Buch: Dieter Weißbach – Böse

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DWeissbach_BoeseHauptkommissarin Christine Paulig wird zu einem Mord in einem Münchener Waldstück gerufen, eine erwürgte Nonne liegt dort in einer Kuhle. Schwester Zerafina ist aber nicht der einzige Fall in der Mordkommission, denn kurz danach findet man einen schwedischen Jungen tot in einem Container, der in luftiger Höhe baumelt. Bei den Ermittlungen im niederbayerischen Kloster von Zerafina kommen noch mehr Fragezeichen dazu: Vor vielen Jahren sind vier Mitschwestern verschwunden, quasi in den Himmel aufgefahren und nicht mehr wiedergekehrt. Ist/war da ein Serienmörder unterwegs? Kann es sein, dass die Fälle zusammenhängen?
Außerdem hat zur gleichen Zeit die Rechtsmedizin ein großes Geheimnis auf zwei Tischen liegen: ein bayerisches, exhumiertes Politiker-Ehepaar. Ihre Identität wird von vielen Seiten geheim gehalten, genauso warum sie hier so eingehend untersucht werden.
Es gibt viel zu tun für Christine Paulig und ihr Team.

Böse ist gut erzählt, die Begebenheiten fließen auf vielen Nebenarmen mit einfühlsamer und eigenbestimmter Ermittlungsarbeit zu einem großen Lesefluss zusammen. Aber manchmal ist weniger mehr. Meines Erachtens hätte es das ermordete Ehepaar mit allen Nebenerscheinungen nicht gebraucht. Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Autor die Zwei unbedingt nachträglich in Erinnerung rufen will. Die Widmung im Buch bestätigt das.
Wenn man sich mal in den Krimi festgelesen hat, lässt er einen fast nicht mehr los. Störend empfinde ich einzelne Rechtschreibfehler. Aber beispielsweise die Beschreibungen der niederbayerischen Verhältnisse oder so mancher Hintergrundinfo zu Hauptkommissarin Paulig mindern die Fehler dann wieder. Böse ist bereits das zweite Buch über Christine Paulig und ihre Arbeit, die Geschehnisse in Mordnacht klingen kurz an, aber die Unkenntnis ist kein Problem.

Infos zum Autor: FB-Seite Dieter Weißbach

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Dieter Weißbach: Böse
Hirschkäfer Verl., 15.07.2016
Taschenbuch, 344 Seiten
9,99 €

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