Band der Woche: Sweet Ermengarde

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Aus dem Ruhrpott kommt unsere aktuelle Band der Woche Sweet Ermengarde. Gegründet 2011, arbeitet das Quartett fleißig an seinem dritten Studioalbum, das nächstes Jahr erscheinen wird. Sänger Daniel hat uns unsere neugierigen Fragen beantwortet.

Wer verbirgt sich hinter Sweet Ermengarde?
Sweet Ermengarde besteht aus Drummer Rafael, den Gitarristen Mike und Danny, mir sowie Bassist und Bandgründer Lars.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Wir spielen düstere Rockmusik. Genres und Szenen interessieren mich nicht, aber der Begriff, der gerne Verwendung findet, ist Gothic Rock. Ich bin mir nur nicht so sicher, was das genau bedeutet.

Beschreibt euren Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik von Sweet Ermengarde klingt wie …?
… der Moment, in dem aus Dunkelheit Licht wird. Sweet Ermengarde ist der musikalische Nenner und das einzig mögliche musikalische Ergebnis, das aus dem Kollektiv von uns fünf entstehen kann.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?
Ich denke, die Stimmung muss zwangsläufig eine gelöste sein, damit die Energien fließen können. Das passiert natürlich oftmals erst beim Komponieren selber.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Album von Sweet Ermengarde zu hören sein?
Unser Bassist würde behaupten, Tamburin. Ich befürchte allerdings, da könnte er falsch liegen. (lacht) Grausam finde ich Banjo, Mundharmonika und Ukulele. Man soll aber niemals nie sagen. Im Endeffekt zählt doch nur das, was man spielt, nicht das Instrument, auf dem man es spielt. Prinzipiell würde ich gerne mit anderen Instrumenten experimentieren, um das starre Korsett einer Rockband abzulegen und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden.

Welche Platte sollte man auflegen, wenn man morgens aus dem Bad spaziert und das wunderhübsche Mädchen von gestern Nacht noch im Bett liegt?
Das kommt sicherlich auf deine Intention an. Falls du sie also loswerden willst, versuche es mal mit Whitehouse. Sollte sie danach noch immer da sein, kannst du dir sicher sein, dass sie die Richtige ist. (lacht)

Die gute Fee steht plötzlich vor euch und sagt, ihr hättet einen Wunsch frei. Was wünscht ihr euch?
Für die Band würden wir uns stets die richtige Menge Nebel für die Bühne wünschen. Das ist aber auch mit einem Backstein auf dem Auslöser der Maschine zu regeln und wäre auch sehr egoistisch. Wir würden uns also sicher auf so etwas wie eine empathiebegabte und globaler denkende Menschheit einigen. Ich denke, das wäre ein ganz guter Wunsch. Damit wäre vermutlich schlussendlich auch gewährleistet, dass wir genug Nebel auf die Bühne bekommen. (lacht)

Kein Alkohol ist bekanntlich auch keine Lösung – eine Alk-Kombination, nach der ihr ganz sicher keine Probleme mehr habt?
Ich mische leider unfassbar schlechte Cocktails, aber ich würde sagen, eine ordentliche Mischung aus Stroh-Rum und Strychnin sorgt dafür, dass du ziemlich bald überhaupt keine Probleme mehr hast. (lacht)Sweet_Ermengarde_HiRes-2

Woran erkennt man einen Freund?
In der Regel an den Männlichkeitsgebaren, die er zeigt, wenn Du zu lange mit seiner Freundin redest. (lacht)

Wer war der Held eurer Kindheit?
Es ist schwierig, hier für alle zu antworten.

Was ist die peinlichste/überraschendste CD in eurem Regal?
Mein Bruder hat mir mal eine CD mit dem vielsagenden Titel „German Drinking Songs“ geschenkt. Überraschenderweise ist sie noch immer verschweißt, sorry! Ansonsten ist es recht schwer abzuschätzen, was überraschend ist. Ich höre meistens Musik, die, zumindest musikalisch, nicht viel mit der von Sweet Ermengarde gemein hat. Momentan wäre das vor allem Zos Kia/Coil, Zero Kama, Klaus Schulze und Scott Walker.

Was steht als Nächstes an – Tour? Studio? Auszeit? Ganz was anderes?
Wir haben im nächsten Jahr noch ein Konzert in Berlin auf dem Dark Spring Festival, das unsere Freunde von den Golden Apes organisieren und das immer ein spannendes Event ist. Ansonsten konzentrieren wir uns voll und ganz auf das Schreiben und Aufnehmen unseres dritten Albums. Weitere Konzerte wird es deshalb vermutlich erst wieder in der zweiten Hälfte des Jahres geben.

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