Bandportrait/DEMM: Batushka

Der Anti-Patriarch kommt

Wie schreibt man ein Bandportrait über eine Band, über die es so gut wie keine Informationen gibt? Selbst ihre Homepage zeigt nur ein düsteres aber sehr gut gemachtes Video. Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: unbekannte, maskierte Musiker, anti-klerikale Texte, eine Art Hohepriester – hinter dem Konzept von Batushka schimmert eine gehörige Portion Ghost durch. Aber während Papa Emeritus und seine Nameless Ghouls vor allem die katholische Kirche persiflieren, beziehen sich Batushka auf die orthodoxe Kirche Osteuropas. Batushka bedeutet im Russischen „Vater“ und wird im Allgemeinen als Synonym für einen Priester verwendet.Batushka

Ende 2015 erschienen sie ohne jegliche Promotionarbeit mit ihrem Debütalbum Litourgiya auf der Bildfläche, das beim polnischen Label Witching Hour veröffentlicht wird. Und das hat es in sich und schlägt in Underground-Kreisen ein wie eine Bombe. Litourgiya klingt dermaßen ausgereift, dass es sich bei Batushka um erfahrene Musiker handeln muss. Was ihre Version von Black Metal so besonders macht, sind die liturgischen Gesänge, die aus der orthodoxen Kirche stammen und für Doom-Einflüsse sorgen, und denen man sich nur schwer entziehen kann. Beim Hören von Litourgiya kann man den Weihrauch förmlich riechen. Dieser wird auch bei den Konzerten entzündet, denn diese laufen wie eine Messe ab. Die Bandmitglieder tragen dabei Masken und okkulte schwarze Kapuzenroben und scheinen einem der unaussprechlichen Kulte aus einer Erzählung von Lovecraft zu entstammen.

Batushka – das Must-see des diesjährigen Dark Easter Metal Meeting im April!

batushkaofficial.com/
facebook.com/pg/Batushka-10047…/about/?ref=page_internal
metal.de/reviews/batushka-litourgiya-63504/
nocleansinging.com/2015/12/08/…ughter-toska/#more-100407
witchinghourproductions.bandcamp.com/album/litourgiya

 

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