Es wird diese Woche bei uns maritim mit ein wenig Pirate Folk Metal aus Düsseldorf. Wir haben Storm Seeker auf die Planke geschickt, um Antworten zu erhalten. Keyboarder Tim stand uns Rede und Antwort.

Wer verbirgt sich hinter Storm Seeker?
Wir sind sechs junge Musiker und kommen fast alle aus NRW. Ursprünglich stammen fast alle Bandmitglieder aus Neuss und Umgebung, somit ist das irgendwie immer noch unsere „Zentrale“.

Was verbindet euch?
Zunächst mal verbindet uns das gemeinsame Musik machen und die kreative Arbeit an unseren Songs und allem, was sonst noch zur Bandarbeit gehört. Darüber hinaus verbindet uns eine Freundschaft, beispielsweise ist das Ende einer Probe selten das Ende eines Abends. Wir quatschen, trinken ein paar Bierchen zusammen und gerade diese Mischung aus Freundschaft und professioneller Arbeit macht uns in gewisser Weise aus.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Das treffendste wäre vermutlich die Bezeichnung „Folk-Metal mit Seemannsattitüde“.

Beschreibt euren Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik von Storm Seeker klingt wie …?
… ein Seemann auf großer Schiffsreise. Wir sind sehr facettenreich und unsere Musik spiegelt unsere Stimmungen wieder. So entstehen Phasen, in denen unser Songwriting eine einzige Party ist und jeder Song den nächsten an Witzigkeit und guter Stimmung zu übertreffen scheint, und es entstehen Phasen, in denen wir doomig klingen und die Songtexte und die Musik eine ganz andere, viel finsterere Richtung annehmen. Eben vergleichbar mit dem, was man erleben kann, wenn man sich auf eine unbekannte Reise begibt. Unsere Songs sind mehr oder weniger Stationen auf dieser Reise, und wir nehmen alle Einflüsse mit, die uns auf dem Weg inspirieren.

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?
Nahezu jede Stimmung kann für uns Inspiration sein. Von sehr düsteren, ernsten oder traurigen Momenten bis hin zur eskalativsten Seemannsparty ist alles denkbar.

Wie sieht das Songwriting bei euch aus? Wie sind die Aufgaben verteilt?
Das Songwriting stammt fast ausschließlich aus der Feder unseres Gitarristen Olaf. Es hat aber jeder die Gelegenheit, sich mit seinen Ideen einzubringen, er stellt da ein wenig die Zentrale dar, in der sich alle Ideen sammeln und dann zu neuen Songs werden.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Storm Seeker-Album zu hören sein?
Sowas wie Schlittenglöckchen oder ein Otamatone wären wohl Instrumente, die es schwerlich in einen unserer Songs schaffen könnten.

Durch welche Bands / Musik wurdet ihr musikalisch beeinflusst oder geprägt? Was hört ihr gerade am liebsten?
Das ist bei uns extrem individuell. Viele von uns haben in ihrer Jugend schon viel Metal gehört und da das Genre Folk-Metal früh für sich entdeckt. Ich habe damals sehr viel Korpiklaani, Eluveitie oder auch Ensiferum gehört. Mittlerweile kann man glaube ich sagen, dass sich der Musikgeschmack und die Inspiration sehr breit streuen, das kann man kaum zusammenfassen. Aber gerade diese vielen Einflüsse auch aus Metal-fremden Genres inspirieren uns auch im Songwriting und verleihen unserer Musik Vielfalt. Wer genau wissen will, was wir aktuell so hören: Es gibt bald eine Favoriten-Spotify Playlist von jedem Bandmitglied.

Woran erkennt man einen Freund?
Einen Freund erkennt man, wenn er mit dem größten Wohlwollen und in deinem besten Interesse vollkommen und ungehemmt ehrlich zu dir ist. Das ist auch im Bandkontext zutreffend und extrem wichtig für unsere Zusammenarbeit.

Wer war der Held eurer Kindheit?
Auch das ist wohl etwas, wo jeder anders antworten würde. Für mich (Sandy) war meine Heldin zum Beispiel meine Cellolehrerin.
(Fabi) Meine Kindheitsheldin waren Arielle die Meerjungfrau und Harry Potter.

Die gute Fee steht plötzlich vor euch und sagt, ihr hättet einen Wunsch frei. Was wünscht ihr euch?
Wir würden uns wohl wünschen, dass die Musiker und Künstler wieder auftreten dürfen, es fehlt uns allen einfach sehr! Alternativ wünschen wir uns viele Fässer Rum, um dem Frust des Nicht-Auftretens zu entfliehen.

Was steht als Nächstes an – Tour? Studio? Auszeit? Ganz was anderes?
Wir sind in der heißen Phase für unser nächstes Album und verbringen viel Zeit mit Videodrehs, Planung etc. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, diesen Sommer noch einige Konzerte zu spielen, gerade aufgrund von Corona vermissen wir die Bühne sehr und können den nächsten Auftritt kaum erwarten.

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