Band der Woche: Nino Helfrich

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Dieses Mal gibt es keine keine Band im eigentlichen Sinn, die wir euch vorstellen wollen, sondern ein Soloprojekt namens Nino Helfrich. Hourglass heißt das Debütalbum, das am 1. September erschienen ist und mit drei interessanten Gastsängern aufwarten kann. Rock- und Metalfans werden evtl. Gefallen an der Musik finden, aber lassen wir Nino mal selbst in unserem Interview sprechen:

Wer verbirgt sich hinter Nino Helfrich?
Nino Helfrich
ist mein Soloprojekt, in dem ich hauptsächlich instrumentale Musik für gitarrenbegeisterte Metal- und Rockfans mache. Ich schreibe die gesamte Musik selbständig, gelegentlich arbeite ich aber auch mit Gastmusikern zusammen. Auf meinem neuesten Album Hourglass sind beispielsweise Björn Strid von Soilwork, Chris Clancy von Mutiny Within und Wearing Scars sowie Christoph Wieczorek von Annisokay als Sänger vertreten. Viele Leute fragten mich, wann ich mal etwas mit Gesang veröffentlichen würde, und daraus ist das Album entstanden.

Müsste man deine Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Die passendste Beschreibung wäre wohl das Genre Instrumental Metal. Das neue Album Hourglass stellt da die Ausnahme dar, da es mit drei Gastsängern aufgenommen wurde. Die Platte lässt sich wohl am ehesten als Modern Metal beschreiben. Da meine Konzerte allerdings auch alle rein instrumental sind, passt Instrumental Metal schon am besten.

Beschreibe deinen Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik von Nino Helfrich klingt wie …?
… eine Mischung aus traditionelleren und neueren Metal-Elementen. Hourglass hat beispielsweise eine sehr moderne Produktion und tief gestimmte Gitarren. Die spielen aber trotzdem eher interessante Riffs und viele Soli anstelle von Breakdowns. Das Ganze ist vermengt mit den tollen Stimmen der drei Gastsänger.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?
Würde man immer aus der selben Stimmung heraus schreiben, würden wahrscheinlich alle Lieder gleich klingen. Die optimale Stimmung gibt es für mich daher nicht. Unterschiedliche Lieder mit verschiedenen Stimmungen sind ja gerade das, was ein Album ausmacht.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Nino-Helfrich-Album zu hören sein?
Schwer zu sagen, ich bin da eigentlich ziemlich offen und mit dem neuen Album sind auch neue Elemente wie Piano oder auch mal Orchestrierung dazugekommen. Ein Zeusaphon wird es aber wahrscheinlich nie zu hören geben, auch wenn das showtechnisch ziemlich cool wäre. Das ist eine Apparatur, die beim Spielen Blitze schleudert.

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Welche Platte sollte man auflegen, wenn man morgens aus dem Bad spaziert und das wunderhübsche Mädchen von gestern Nacht noch im Bett liegt?
Das aktuelle Album von Volbeat passt da gut, Seal the deal & let’s Boogie. Der Titel wäre auch schon was für den Abend davor.

Die gute Fee steht plötzlich vor dir und sagt, du hättest einen Wunsch frei. Was wünscht du dir?
Nie wieder Gitarrensaiten wechseln zu müssen wäre super. Das ist verdammt viel Arbeit, vor allem wenn man mal mehr als sechs Saiten benutzt und ein Album aufnimmt. Da kann man das gleich ein paar dutzend Mal machen.

Kein Alkohol ist bekanntlich auch keine Lösung – eine Alk-Kombination, nach der du ganz sicher keine Probleme mehr hast?
Kaba mit einem Schuss Jägermeister schmeckt fast wie flüssiger Lebkuchen. Sehr zu empfehlen!

Woran erkennt man einen Freund?
Gute Freunde helfen auch beim Umzug.

Wer war der Held deiner Kindheit?
Ich habe viele Jahre Eishockey gespielt und war ein großer Fan des Torhüters Jean Sebastien Giguere. Der erste Musiker, der mich wirklich beeindruckt hat, war dann Victor Smolski.

Was ist die peinlichste/überraschendste CD in deinem Regal?
Wirklich peinliche oder schlechte Scheiben gibt es da nicht. In Zeiten von Spotify und Co. kauft man ja eigentlich nur, was einem auch wirklich gefällt. Lindsey Stirlings Debütalbum ist vielleicht etwas ungewöhnlich für einen typischen Metalhead, als Instrumentalalbum hat es schon fast wieder etwas Ähnlichkeit mit meiner Musik.

Was steht als Nächstes an – Tour? Studio? Auszeit? Ganz was anderes?
Mein neues Album Hourglass ist erst vor ein paar Tagen erschienen, für den Rest des Jahres steht also vor allem Albumpromotion an. Ich arbeite noch an zahlreichen Videos zum Album, Gitarren Playthroughs, ein Making of usw. Natürlich freue ich mich auch, die neuen Lieder live zu spielen. Da die Gastsänger auf Hourglass aus drei verschiedenen Ländern sind und nicht mal eben für ein Konzert rüberkommen können, spiele ich die Gesangsparts auf der Gitarre, was wirklich abwechslungsreich für mich ist. Anfang nächsten Jahres werde ich dann sicher auch wieder anfangen, neues Material zu schreiben.

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