CD-Review: Absent/Minded: Earthtone (VÖ: 12.07.2013)

Erdige, dunkle Klänge aus Franken

earthtone-cover
Absent/Minded ist ein Quartett aus Bamberg, das sich einer Musik verschrieben hat, die sehr eigenständig und ungewöhnlich ist. Die Mischung aus Sludge, Doom und Postcore Metal, die uns die Franken auf ihrem zweiten Album Earthtone bieten, ist aber dennoch richtiggehend organisch zu nennen, die Elemente greifen reibungslos ineinander und erzeugen eine düstere Stimmung, nicht unähnlich einer Sepia-Fotografie eines verlassenen Landstriches, einer Wiese vielleicht mit hüfthohem, verdorrtem Gras. Wie die vier Bandmitglieder Jürgen, Uwe, Stevie und Michael so ticken, haben sie uns bereits im Kurzinterview verraten, als wir Absent/Minded als Band der Woche vorgestellt haben. Genug der Vorrede, allerhöchste Zeit, ins aktuelle Album Earthtone reinzuhören! Weiterlesen

CD-Review: InfiNight – The Vision

In der Kürze liegt die Würze oder
das powermetalische Appetithäppchen

 

 

 

Die fünf Saarländer von Infinight, einer Powermetalband, die 2001 gegründet wurde, haben ihre neue EP The Vision vorgestellt. Eine EP ist ein Zwischending aus Single und Album. Hier besteht sie aus fünf Titeln, wobei es eigentlich nur drei „richtige“ Songs sind, die zwei verbleibenden gehen wohl eher als Intros oder Lückenbüßer durch, ohne das abwertend zu meinen. Dachte sich wohl auch die Band und hat sie deshalb nicht an den Anfang bzw. das Ende gestellt, sondern als zweites und als drittes Stück platziert.

 

Weiterlesen

,

CD-Review: Burning Shadows – Gather, Darkness!

Abgebrannte Schattenburning_shadows_gather_darkness_cover

Ihrem zweiten Album Gather, Darkness! haben die Power Metaller von Burning Shadows das Prädikat „Konzept-Album“ verliehen, denn die Jungs aus Washington DC fahren mit etwas eher Ungewöhnlichen auf. Sie haben ihr Album in vier Abschnitte (eine Ouvertüre und drei Akte) unterteilt, was Gather, Darkness! im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Metal-Oper macht. Namensgebend für das Album und Hauptthema ist der Science Fiction-Roman Gather, Darkness! von Fritz Leiber, der als Wegbereiter dieses Genre angesehen wird.
Die Frage ist nun: Geht dieses Konzept am Ende auch zugunsten von Burning Shadows auf? Ich möchte dem nicht vorgreifen, sondern die Sache von vorn her aufrollen. Weiterlesen

CD-Review: Secrets of Sin – Future Memories (VÖ: 30.08.2013)

Schlagzeug und mehr

 

secrets_of_sin-future_memories_cover_kleinSecrets of Sin sind derzeit eine sechsköpfige Symphonic-Metal-Gruppierung aus Baden-Württemberg, die orchestrale Elemente in ihre Songs integriert. Warum derzeit? Bei der Ausgabe Ihrer Demo-EP Fairytales belief sich die Besetzung auf fünf Jungs, bei der Arbeit zu Future Memories kam weibliche Unterstützung dazu, allerdings ist ihnen jetzt ihr Bassist abgesprungen, für den sie derzeit einen Ersatz suchen.
Aber es gibt Wichtigeres, wie zum Beispiel ihre Musik. “Drown into the tale of Gamble and Pulse and their fight against the oppression of the mighty Joker” – dies ist eine interessante Grundidee des Albums und gilt es im Blick zu behalten. Weiterlesen

CD-Review: Lord of the Lost – We give our hearts

Schreiender Wahnsinn auf St. Pauli

lotl-we-give-jpg
Braucht man ein Live-Album? Viele meinen ja, manche sagen vielleicht und es gibt wohl nur ganz wenige, die diese Frage verneinen. Live-Alben scheinen eine Notwendigkeit zu sein, die das Bedürfnis des Fanatikers nach einem endlosen Konzert befriedigen. Genau das will man doch: In der ersten Reihe stehen, die Band sehen und spüren, ihren Schweiß riechen, ihre Stimmen hören, die kleinen Ticks wahrnehmen und immer zur Musik tanzen und headbangen sowie sich ganz dem Auftritt hingeben. Klingt etwas geschwollen, aber so weit hergeholt ist das gar nicht. Denn tatsächlich fordert ein Großteil der Fangemeinde von seiner Lieblingsband ein Live-Album, und so hat sich auch eine Gruppe aus Hamburg dem Wunsch gebeugt und ein Konzert mitgeschnitten.
Weiterlesen

,

CD-Review: Schadstoff – Verdammt Laut!

Wie Lärmverschmutzung auch Spaß machen kann

Schon einmal versucht, eine Band mit wenigen Worten zu beschreiben? Worte wie puristisch, direkt, ehrlich und handgemacht treffen auf eine Band aus unserem schönen München definitiv zu: Schadstoff. Drei Jungs, mit Namen Sepp Fürst, Harry Buser und Piti Rocker haben sich Gitarre/Mikro, Bass und Schlagzeug geschnappt, ihren sägenden Punk ’n‘ Roll-Sound genommen und eine CD eingespielt: Verdammt Laut! Und das ist die Beschreibung und der Name des Erstlingswerkes der Herren von Schadstoff.

 

Front_verdammt_laut

 

Weiterlesen

CD-Review: Powerwolf – Preachers of the Night

Im Namen des Herrn

powerwolfZwei Jahre ist es her, dass Powerwolf mit ihrem Album Blood of the Saints die Massen begeisterten. Die Power-Metal-Band preschte nach vorne und direkt in die Gehörgänge zahlreicher neuer Fans, die von der Kraft der Songs und den ausgefeilten Melodien überwältigt waren. Hinzu kamen die Auftritte, die wie Messen anmuteten. Wenn Attila Dorn die Bühne betritt, schwebt ein leichter Nebel, der an Weihrauch erinnert, über die Bühne, Choräle erklingen, und er schreitet so erhaben voran wie der Papst. Powerwolf schaffen es aber trotz aller Parodie, ihre Auftritte und Musik nicht als billigste Blasphemie darzustellen. Im Gegenteil, gibt Gitarrist Matthew Greywolf doch zu, regelmäßig in der Bibel zu lesen. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass in vielen Songs Anlehnungen an die Heilige Schrift zu finden sind. Weiterlesen

CD-Review: Dark Tranquillity – Construct

Ein Konstrukt düsterer Emotion

 

„It twists and turns into something that is not to be“ – das sind die ersten Worte, die einem Mikael Stanne entgegen schreit, wenn man die aktuelle CD Construct von Dark Tranquillity in den Player schiebt. Allerdings ist die Zeile bestimmt nicht auf das Album bezogen, denn es ist gewiss etwas, dass sein darf und soll.

DT-Construct2013

Weiterlesen

CD-Review: The Last Warning – Progression

Ein bisschen was von allem

thelastwarning_progression_cover
Thrash, Groove, Death – Subgenre des Metal, die The Last Warning aus Österreich in ihrem neuen Album Progression untergebracht haben. Alles zusammen ergibt eine brachiale Mischung, die jeden Metal-Fan beglücken dürfte. Weiterlesen

CD-Review: Agathodaimon – In Darkness

Höllenfahrten

agathodaimon_indarkness_cover

Agathodaimon haben sich durch eine Annonce gefunden. Schlagzeuger und Gitarrist der Formation aus Mainz suchten und fanden auf diese Weise einen fähigen Sänger und einen guten Bassisten. Schnell stieß noch ein zweiter Gitarrist dazu und komplettierte die Band, die sich zu Beginn noch stark dem Black-Metal verschrieben hatte, diese Elemente aber nach den beiden Demos aus ihrem Stil verbannte. Mittlerweile existiert die Band seit 18 Jahren, kann auf zahlreiche Veröffentlichungen auf Samplers zurückblicken, fünf Studioalben, einen Vertrag mit Nuklear Blast und unvergessene Auftritte auf Wacken, dem WGT und bei einigen Touren. Auf das neue Album mussten die Fans allerdings einige Zeit warten. Agathodaimon haben sich damit Zeit gelassen, zwischenzeitlich einen neuen Gitarristen in ihre Reihen aufgenommen und präsentieren nun endlich In Darkness. Weiterlesen