Es sprechen die dunklen Seiten der Achtziger

Fall-ShockFall Shock ist eine italienische Band, die 2018 von Francesco Kay, einem Ghost Producer, Sänger und Schlagzeuger in Personalunion, gegründet wurde. Kurz darauf trifft er den Death Metal Gitarristen Markus O., gemeinsam haben sie den Sound vom Debütalbum Interior entwickelt, das unlängst bei Manic Depression Records erschienen ist. Der Tod mag vielleicht vorhanden sein, doch Metal sucht man dabei vergeblich. Stattdessen wagen sie den Tanz auf dem schmalen Grad zwischen Darkwave und Synthiepop. Weiterlesen

Dark as a crypt

Die persönlichen Informationen zu dem Hamburger Dark sind nur spärlich vorhanden, eigentlich gar nicht. Ein bisschen geheimnisvoll ist das schon, aber er lässt scheinbar lieber seine Musik für sich sprechen. Geschrieben hat er die Songs in Eigenregie während des Lockdown Sommers, und über die sozialen Medien wurde schließlich das DIY-Label Young & Cold Records auf ihn aufmerksam. Veröffentlicht wird das Minialbum konsequent retro und oldschool auf Tape. Das Cover ziert dabei übrigens das kanadische Gothic Model Madame Absinth, die auch im Video die Hauptrolle inne hat. Weiterlesen

Wie eine Abrißbirne

Paranoid-OutRaisingHell_ALBUM-front_klein偏執症者 (Paranoid) aus dem schwedischen Frösön begeisterten mich bereits mit ihrem letzten Album Heavy mental Fuck-Up! (Link zur Rezension). Nur zu gern mache ich mich nun über ihr neuestes Werk, Out raising hell, her. Das Trio ist unverändert geblieben, dabei sind also Henrik Låsgård mit Gitarre und Gesang, Joakim Staaf-Sylsjö mit Bass und Gesang und Schlagzeuger Emil Bergslid, die vorher schon bei Bands wie Mob 47, Brottskod 11 und Warvictims gespielt haben. Der japanische Einfluss ist sofort auf dem Cover erkennbar: ein dämonischer Samurai-Krieger, der ein Nieten-Outfit wie von JudasPriest-Sänger Rob Halford trägt. Metal, Japan und Crust Punk – die dritte, bitte. Weiterlesen

No Place for Hope

Schweden ist bekanntlich ein führendes Land auf der Metal-Landkarte. Dieses Land kann aber auch anders! Schweden besitzt eine weit zurückgehende Doom bzw. Melancholic Metal Historie. Man denke an Acts wie Katatonia, Lake of Tears oder auch die göttlichen Tristitia. Seit Ihrer Gründung im Jahre 1994 sind Draconian definitiv in einem Satz mit eben jenen Bands zu nennen. Ihr Album Sovran (hier entlang) erschien vor fünf Jahren, diese Zeit hat sich jedoch sehr positiv auf ihr vor wenigen Tagen erschienenes neues Album Under a godless veil ausgewirkt. Ich mag Doom mit Gothic Einschlag und einem heavenly Voices Gesang, und so war ich total gespannt, ob mich das neue Material genauso catched wie ihre Vorgänger. Weiterlesen

Eine unnachahmliche Stimme, eine Gitarre und ein Klavier

Heinz Rudolf Kunze hat 36 Studioalben herausgebracht, zahlreiche Bücher geschrieben und unzählige Konzerte bestritten. Seine markante Stimme und einzelne Songs, die man im Radio immer wieder hören kann, beeindrucken mich seit Jahren. Und jetzt, nach fast 40 Jahren, brachte er die Live-CD Wie der Name schon sagt – Solo live am 13. November heraus. Ich wollte mir mal einen Überblick über sein musikalisches Schaffen machen und habe mir dieses besondere Album angehört. Weiterlesen

40 Jahre Extrabreit

cover-Extrabreit-Auf-Ex-„Ich bin haaart wie Marmelade, ich bin zäääh wie Himbeergelee…“ Sorry, ich konnte nicht anders. Aber natürlich haben Extrabreit noch viel mehr Hits im Laufe ihrer nunmehr vierzigjährigen Bandgeschichte geschrieben, alleine schon, wenn man die legendären Zusammenarbeiten mit Hildegard Knef, Marianne Rosenberg und Harald Juhnke bedenkt. Nach zwölf Jahren erscheint pünktlich zum Jubiläum das 13. Album Auf Ex! am 13.11.2020, das natürlich 13 Songs beinhaltet. Extrabreit, das sind heute die drei alten Breiten Sänger Kai Havaii, Gitarrist Stefan Kleinkrieg und Drummer Rolf Möller, sowie die beiden Neuzugänge Gitarrist Bubi Hönig und Bassist Lars Larsson, die allerdings auch schon seit 2002 fest zur Band gehören. Also dann, Auf Ex! Weiterlesen

Ein Brief vom Boss

Es gibt Neues vom Boss! Letter to you, sein 20. Studioalbum ist da! Er hat es innerhalb von fünf Tagen live eingespielt, bei sich zu Hause mit der legendären E Street Band, den Musikern und Freunden von Bruce Springsteen, mit denen er schon etliche Alben aufnahm und unzählige Konzertabende verbrachte. Es ist das erste gemeinsam live eingespielte Studioalbum nach Born in the USA. Das ist jetzt 36 Jahre her, dieses Album, das immer noch in aller Munde und in allen Gehörgängen ist mit seinen Klassikern wie dem Titelsong, dann „Glory days“, „I’m on fire“ und „Dancing in the dark“. Man kommt sich schon ein ganz klein wenig alt vor, wenn man das alles schon miterlebt hat. Schließlich ist man nicht mehr die Allerjüngste. Aber das sind die Herrschaften der E Street Band auch nicht. Vor der Veröffentlichung konnte man sich schon auf Youtube einen kleinen Teaser zur Entstehung des Albums ansehen, das die Band zusammen mit ihrem Boss zeigt. In gnädigem Schwarzweiß, in kernige, hemdsärmelige Holzfällerhemden gekleidet sieht man dennoch, dass sie allesamt in einem normalen Berufsleben schon längst Rentner wären, auch der 71-jährige Springsteen, obwohl an ihm der Zahn der Zeit langsamer zu nagen scheint.

Weiterlesen

Das große Kopfschütteln

Neck_Cemetery-BIACNeck Cemetery entstammen Köln und dem Ruhrgebiet und haben sich zwar erst 2018 gegründet, sind jedoch keine unerfahrenen Neulinge in der Musiklandschaft. Sänger Jens Peters war zuvor bei Aleatory und Season Of Flames aktiv, Gitarrist Boris Dräger bei Black Sheriff. Yorck Segatz spielt aktuell bei Sodom Gitarre und früher bei Beyondition, Bassist Matt Hauser ist auch bei Hornado aktiv und Drummer Lukas Strunck bei Black Sheriff. Gemeinsam frönen sie ihrer Leidenschaft für den guten alten Heavy Metal und agieren dabei so trve und authentisch, wie nur irgend möglich, und davon möchte ich mich mit Born in a coffin überzeugen. Gastauftritte liefern hierbei Chris Boltendahl (Grave Digger) sowie Gitarrist Michael Koch (Ex-Atlantean Kodex).
Das bemerkenswerte Albumcover stammt übrigens von Besil Wrathbone, der mit seiner Kunst auch schon für Sodom und die Kult-Skateboardmarke Koloss tätig war. Weiterlesen

Ein Gruß aus der Vergangenheit

Einen Vorgeschmack zum neuen Longplayer Schicksalsmelodien von Eisbrecher gab es bereits über die Videos zu „Skandal im Sperrbezirk“ und „Anna Lassmichrein Lassmichraus“. Die Titel kommen euch evtl. bekannt vor? Ich kenne die Gassenhauer noch im Original von Spider Murphy Gang und Trio. Was schließen wir daraus? Richtig, Noel Pix und Alex Wesselsky haben sich an ihre Lieblingssongs aus der weiteren und näheren Vergangenheit erinnert und diese mit einem Eisbrecher-Kleid überzogen. Klingt das gut? Weiterlesen