EP: Idle Hands – Don’t waste your time

The Cure und Heavy Metal?

Idle_Hands_Cover[1]Nach dem Ende der traditionellen Heavy-Metal-Band Spellcaster hat deren Gitarrist Gabriel Franco nach einer neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeit gesucht, und das 2017 gegründete Projekt Idle Hands ist das Resultat davon. Er als Sänger schreibt die Songs und spielt Rhythmusgitarre und wird vom zweiten Gitarristen Sebastian Silva unterstützt. David Kimbro bedient den Bass, und Colin Vranizan an den Drums sorgt für die nötigen Rhythmen. Auf Youtube ist mir deren Song „Can you hear the rain“ aufgefallen, bei dem den Kommentaren nach nicht nur ich The Cure heraushöre. Und das in der Kombination mit Heavy Metal? Weiterlesen

CD: Holygram – Modern cults

Musik zum Schweben

cover_1535539084718647[1]Nach der Bandgründung 2015 erschien bereits ein Jahr später eine selbstbetitelte EP, und mit der im Gepäck begleiteten die Kölner Holygram die britische New-Wave-Legende OMD auf deren Europa-Tournee 2017. Marius Lansing spielt Gitarre und Bennett Reimann den Bass, Sebastian Heer sitzt am Schlagzeug, Pilo Lenger bedient die Synthesizer, und Patrick Blümel übernimmt den Gesang. Für das Debütalbum Modern cults haben sie als Verstärkung Maurizio Baggio engagiert, der mit The Soft Moon auch schon die Alben Deeper und Criminal aufgenommen hat. Aber genug Namedropping, wenden wir uns den modernen Kulten zu. Weiterlesen

CD: Horror Vacui – New wave of fear

Pizza Pasta Deathrock

NewWaveOfFear-CoverAus dem schönen Bologna stammen Horror Vacui, und nach den bereits veröffentlichten Alben In darkness you will feel allright (2012) und Return of the Empire (2014) ist dieses Jahr der dritte Longplayer New wave of fear erschienen. Höchste Zeit also, um die Death Rocker im Webzine näher vorzustellen. Masbucci und Marcia zupfen die Gitarren und Fabrizio den Bass, Aggio beackert die Felle und Frontmann Koppa steht am Mikrofon. Seit dem Konzert beim 10. Prager Gothictreffen (Link zum Bericht) haben Horror Vacui einen festen Platz in meiner Playlist. Im Sommer waren sie im Münchner Kafé Kult zu Gast und haben trotz erkältungsbedingter Stimmprobleme das Publikum begeistert. Weiterlesen

CD: The Vintage Caravan – Gateways

Eintauchen in die 70er-Jahre

The Vintage Caravan - Gateways - ArtworkThe Vintage Caravan sind mittlerweile alte Hasen im Geschäft, 2006 wurde das Trio vom damaligen Schlagzeuger Guðjón Reynisson sowie Sänger und Gitarrist Óskar Logi Ágústsson gegründet. Kurz darauf stieß Alexander Örn Númasson am Bass zur Band, und der Siegeszug der jungen Isländer, die sich unglaublich knackigem, groovendem Retrorock verschrieben haben, konnte beginnen. Zwölf Jahre später hält er immer noch an, personell ist bis auf den Einstieg von Stefán Ari 2015 am Schlagzeug auch alles beim Alten geblieben, und die drei Jungs haben sich einen verdammt guten Namen gemacht, vor allem als unermüdlich tourende Band mit hochenergetischen Auftritten, wie sie erst auf der kürzlich absolvierten Europatour mit Wucan und Black Mirrors wieder unter Beweis stellen konnten. Nebenbei finden die drei Isländer aber auch noch Zeit, Platten aufzunehmen, und mit Gateways steht seit August 2018 das vierte Album in den Läden. Hält es das hohe Niveau des Vorgängers Arrival? Kurz nach Veröffentlichung landete es immerhin schon auf Platz 75 der deutschen Albumcharts! Weiterlesen

CD: Emigrate – A Million Degrees

„… die Lust am Musikmachen …“

Emigrate_A-Million-DegreesGerade noch Rammstein, liegt jetzt Richard Z. Kruspe mit seinem Soloprojekt Emigrate im CD-Fach. Vier Jahre nach dem zweiten Album erschien am 30. November A Million Degrees, wieder mit gesanglicher Unterstützung von Margaux Bossieux, neu eingeladen wurden Ben Kowalewicz (Billy Talent), Cardinal Copia (Ghost) und Bandkollege Till Lindemann. Weiterlesen

CD: Eluveitie – Slania (10 years)

Happy Birthday Eluveitie!

Vor 10 Jahren brachten die Schweizer bei dem bekannten Label Nuclear Blast ihr Album Slania heraus, das nun neu remastert wurde und im neuen Glanz erstrahlt. 2008 hatte die Combo schon diverse Imagewechsel hingelegt, mit Slania schlugen sie die etwas härtere Folk-Metal Richtung ein. Da ist es kein Wunder, das ausgerechnet dieses Album wieder veröffentlicht wird.

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CD: The Whiskey Foundation – Blues and Bliss

Seligkeit im Glas und in den Ohren

Stellt euch vor, ihr sitzt in Chicago in einer Bar, draußen ist es dunkel, neben euch sitzt ein Gangster im dunklen Anzug mit Zigarre im Mundwinkel, vor sich ein Tumbler mit Whiskey, die Eiswürfel klingeln leise, wenn er daraus trinkt. Genau diese Atmosphäre erschafft die Münchner Band The Whiskey Foundation mit einigen der Songs auf ihrem neuen Album Blues and Bliss. Die Band bewegt sich scheinbar mühelos zwischen Blues, Jazz und Psychedelic Rock, verschmilzt diese Stile und bringt sie ins 21. Jahrhundert. Weiterlesen

CD: Coma Alliance – Weapon of choice

The birth of a dream

coma allianceWenn man ein Album etliche Tage in Dauerschleife hört, dabei nicht einen einzigen Titel auslässt, weil jeder ein einmalig schöner Hörgenuss ist, diese Sogwirkung auch nach zigmal anhören nicht weniger wird, weil es in den tief verwobenen elektronischen Klangteppichen immer wieder Neues zu entdecken gibt, dann muss man ein geniales musikalisches Werk in den Ohren haben. Weapon of choice hat genau diese großartige Wirkung. Torben Wendt (Diorama) und Adrian Hates (Diary of Dreams) präsentieren uns mit ihrem gemeinsamen Projekt Coma Alliance ein düsterschönes und soundgewaltiges Debütalbum mit Suchtpotential. Wie klingt die von vielen Fans mit Spannung erwartete Alliance beider Künstler?

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CD: Johan Baeckström – Utopia

„Good Music“

… ist oft schwer zu finden, mit Johan Baeckström (ebenso Bandmitglied von Daily Planet) bietet sich eine sehr gute Auswahl an Synthpop-Tracks an. Er nimmt uns mit seiner weichen Stimme mit nach Utopia, seinem zweiten Soloalbum, das von einem großen Erfahrungsschatz und Experimentierfreudigkeit an unterschiedlichen Synthesizern belebt wird. Weiterlesen

CD: Triddana – Rising from within

Pipe for me, Argentina!

Triddana_CoverTriddana – das sind vier Argentinier, die Rock/Metal mit Scottish Folk mischen, Dudelsack inklusive. Argentinien? Scottish Folk? Ja, das funktioniert. Triddana – vom irischen „troideanna“, „Kämpfe“ – haben sich 2011 aus Skiltron heraus gebildet, einer Band, die ebenfalls Metal mit Celtic Folk mischt. Der Stil ist ähnlich, textlich gibt es doch ein paar Unterschiede, und insgesamt haben Triddana die mitreißenderen Melodien – im fast direkten Live-Vergleich (Skiltron, Free & Easy 2016 / Triddana, Free & Easy 2018) von mir getestet. Nach Ripe for rebellion, The power & and the will und einem Akustikalbum haben die vier Argentinier 2018 ihr drittes, reguläres Album Rising from within herausgebracht, das von den Fans schon sehnsüchtig erwartet wurde. Weiterlesen