CD: Cellar Darling – The Spell

Eine Überraschungstüte Wunderbares

cellar-darling-the-spellCellar Darling, bestehend aus Anna MurphyMerlin Sutter und Ivo Henzi, kehren nach ihrem Debütalbum This is the sound (2017) wieder in die Plattenläden zurück. The Spell erscheint am 22.03.2019 unter dem Label von Nuclear Blast. Das Trio war bereits bei uns als Band der Woche im Interview, das Debüt haben wir ebenfalls veröffentlicht. Für mich war klar, dass wir an dieser Combo unbedingt dran bleiben müssen. Ich habe in The Spell mal reingehört.

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CD: Stahlmann – Kinder der Sehnsucht

Neue Kleider?!

SM_694_C_KDSEine Aufbruchstimmung verspricht das neueste Werk von Stahlmann, das heute erscheint. Die Göttinger NDH-Band um Mart Soer lässt mit Kinder der Sehnsucht und den darauf zu hörenden elf Tracks (darunter ein AMiworx Remix) wieder die Gitarren los und viel Electronik einfließen. Bühne frei für eine düstere Stimmung bzw. Melancholie, aber auch soziale Isolierung und die Frage nach dem „wohin geht die Reise“ in unserer Gesellschaft werden thematisiert. Weiterlesen

CD: Seadrake – Isola

Get it on!

SeadrakeSeadrake gehen ihren eigenen Weg in der Synthpop-Szene, obwohl sie hier schon gut mit ihren früheren Bands unterwegs waren: Frontmann Hilton Theissen mit Akanoid, Keyboarder Mathias Thürk mit Minerve und Bassist/Keyboarder Rickard Gunnarsson mit Lowe. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, trafen sich zum ersten Mal in Berlin (es heißt an einer Autobahn), die Zusammenarbeit fand zum Großteil über Skype statt, aber das Ergebnis kann sich hören lassen, nicht nur live auf Tournee mit Solar Fake (unser Bericht vom Januar 2019). Mit ihrem Debüt Isola werde ich mir an diesem Sonntagmorgen mein eigenes Bild machen. Weiterlesen

Tape: GrGr – Gameboy Tape

Mehr als nur Tetris

coverKürzlich waren der Berliner Minimal-Punker Ben Bloodygrave und die Leipziger Wave-Punk-Band Dividing Lines zu Gast im Münchner Kafé Kult, diesen feinen Konzertabend hat der Münchener GrGr eröffnet. Sein wichtigstes Instrument ist der Gameboy, von dem gleich zwei zwischen allerlei Elektro-Equipment bereitstehen. Der Auftritt machte mächtig Spaß, also kaufte ich Gregor Sandler, wie GrGr im bürgerlichen Alltag heißt, nach der Show mangels Alternativen eine Kassette ab. Die erste Auflage war wohl schon vergriffen, aber am Vortag kam zum Glück die neue Ladung. Also GrGr für ein Exemplar einfach anschreiben. Das Gameboy Tape ist giftgrün, und die Black Flag Hommage mit Gameboys ist einfach klasse. Ich habe nun endlich einen Grund, den alten Walkman aus der Schublade hervorzukramen. Weiterlesen

Demo: Chain Cult – Demo 2018

Angekettet

coverNach der Entdeckung der wunderbaren griechischen Band Ghostland (Link zur Review) habe ich einen tieferen Blick in den dortigen Untergrund geworfen und bin mit der Band Chain Cult fündig geworden. Das Trio aus Athen ist neu auf der musikalischen Bühne – so neu, dass sich nicht viel über die Band herausfinden lässt. Auch ihre Facebook-Seite bietet abseits von Konzertankündigungen und ein paar Gruppenfotos keine Informationen zu den Musikern hinter Chain Cult. Gut, wenn sonst nichts ablenkt, dann muss die Musik um so mehr für sich sprechen. Und das tut sie. Weiterlesen

CD: Subway to Sally – Hey!

Alte Krieger und neue Zeiten

StS HeyManche Bands begleiten uns schon so lange, dass wir viele Erinnerungen an diese haben. In meinem Fall, und dem sehr vieler anderer, die seit den Neunzigern zum Mittelalter Rock gekommen sind, ist es Subway to Sally. Wer hat nicht schon mal in der Vergangenheit die Stimmbänder strapaziert zu „Falscher Heiland“ oder „Kleid aus Rosen“? Gute alte Zeiten. Aber wir müssen nicht nur in Erinnerungen schwelgen, denn die Engelskrieger sind wieder zurück mit ihrem neuen Album Hey!.

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CD: Wendigo – Wasteland stories

Lonesome desert rider

Nach ihrer Initiation (EP) mussten sich Wendigo innerhalb der Stoner-Rock-Musiklandschaft bewähren, da kann dann schon mal einige Zeit ins Land gehen, bis das Debütalbum fertig ist. Wasteland stories verfolgt die Ziele des einmal betretenen Zirkels weiter, lässt aber auch neue Einflüsse hören – die ehemalige Coverband hat sich weiterentwickelt und selbstständig gemacht. Weiterlesen

CD: Padkarosda – Visszatérő Rémálom

Béla Lugosi’s Death Rock

coverAuf Bandcamp bin ich zufällig auf die Budapester Band Padkarosda gestoßen. Ungarn, das Land von Béla Lugosi, dem wohl berühmtesten Vampir der Filmgeschichte. In musikalischer Hinsicht ist mir da gothentechnisch wenig hängengeblieben, das soll sich nun ändern. Nach dem selbstbetitelten Demo Padkarosda (2012), dem Debütalbum Szabadulásom Művészete (2013), der EP Kórkép (2015) und Tétova Lelkek (2016) haben Padkarosda bereits letztes Jahr ihr drittes Album Visszatérő Rémálom herausgebracht. Rómeó übernimmt Gesang und Gitarre, Viktor bedient den Bass und Gergő spielt Schlagzeug. Weiterlesen

CD: The Riven – The Riven

Rock ’n‘ Roll, Seele und eine großartige Sängerin

Mit der EP Blackbird haben die schwedischen Heavy Blues Rocker The Riven bereits einen tiefen Eindruck hinterlassen. Seit heute gibt es ihr selbstbenanntes Debütalbum zu kaufen, das nur so vom guten alten Rock ’n‘ Roll strotzt und mit einer großen Portion Blues angereichert ist. Laut ihrem Schlagzeuger Olof Axegärd bietet das Album einige überzeugende Argumente: „Is loud, is rock, is soul, and prog, it has it all!” Weiterlesen

CD: Reverend Beat-Man & Izobel Garcia – baile bruja muerto

Tanz Hexe Tod

VR12109Der Schweizer Musiker Beat Zeller hat bereits 1986 die Psychobilly-Garage-Blues-Trash-Punk-Band The Monsters gegründet und ist darüber hinaus sowohl als Wrestler als auch als Prediger durch die Welt gezogen. In seinen One-Man-Shows spielt er Primitive Rock ’n‘ Roll oder Blues Trash. Außerdem ist er der Kopf hinter dem Indie-Label Voodoo Rhythm Records, das für seine hochwertigen Veröffentlichungen im weiten Feld des Bereichs Rock ’n‘ Roll und Artverwandtem weltweit geschätzt wird.
Die Mexikanerin Izobel Garcia hat in zahllosen kurzlebigen Garage-Punk-Bands in Los Angeles gespielt, seit sie sechzehn ist. Ihre musikalischen Wurzeln liegen im Punk, im Blues, und der mexikanischen Ranchera Music, mit der Band Manos del Chango hat sie einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht.
Kennengelernt haben die beiden sich bei einer Garage Punk Show in Los Angeles und vom Fleck weg ihr gemeinsames Projekt gestartet. Am Schlagzeug sitzen beide, während der Reverend zusätzlich noch Gitarre spielt, bedient Garcia Orgel oder Synthesizer. Eingespielt wurde das Album baile bruja muerto abwechselnd in Italien, der Schweiz und L.A. Weiterlesen