Wie heißer Sommerasphalt

CD-ClosedMouth-ConversationPieceClosed Mouth wurde 2019 von dem Musiker Yannick Rault ins Leben gerufen, nachdem er zuvor mit verschiedenen Bands wie Triple Sun, Bluebeard’s Castle, So What ?, Sander & Melody und Twenty Years aktiv gewesen war. Mit Conservation piece veröffentlicht er bereits sein drittes Album, das über Icy Cold Records erschienen ist. Dennoch sind über Rault als Person kaum Informationen im Netz zu finden, also spare ich mir weitere einleitende Worte und lasse einfach die Musik auf mich wirken. Weiterlesen

Ganz anders und doch typisch

Eine neue Sendung von Welle:Erdball ist am 20.11.2020 erschienen. Gewohnt ist man minimalen Electro-Stil, und was erwartet uns diesmal? Eine Neuauflage alter Songs kombiniert mit Neuem und neu arrangiert mit Orchester, das klingt vielversprechend, also hören wir mal rein! Weiterlesen

Black Metal with a twist

Wayfarer_CoverWayfarer kommen aus Denver/Colorado, und das sind schon mal gute Voraussetzungen. Diverse spannende Bands stammen aus der Ecke, zum Beispiel 16 Horsepower bzw. Woven Hand, im Metalbereich Velnias, Blood Incantation oder auch Khemmis. Wayfarer haben sich der epischen Spielart des Black Metal verschrieben, mit ordentlicher Post-Black-Metal-Schlagseite und überlangen Songs. A romance with violence ist der vierte Longplayer das Quartetts und beschäftigt sich wie schon die Vorgänger inhaltlich mit dem ganz und gar nicht romantischen Wilden Westen, sondern seiner blutigen und gewalttätigen Geschichte. Auch die weiten Ebenen ihrer Heimat sind ein Motiv, das musikalisch umgesetzt wird. Genug, um mich mehr als neugierig zu machen und um vielleicht herauszufinden, warum mir die Band bisher entgangen ist. Weiterlesen

Prog-Rock

Insa Reichwein, die Songschreiberin und Frontfrau von Pinski, lässt sich von vielen unterschiedlichen Musikern inspirieren, wie sie uns im Band der Woche Interview verraten hat, und genau das hört man auch auf ihrer zuletzt Ende November erschienenen EP we all stole from the appletree: eine große Portion Progressive Rock gemischt mit Pop und einer Prise Elektronik. Weiterlesen

Brave new world

So schön der Titel der Band klingt, so schön ist auch die Entstehungsgeschichte. I want poetry wurde Anfang 2018 von der Sängerin Tine von Bergen und dem Pianisten Till Moritz Moll gegründet. Die beiden kommen aus Dresden. Der Name stammt aus einem Zitat aus dem Roman Schöne neue Welt von Aldous Huxley: „But I don’t want comfort. I want God, I want poetry, I want real danger, I want freedom, I want goodness, I want sin.“ Schön, oder? Weiterlesen

Dampframme vom Feinsten

Benediction-ScripturesBenediction – Oldschool-Deather bekommen bei diesem Namen erhöhten Blutdruck, und die Nackenmuskeln zucken unkontrolliert. In den Neunzigern haben die Briten ein phänomenales Todesblei-Album nach dem anderen rausgehauen, wir erinnern uns an Großtaten wie The grand leveller oder Grind bastard. In den Zweitausenderjahren wurde es dann ruhiger, Ur-Sänger Dave Ingram wurde von Dave Hunt abgelöst, das Leben hat sich auch eingemischt, sodass nur noch alle paar Jahre ein neues musikalisches Lebenszeichen auf den Markt kam – das letzte, die Scheibe Killing time, 2008! Es wird also wirklich Zeit für eine ordentliche Portion tiefergelegten Groove – eines der Trademarks von Benediction. Hat sich was verändert? Weiterlesen

Play it loud and be ready!

32 Jahre lang war Phil Campbell der Lead-Gitarrist von Motörhead. Nach dem traurigen Bandende besann er sich auf seine eigenen Wünsche, veröffentlichte 2018 zusammen mit seinen Söhnen und Neil Starr ein Debütalbum unter dem Bandnamen Phil Campbell and the Bastard Sons und 2019 ein Album unter eigenem Namen in Zusammenarbeit mit vielen bekannten Köpfen aus dem Rockfach (Old lions still roar). We’re the Bastards zeigt im CD-Titel schon auf, dass die einmal beschrittenen Pfade ausgeweitet wurden. Musik ist eben Phils Passion und mit den neuen erdigen und zeitlosen Rocksongs bleibt er seinem Genre treu und bereitet seinen Fans eine große Freude. Weiterlesen

Schwarz, schwärzer, am schwärzesten

Witchcraft-Black-MetalWitchcraft – das ist der Schwede Magnus Pelander samt wechselnder Bandmitglieder. Ursprünglich im Jahr 2000 als Doom-Band – als Tribut an Pentagrams Bobby Liebling sowie an Roky Erickson – gestartet, hat sich der Sound in den folgenden Jahren immer mehr hin zu 70ies-Retro-Rock gewandelt. Das vierte Album Legend , 2012 bei Nuclear Blast erschienen, war dann auch ein astreines Retro-Album mit begnadeten Melodien, das bei mir damals wochenlang in Dauerrotation lief. Der Nachfolger Nucleus fiel dann etwas verschrobener und schwerer zugänglich aus – und auch wieder etwas lärmiger. Jetzt gibt es Black Metal, und die logische Konsequenz wäre ja dann tatsächlich ein lautes Metalalbum, oder? Naja, fast. Weiterlesen

Düstere Perfektion

Avatarium-the-fire-I-long-forDie Zeit vergeht so schnell, dass meine Schweden-Doom-Rock-Lieblinge Avatarium schon wieder was Neues rausgebracht haben (den Live-Mitschnitt ihres Konzertes in Stockholm im Januar 2020, An evening with Avatarium, erschienen am 04.12. bei Nuclear Blast), bevor ich noch die Gelegenheit hatte, The fire I long for ausführlich zu besprechen. Jetzt ist schon ein Jahr vergangen, das von vielen Dingen – vor allem natürlich die Corona-Pandemie – verschluckt wurde, das trotz aller Stagnation rasend schnell verging. Gute Musik verjährt aber zum Glück nicht, weshalb ich euch The fire I long for trotzdem noch mal kurz in Erinnerung rufen möchte – und vielleicht ist die Zeit, bis man diese Ausnahmeband mit dem Album dann live sehen kann, dann auch nicht mehr so furchtbar lang. Hoffen wir das Beste. Weiterlesen

Gefühlschaos

FragileChild lässt einen gefühlsmäßigen Sturm aufkommen, der sich bis zum Hurricane steigert. Diese EP gibt es in unterschiedlichen Songzusammenstellungen über Bandcamp seit 20. November zu kaufen. Weiterlesen