Diese Woche begeben wir uns in eine schöne Stadt an der Elbe, nach Dresden. Das die Elbflorenz nicht nur mit schönen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann, beweisen Morlas Memoria. Das bunte Potpourri setzt sich aus verschiedensten Einflüssen zusammen, doch im Kern fühlen sie sich im Symphonic Metal zu Hause.
Gerade beendeten sie eine Crowdfounding-Aktion damit Morlas Memoria ihr drittes Album produzieren können. Bandgründer Theo stand uns Rede und Antwort.


Was verbirgt sich hinter Morlas Memoria?
Das Projekt Morlas Memoria treiben unablässig die Geschwister Leandra und Theo Johne sowie Samuel Clauß, Sebastian Leibe, Florian Baum und Oliver Kunze voran. Wir haben uns alle in Dresden während diverser Unternehmungen (die mehr oder weniger mit Musik zu tun haben) kennengelernt und können bereits auf zwei vollwertige Alben verweisen.

Was verbindet euch?
Musik und Freundschaft. Es ist wichtig, dass wir nicht nur Kollegen sind, sondern dass wir uns auch abseits des Bandkrams immer wieder zusammenfinden, um irgendwelchen Schwurbel zu veranstalten.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das das?
„Symphonic Metal“ passt eigentlich ganz gut. Wir mögen die Tatsache, dass die Metalwelt so viele Genrebezeichnungen zu bieten hat und man darüber herrlich abnerden kann.

Bild v. Kristin Hofmann

Beschreibt euren Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik von Morlas Memoria klingt wie …?
… ein heißer dunkler Eintopf mit bunten Gemüsestücken, der im Abgang ganz cremig wird.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?
Wenn es herbstet und die Welt in einer leichten Melancholie versinkt, lässt man sich davon gerne anstecken und kann wirklich gut arbeiten.

Wie sieht das Songwriting bei euch aus? Wie sind die Aufgaben verteilt?
Es beginnt bei Theo, der meistens schon einen kompletten instrumentalen Song für die Bandbesetzung fertig schreibt. Gefällt es der Truppe, kümmert sich Leandra sodann um Gesangsstimmen und Texte. Daraufhin wird diese Melange mit der gesamten Band geprobt und verfeinert, bis Florian am Ende ein Arrangement erstellt (und sogar in Notenform richtig aufschreibt), das jedem Instrument seinen finalen Platz zuschreibt. Es gibt quasi fünf Instanzen: Theo → Band → Leandra → Band → Florian.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Morlas Memoria-Album zu hören sein?
Sage niemals „Nie!“ *grinst* Man kann mit jedem Instrument da draußen unglaublich gute Dinge machen. Wir sind da nicht eingeschränkt.

Durch welche Bands / Musik wurdet ihr musikalisch beeinflusst oder geprägt? Was hört ihr gerade am liebsten?
Wie bei so vielen Musiker ist dies ein sehr weites Feld. Unsere Favoriten, die uns aber sicherlich musikalisch geprägt haben, sind vielleicht derzeit Before The Dawn, Nightwish, Ensiferum, As I Lay Dying, Dark Tranquillity und Elina Garanca.
Derzeit gehe ich zum Beispiel total auf das „I See Fire“-Cover von Feuerschwanz ab, Samuel wockt durch eher psychedelische Stonergefilde, Sebastian ist seit jeher ein täglich treuer Metalcore-Anhänger, Oliver heiligt Jean-Michel Jarre, Florian und Leandra hören täglich die musikalische Ergüsse ihrer Schüler, denn beide sind auch als Musiklehrer tätig.

Woran erkennt man einen Freund?
Am bedingungslosen Einsatz füreinander.

Wer war der Held eurer Kindheit?
Ritter Runkel, Robin Hood und Zorro!

Die gute Fee steht plötzlich vor euch und sagt, ihr hättet einen Wunsch frei. Was wünscht ihr euch?
Wir würden uns wünschen, dass wir jeden Tag Zeit hätten, um ganztags an unserem neuen Album zu arbeiten.

Was steht als Nächstes an – Tour? Studio? Auszeit? Ganz was anderes?
Wie schon gesagt wird es ein neues Album von uns geben. Dafür lief bis zum 14. August 2020 ein Crowdfunding, damit wir den Brocken finanziell stemmen können. Ganz langsam wird es auch wieder vereinzelte Konzerte geben.

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