Tricor gründeten sich 2019 und spielen eine brillante Mischung aus Shoegaze, Cold Wave, Techno und Post-Punk. Ende des Jahres hat das Marburger Trio seine erste EP veröffentlicht und uns mit „Cigarettes“ einen besonders schönen und hartnäckigen Ohrwurm beschert. Christopher, Paul & Robert tüfteln bereits fleißig an einem Album, das dieses Jahr erscheinen wird und auf das wir schon sehr gespannt sind – ihre EP hat uns neugierig gemacht!

Wer verbirgt sich hinter Tricor?
Christopher „Angel“ Engel (Synth), Paul Georg „Lange“ Lange (Bass), Robert „Rob“ Vogel (Gitarre/Vocals). Und natürlich Tino „Tony“ Aglaster, ohne den geht live gar nichts. Unser Techniker.

Wie kam es zur Bandgründung, und wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen?
Paul und Robert hatten vor einigen Jahren den Entschluss gefasst, gemeinsam Musik zu machen. Nach endlosen „Latenight-Küchen-Musik-hör-Sessions“ war das einfach nötig. Nach dem gemeinsamen Umzug in eine neue Stadt wurde ca. ein Jahr experimentiert und zu zweit produziert. Der Himmel hat uns dann mehr oder weniger durch Zufall Christopher „Angel“ geschickt – eigentlich Techno-Produzent. Aber was passt, das passt. Der Bandname rührt von Petrichor (dem Geruch von Regen auf trockener Erde). Spricht für sich.

Was verbindet euch?
Die langweiligste Antwort zuerst: Die Liebe zur Musik, dem gemeinsamen Erschaffen. Die Freundschaft, die so schnell entstanden ist. Alles ist so, wie es sein soll. Als Schlüsselmoment die erste Probe, in der innerhalb von 30 Minuten der erste Song entstand. „The room“ … Der obligatorische Wink mit dem Zaunpfahl.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Eine eigensinnige Mischung aus Cold Wave, Shoegaze und Techno. Vielleicht auch Post-Punk.

Beschreibt euren Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen. Die Musik von Tricor klingt wie …
… eine Gewitterwand am Ende eines heißen Spätsommertages.

Durch welche Bands / Musik wurdet ihr musikalisch beeinflusst oder geprägt? Was hört ihr gerade am liebsten?
The KVB, Lea Porcelain, Slowdive, Joy Division, The Soft Moon, Human Tetris, Black Rebel Motorcycle Club, Sonic Jesus. Wir könnten die Liste unendlich weiterführen. Gerade hört Christopher Drab Majesty. Paul klebt auf No Swoon. Robert hört immer noch Born in the USA (LP) von Bruce Springsteen – seit ca. zehn Jahren.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich für euch die besten Lieder?
Situative Frustration.

Wie sieht das Songwriting bei euch aus? Wie sind die Aufgaben verteilt?
So ganz prinzipiell lässt sich die Frage nicht beantworten. Meistens gibt es irgendeinen Grundgedanken, genügend Zigaretten, Rotwein und schlechte Laune. Sei es eine Bassline, ein Synthpattern, ein Gitarrenriff oder eine Textidee. Von da aus entscheidet der Song von selbst, was er von uns möchte. Dennoch werden alle Songs gemeinsam produziert, und alle Ideen summieren sich zu dem, was es am Ende ist.

Im Dezember habt ihr eure erste EP „No home“ veröffentlicht – zwei großartige Songs! Seid ihr happy mit dem Feedback und die Reaktionen darauf? Wann können die Fans mit weiteren Songs rechnen?
Ja. Glücklich mit dem, was wir von Menschen zurückbekommen. Und das meinen wir genauso. Wir haben die Songs von Emanuele Navigli (TUCANO RECORDING) in Italien mastern lassen (Sonic Jesus). Wir befinden uns stetig in einem Prozess des Erschaffens. Kreativität scheint tatsächlich ein unermüdlicher Begleiter zu sein. Die nächste Single-Auskopplung planen wir für Ende Februar. „The room“. Derzeit schreiben wir am Album. Release? Spätsommer.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Tricor-Album zu hören sein?
Saxophon und ein echtes Schlagzeug

Kein Alkohol ist bekanntlich auch keine Lösung – eine Alk-Kombination, nach der ihr ganz sicher keine Probleme mehr habt?
Christopher: Bier und Jägermeister + Tilidin
Paul: Bier und Doppelkorn + Tavor
Robert: Sekt und Whiskeycola + Tavor
Wir sind da eher einfach gestrickt. *lacht*

Was ist die überraschendste CD in eurem Regal?
Sorry just Vinyl.

Die gute Fee steht plötzlich vor euch und sagt, ihr hättet einen Wunsch frei. Was wünscht ihr euch?
Unabhängigkeit, egal in welcher Form.

Was sind eure Pläne, was steht als Nächstes an?
Wie schon gesagt – Single, Album, aber auch Videos. Der nächste sichere Gig steht am 8.5.2020 in der Cavete – Marburg an. Einige Festivals etc. ebenfalls.
Um da auf dem Laufenden zu bleiben, sollte man uns einfach auf den üblichen Social-Media-Plattformen folgen. Wir sind uns sicher, da wird einiges passieren.

LOVE – TRICOR

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