Buch: Sylvain Cordurié – Sherlock Holmes und die Zeitreisenden

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Sherlock Holmes hat den Sturz in den Reichenbachfall überlebt und hält sich von der Öffentlichkeit und seinem Partner John Watson fern. Die Queen weiß aber, wo sie den Meisterdetektiv finden kann, denn es gibt ein Problem mit einem Zeitreisenden, der urplötzlich im victorianischen London aufgetaucht ist. Aber nicht nur er stellt ein Problem dar, denn es gibt weitere mysteriöse Verhältnisse, denen Holmes auf den Grund gehen wird.

Als Doctor Who-Fan erweckte die Ankündigung von Sherlock Holmes und die Zeitreisenden mein Interesse. Dem Graphic Novel Leser präsentiert sich ein gealterter Sherlock Holmes, der sich 1834 durch ein düsteres London bewegt. Der Zeichner Laci illustriert zum großen Teil in dunklen Farben, dadurch bekommen die blitzenden Augen und Explosionen jeweils einen besonderen Moment. Besonders angetan hat es mir das Landschaftsbild auf Seite 82 (mehr wird nicht verraten): dunkel, detailgenau, sehenswert trotz Zerstörung. Sylvain Cordurié erzählt eine interessante Geschichte, es ist nicht gleich ersichtlich, wer bzw. was wirklich das Problem ist, eine Ahnung kommt beim Lesen auf. Steampunk-Fans dürften von der Darstellung des Zeitreise-Armbands angetan sein. Die Lektüre von Sherlock Holmes und das Necronomicon sowie Die Geheimgesellschaft im Schatten von Sherlock Holmes: Mandragore wäre im Vorfeld für den Bezug auf Nebendarstellerinnen (hört, hört!) gut, ist aber für das Verständnis nicht unbedingt nötig.

Fazit: Sir Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv erhält eine lesenswerte Fortsetzung. Dies ist kein skurril-charmanter Cumberbatch-Holmes, aber die Denkweise ist ähnlich. Die Zeichnungen spiegeln den Zeitgeist wieder.

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Sylvain Cordurié: Sherlock Holmes und die Zeitreisenden
Splitter Verlag, 01.08.2016
€ 19,80

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