkstille wieder wie früher ist, wenn man sich dann doch mal trifft, ohne Vorwürfe oder ähnliches. Jeder hat sein eigenes Leben, nicht immer hat man Zeit für andere, und das sollten Freunde verstehen und respektieren.
S Caedes:
Kann ich nicht wirklich in Worte fassen. So was merkt man einfach. Wobei ich auch sagen muss, dass ich das Wort „Freundschaft“ heutzutage viel zu oft fehlplatziert finde. Man kennt jemanden flüchtig, schon heißt es, man sei befreundet. Seh ich halt nicht so. Meine Hand würde ich nicht für viele Menschen ins Feuer halten. Für einige wenige, sehr wenige hingegen schon.

Wer war der Held eurer Kindheit?
Ahephaim:
Jenna Jameson.
Dimma: Klare Sache: She-Ra – Prinzessin der Macht.
Evigt Is:
Skeletor.
S Caedes: Im realen Leben ganz klar meine Mutter. Davon ab Sabu und Triple H.

Was ist die peinlichste/überraschendste CD in eurem Regal?
Ahephaim:
Ich habe keine CD, die ich peinlich finde. Ich stehe hinter meinem Musikgeschmack, sollte es zu breit gefächert sein für manche, ist mir das so was von egal.
Evigt Is:
Peinliche CDs gibts bei mir nicht. Überraschend ist vielleicht Tomita – (1982) – Pictures at an exhibition.
S Caedes:
Mir ist auch nichts peinlich. Denn peinlich, das machen es nur andere, die meinen, man dürfe dies oder jenes nicht hören, sonst passt man nicht mehr ins Raster. Herdendenken halt, welches für mich bzw. uns alle nicht greift. Ich habe z.B. CD‘s von Mylene Farmer, tolle Frau und für mich eine außergewöhnliche, einzigartige Musikerin. Ob das nun andere peinlich finden, ist mir völlig Rille.Was steht als Nächstes an – Tour? Studio? Auszeit? Ganz was anderes?
Dimma:
Studio, wird mal langsam Zeit, euch neue Klänge um die Ohren zu prügeln!


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Mir (Tina) ist leider der absolute Supergau geschehen, denn die Formatierungen haben u.a. die Namen der Bandmitglieder im Interview total durcheinander gebracht. Leider wurden die Fehler von mir nicht bemerkt.
So etwas ist noch nie vorgekommen – und wird es auch nicht mehr. Ich entschuldige mich hiermit bei der Band und den Lesern für diesen Riesen Fauxpax und wünsche euch trotzdem Spaß beim Lesen der korrigierten Fassung.

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