Tja, es ist noch immer grau und trüb draußen und wird auch eine Weile so bleiben. Was heißt das? Mehr Zeit zum Lesen! Falls ihr noch Vorschläge braucht:

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Die Abende werden länger, der Himmel grauer. Was gibt es da schöneres, als sich mit einem Buch einzukuscheln und sich in ferne Welten zu lesen? Hier sind meine Lesehäppchen für alle, die etwas Inspiration suchen:

Leid und Triumph

Vor kurzem konnte man Demi Moore im Rahmen der Savage X Fenty Show bewundern. Eine schöne Frau, immer schon und immer noch. Sie hat uns in den letzten Jahrzehnten immer gut im Kino unterhalten, ihre Ehen mit Bruce Willis und Ashton Kutcher ergaben so manche Schlagzeile. Mit Inside Out lässt sie uns hinter die schöne Fassade blicken, wir können uns von ihr ihre Kindheitserlebnisse erzählen lassen, wir verfolgen ihren Überlebenswillen und ihre Schauspielerkarriere, ihre Liebesgeschichten, ihre Entwicklung zur liebenden Frau und Mutter und auch die dunkleren Seiten in ihrem Leben. Weiterlesen

“It’s such a shame.”

produkt-10006665Letztes Jahr hatte Bela B. Felsenheimer, der Schlagzeuger der Berliner Band Die Ärzte, den Roman Scharnow veröffentlicht (Link zur Rezension), jetzt hat auch Campino, der Sänger von Die Toten Hosen aus Düsseldorf mit Hope Street ein Buch vorgelegt. In England hatte er die Punkbewegung für sich entdeckt und schon 1978 seine erste Band ZK gegründet. Im legendären Ratinger Hof war er Stammgast, und alles weitere mit Die Toten Hosen sollte nun wirklich allen bekannt sein. Zugegeben, ich bin nie der große Hosen-Fan gewesen, und wenn es irgendwo um die Frage Ärzte oder Hosen ging, habe ich stets zum Lager der Ärzte gehalten. “It’s such a shame.”, wie Campinos aus England stammende Mutter dazu gesagt hätte, die damit immer wieder zitiert wird. Aber als Persönlichkeit fand ich Campino stets interessant. Lesen wir also nach, was er uns zu sagen hat. Weiterlesen

Die Papakinder

Eine tote Joggerin wird aufgefunden an der Isar. Sie ist Anästhesiepflegekraft im Klinikum Großhadern. Augen- und Ohrenzeugen sind schwer zu finden bei dem Mistwetter, und die Obdachlosen, die sich dort an der Isar eingerichtet haben, wirken nicht sehr zuverlässig. Doch dann finden die Kriminalbeamten rund um ihren Chef Herrn Waechter eine Gemeinsamkeit zu einem Mord vor etwa einem Jahr. Eine junge Frau, auch eine Joggerin, wurde erstochen auf dem Steg über dem Auer Mühlbach. Es stellt sich heraus, beide Frauen waren im Krankenhaus tätig, beide Frauen lebten von ihren Männern getrennt, und beide Opfer hatten Kinder, die sie alleine betreuten. Kommissar Hannes Brandl findet heraus, dass der Exmann einer der beiden Frauen Mitglied in einem seltsamen Online-Forum war, einem „Väterforum“ sozusagen, alles Männer dort, die sich ungerecht behandelt fühlten, weil sie keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern haben durften. Weiterlesen

Geständnis eines Serienmörders – der Fall Pleil

„Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir,
mit dem kleinen Hackebeilchen macht er Schabefleisch aus dir.“

Wer kPleilennt es nicht, dieses Lied über den Serienmörder Fritz Haarmann aus Hannover. Der Name Rudolf Pleil hingegen ist weitgehend unbekannt, dabei ist er der Urheber einer nicht minder grausigen Mordserie, die sich in der Nachkriegszeit vor allem in der Harzregion abgespielt hat. Er behauptete, mit 25 Morden einen mehr als Haarmann begangen zu haben und damit Deutschlands größter Totmacher zu sein. Es konnten ihm jedoch nicht alle Taten nachgewiesen werden. Manche angeblichen Opfer wurden nie gefunden, bedingt durch mangelnde Zusammenarbeit der Polizei über die Besatzungszonen hinweg, oder weil sie anonym waren und nicht unbedingt als vermisst gemeldet worden sind. Weiterlesen

Mit ABBA den Tod vertreiben

Julia nennt sich selbst chronisch erfolglose Lohnschreiberin. Sie ist zwar Journalistin, aber nicht fest angestellt. Ihr Hauptauftraggeber ist ein sexistischer Macho, der Chefredakteur von „Gesundheit heute“. Auch nicht gerade der Spiegel, Stern oder Focus! Aber sie schlägt sich so durch. Immerhin hat sie eine andere Gabe: Sie schafft es immer als eine der Ersten bei Presseveranstaltungen ans Büffet. Julia lernt immer wieder tolle Typen kennen und hat beste Freundinnen. Was braucht man mehr, würde man meinen? Naja, sie weiß schon selbst, dass sie nicht gerade das Beste aus ihren beruflichen Fähigkeiten gemacht hat. Sie kann bzw. will keinen Mann halten, sie neigt dazu, ihre Wohnung zu vermüllen, ernährt sich schlecht, bewegt sich zu wenig und trinkt zu viel. Weiterlesen

Nirvana? Langweilig!

Kummer-im-WestenErneut begleiten wir den Protagonisten Anton Kummer, den wir schon mit Düsterbusch City Lights kennengelernt haben (Link zur Rezension), wo er zu Zeiten der DDR mit dem Club Helden des Fortschritts Punk- und New-Wave-Konzerte veranstaltet hat. Mittlerweile ist die Mauer gefallen und die DDR als solche ist Geschichte.
Kummer im Westen, natürlich ist der Titel doppeldeutig zu verstehen. Nach dem Ende der DDR macht Anton Kummer die ersten Erfahrungen im glorreichen Westen. Doch so toll, wie er es sich immer ausgemalt hat, alles, wovon er immer geträumt hat, so toll ist das in der ersten Zeit dann doch nicht. Mit der Wirklichkeit konfrontiert ist er schnell ernüchtert und erleidet einigen Kummer. Weiterlesen

Erwachsenwerden in den 1970er Jahren

Untermenzing, ein Vorort von München, in den 1970er Jahren. Hier wächst der 12-jährige Peter Gillitzer auf, umgeben von einer liebevollen Mutter, einem strengen Vater und zwei Brüdern, erzogen im Geist der katholischen Kirche, und – wie könnte es anders sein – tätig als Ministrant. Ein großes Vorbild für ihn ist Franz Josef Strauß, für dessen Partei er sich auch schon mal stark macht – und mit dem er über ein Poster in seinem Zimmer Zwiesprache hält (nicht nur mit ihm, durch einen Zufall kommt noch die Pietà von Michelangelo dazu). Er ist kein Anführer, möchte aber in seinem schulischen Umfeld wahrgenommen werden, was manchmal nicht klappen will. Noch dazu scheinen seine Schulkameraden wesentlich mehr Ahnung vom Umgang mit Mädchen zu haben. Die weiblichen Wesen in seinem Alter rücken immer mehr auch in Peters Fokus, aber wie mit diesen Wesen umgehen, und was ist das eigentlich mit diesem Händchenhalten? Noch dazu gibt es da dieses Heft, in dem er unbekannte Wörter sammelt, die er irgendwann erklärt bekommen möchte, zum Beispiel „Unbefleckte Empfängnis“ oder „Unzucht“ – allerdings ist ihm seine Familie da keine Hilfe, denn über diese Wörter spricht man nicht zu dieser Zeit und in dieser Familie, geschweige denn fragt man danach. Eine schwierige Zeit für einen Jungen, der in der Pubertät ist, anfängt zu rebellieren und die Jugend-Revolte in den 70er Jahren hautnah mitbekommt. Weiterlesen

The man who fell to earth

In David-Bowie-Biografien steht immer irgendwann mal was zu Aladdin Sane, Ziggy Stardust und Major Tom, zu seiner Freundschaft zu Iggy Pop, der Zeit in Berlin, „Heroes“, dass er ein somalisches Model geheiratet hat. Mal geht es eher um seine Musik, mal mehr um seine Person. Doch keine Biografie ist wie diese hier. Dieses Buch ist von hinten wie von vorn ein Schatz. Ich halte es in Händen und beschnuppere es. Das Cover ziert das berühmte Bild mit dem Blitz auf einem Auge. Das Buch selbst ist mit vielen Bildern versehen.

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