Geheimtipp für Celtic Rock?

Diese Woche haben wir euch bereits die italienische Band Uncle Bard & the Dirty Bastards im Band der Woche-Interview vorgestellt. (hier gehts zum Interview) Seit heute kann man ihre aktuelle Platte The men beyond the glass erwerben, und wir haben schon mal reingehört:

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Und sollst finden den Weg in der Nacht

Dämmerstund-CoverAn Pagan Metal scheiden sich ja schnell die Geister. Manche Bands setzen extrem auf den Spaßfaktor und wollen eine feuchtfröhliche Trinkhornparty feiern, mit Schunkelmelodien und viel „Ho ho ho“, vergessen aber dabei so ein bisschen den Pagan-Aspekt an dem Ganzen. Andere setzen mehr auf Inhalt und komplexere Songstrukturen, sprechen damit aber auch wieder ein fast völlig anderes Publikum an. Viele halten Pagan Metal gleich generell für überholt und ausgelutscht, und die einschlägigen Genrevertreter haben eh schon alles durchgekaut, was es hierfür je zu sagen gab. Ich persönlich finde, es gibt in jedem Genre Bands, die auch nach diversen Jahren noch relevant sind, und es gibt auch überall immer wieder frischen Wind mit ganz eigener Note. Bisher ist das dem Fünfer Mornir (der im Moment zum Vierer geschrumpft ist) meiner Meinung nach hervorragend gelungen, mit der EP Entfesselt aus dem Jahr 2015 und der letztjährigen Single „Hexer“, die mir mächtig Spaß gemacht hat. Jetzt ist es endlich soweit, und mit Dämmerstund liegt der erste Longplayer der Formation vor. Weiterlesen

Echter Rock stirbt nicht aus

Funny Love Painful veröffentlichten im Oktober 2019 nach drei vorangegangenen Alben und einer EP ihr Album No shadow without light. Die vierköpfige Band aus dem Raum Aukrug in Schleswig-Holstein spielt mit wechselnden Schlagzeugern seit Mitte der Neunziger zusammen, mit einer Unterbrechung von 2008 bis 2018, und können auf einige Live-Gigs zurückschauen. Mit der neuen Platte, die im heimischen Studio aufgenommen wurde, soll nochmal richtig Gas gegeben werden. Weiterlesen

Könige der Tristesse

Seit Jahren höre und liebe ich My Dying Bride über alles. Über die Britische Doom/Death Metal Institution, die auf das stolze Gründungsjahr 1990 zurück blickt, braucht man nicht allzu viele Worte zu verlieren. Viele Bands haben sie mit ihrem Sound beeinflusst, man denke an Saturnus, Insomnium und ähnlich der Melancholic Metal Sparte zugeordnete Formationen. Der Labelwechsel von Peaceville Records zu Nuclear Blast war ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung. Nun also ist Album Nummer 14, The Ghost of Orion, erschienen und nicht nur ich habe mich gefragt, wie denn der Sound auf dem neuen Album ist. Weiterlesen

He’s a Wanker

Fuctifano42 Jahre sind Peter And The Test Tube Babies nun schon aktiv, und damit sind sie eine der letzten aktiven Bands aus der ersten Welle des Punk. Die beiden Gründungsmitglieder Sänger Peter Bywaters und Gitarrist Derek Greening alias Del Strangefish werden durch Bassist Nick Abnett und Sam Fuller am Schlagzeug ergänzt. Drei Jahre sind seit dem letzten Album That Shallot (Link zur Review) vergangen, und so freue ich mich auf ein neues Lebenszeichen abseits der alljährlichen Tournee in der Vorweihnachtszeit. Fuctifano heißt das neue Album, das im März erschienen ist. Weiterlesen

Yes, they can

Oftmals wurde den Musikern von The Night Flight Orchestra gesagt: „You can’t do that“. Gemeint waren unter anderem die Hinwendung zum Classic Rock als Metal-Heads oder das Entwerfen einer Raumschiff-Oper. Aber genau das ist es, was ihren Erfolg seit einigen Jahren ausmacht. Aeromantic, veröffentlicht Ende Februar, geht genau diesen Weg weiter. Sie bewegen sich mit ihrer neuen CD wieder zwischen der Erde und dem Himmel, erzählen über den unvermeidlichen Herzschmerz, die endlose Sehnsucht, die vergebliche Nostalgie und die gelegentlichen Momente der Euphorie. Ich bin gespannt auf die neue Reise. Weiterlesen

Dystopie und Himmelreich zugleich

 

Myopia? „Kurzsichtigkeit“ wirft mir Wikipedia hier aus. In Wirklichkeit waren es aber Schlafprobleme, die Agnes Obel hatte. Wenn man nachts nicht mehr zur Ruhe kommt, kann es schon zu Situationen kommen, in denen man nicht richtig schläft, sondern eher dahindämmert. Wegen Müdigkeit sieht man alles wie durch einen Nebel. Schlaf und Tod sind nicht weit voneinander getrennt. Stimmung: morbide.

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Aus dem Land der 1000 Seen

Finnland bringt seit mehreren Jahrzenten eine Black-Metal-Band nach der anderen hervor, und jedes Mal frage ich mich, ob Finnen auch etwas anderes machen als nur Instrumente zu spielen. Bands wie Beherit waren mein Einstieg in die finnische Szene. Ende Januar dieses Jahres ist das Debütalbum einer weiteren ersklassigen Band namens Marrasmieli, Between land and sky über das Label Naturmacht Productions erschienen. In den manchmal recht waghalsigen Beschreibungen der Waschzettel als Atmospheric / Pagan Black Metal angekündigt (also genau meins) bin ich natürlich mit großen Erwartungen an die Scheibe herangegangen, denn Finnland bedeutet viel Melodie und immer ein wenig Verzweiflung. Sollte ich recht behalten? Weiterlesen

Harte Sprache, weicher Kern

dogs-in-treesHeute möchte ich noch einen Nachzügler präsentieren, denn manchmal passt es zeitlich einfach nicht, und dann bleibt schon mal etwas liegen, dem man sich trotzdem hätte widmen wollen.
Ob Hunde nun wirklich auf Bäume klettern, sei einmal dahingestellt. dogs in trees aus dem polinschen Gdynia können jedenfalls so einiges. Die Band besteht seit 2010 und hatte nach einigen EPs 2015 ihr erstes Studioalbum pióra mew veröffentlicht. Seit letztem Sommer ist auch ihr aktuelles Album echo erhältlich, das in einer Zusammenarbeit von Icy Cold Records und Alchera Visions erschienen ist. Sänger Paveł Goździewicz, der auch Gitarre und Synthesizer übernimmt, Arkusz Książczak am Bass und Schlagzeuger Tymek Lasota haben sich ganz den dunkleren Emotionen verschrieben, die atmosphärisch umgesetzt werden. Weiterlesen

DURCHHALTEN – aber nicht ohne Spaß!

Luftkraft_Feine_Nudeln_KlopapierLuftkraft erklärt dazu:
Die meisten Ideen verschwinden ganz schnell wieder. In diesem Falle wurde eine ganz schnell Realität. Mittags begonnen, gegen Mitternacht
waren Song und der dazugehörige Videoclip fertig gestellt. Das ist die kurze Geschichte der Single „Feine Nudeln Klopapier“.
Motiviert von der universellen Panik, die das Land ergriffen hat, und entnervt von den permanenten Bildern leerer Nudel- und Klopapierregale ging Cris „HC Luvcraft“ Frickenschmidt ans Werk. Minimal und kompromisslos ist das gehörte Ergebnis. Ein tanzbarer Track mit Ohrwurmcharakter, der ein kleines Amüsement in einer ungewöhnlichen Zeit sein möchte. Nicht mehr, nicht weniger.
Bleibt gesund – und tanzt einfach weiter! Weiterlesen