CD-Review: Cardillac Complex – Forgotten Reasons

Orientierungsphase

Sie sind jung, willig und bringen einen starken Mix aus Gothic Rock und Melodic Metal mit: Cardillac Complex aus Münster könnten der neue Stern am Musikhimmel werden. Mit ihrer Debüt-EP Forgotten Reasons zeigt das Quintett, wohin es gehen soll und stellen sich vor. Weiterlesen

CD-Review: Stahlmann – Adamant (VÖ: 19.04.2013)

Stahlmann und noch mehr Liebe

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Angefangen hat der Erfolg der 2008 gegründeten Gruppe Stahlmann um Frontmann Mart mit der Debüt-EP Herzschlag und dem 2010 veröffentlichten Debütalbum Stahlmann. In den letzten Jahren hat die Band ihre Wirkung auf das Publikum in Klubs, als Support für unter anderem Eisbrecher und Mono Inc. sowie auf Headlinertouren nicht nur durch Deutschland eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die neue CD Adamant.
Mit Stahlmanns Quecksilber im Ohr ist es nicht leicht sich vorzustellen, wie hart Adamant für diese Band sein wird. Ernüchternd, dass es keinen Unterschied gibt. Der Sound ist nicht viel anders, die Texte eher zahmer. Für Fans dürfte es neues Ohrwurmfutter sein, zum Anfüttern scheint es weniger geeignet.
Treibender Rhythmus ist fast allgegenwärtig, Alleingänge der Instrumente selten und eher kurz. Liebe und Begierde ziehen sich durch das gesamte Album, wobei mehr als eine Facette an-, aber leider nicht durchleuchtet wird. Weiterlesen

CD-Review: Suffering Souls – Sadistic Goat Complex (VÖ: 13.11.2009)

Hervorragender Melodic Black Metal made in Bavaria!

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Es passiert ja nicht oft, dass man, nichts ahnend, eher wenig erwartend, auf „Play“ drückt – und aus den Socken gehauen wird. Mir ging es zuletzt so mit Sadistic Goat Complex von Suffering Souls. Die Scheibe kam bereits 2009 heraus und ist die bislang letzte in einer ganzen Reihe von Veröffentlichungen, für die sich Lord Esgaroth, musikalisches Mastermind und einziges dauerhaftes Mitglied der Band, seit 1994 verantwortlich zeichnet.

Mich jedenfalls beschlich schon beim Anblick des düsteren, gigeresquen Covers schon die Ahnung, dass diese CD etwas für mich sein könnte. Weiterlesen

CD-Review: Norse – All is Mist and Fog (VÖ: April 2013)

Technisch versiertes Todesmetallnorse_cover

Der Name. Der Titel. Das Cover. Seltsam geschminkte Männer mit langen Haaren. Alles lässt einen rein optisch an den düsteren Norden, Norwegen, denken, vielleicht im nebligen September, den schon Darkthrone so schön besungen haben.
Weit gefehlt: Norse ist ein Zwei-Mann-Projekt aus – haltet euch fest – Australien, bestehend aus Gitarrist und Sänger Treelo Harrington und Drummer Robin „Frog“ Stone. 2006 machten sie erstmals mit ihrer Debut-EP The Unrelenting auf sich aufmerksam, 2008 folgte, nach unzähligen Konzerten in ihrer Heimat, dann das Debut-Album Hellstorm. Jetzt liegt das zweite Album der Nordmänner vor. Weiterlesen

CD-Review: Cultus Ferox – Beutezug (VÖ: 1.3.2013)

cultusWenn Freibeuter nachdenklich werden

Cultus Ferox (lat. „wilde Lebensart“) ist eine Band, deren Mitglieder auf verschiedenen Hochzeiten tanzen. Nein, damit ist nicht gemeint, dass es sich um ein Band handelt, die man für ein solches Ereignis buchen kann (zumindest ist das bis dato nicht bekannt), sondern bezieht sich auf die Zusammensetzung. So kann der eine oder andere bei Corvus Corax, Tanzwut oder Wolgemut wiedererkannt werden. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum es nicht verwunderlich ist, dass sich diese Gruppe immer weiter entwickelt und neue Impulse deutlich zu hören sind.
Leider scheint es auch einen Nachteil zu geben, denn nachdem zwischen 2003 und 2007 sieben Tonträger erschienen sind, dauerte es sechs Jahre bis zum achten, dem hier vorgestellten Beutezug. Weiterlesen

CD-Review: D-A-D – Dic.Nii.Lan.Daft-Erd.Ark

Hard Rock Erinnerungen

1984 begannen D-A-D ihren Weg in Kopenhagen. Ursprünglich nannten sie sich „Disneyland After Dark“. Das Quartett verschriebad_daddx-c_1500x1500 sich einer Mischung aus Rock und Hard Rock und wurde 1989 international bekannt, als die LP No Fuel Left For The Pilgrims veröffentlicht wurde. Doch dadurch wurde die Walt Disney Company auf die Gruppe aufmerksam und drohte mit einer Klagewelle, wenn nicht der Name „Disneyland“ abgelegt werden sollte. So entstand die Abkürzung D-A-D. Ihr größtes Konzert fand erst 2005 statt, als sie Vorgruppe für die mittlerweile aufgelöste deutsche Band Böhse Onkelz waren. Die beiden Bands sind Freunde geworden, denn das nächste D-A-D-Album Monster Philosophy wurde vom Label 3R-Entertainment vertrieben, das der ehemalige Bassist und Sänger der deutschen Rock-Formation, Stephan Weidner, gegründet hatte. Dieser nahm die Dänen auch mit auf Support-Tour seines Solo-Projekts durch die Bundesrepublik 2009.
2011 erschien das bisher elfte Studioalbum der Kopenhagener: Dic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark. Weiterlesen

CD-Rezension: Gama Bomb – The Terror Tapes

Nerds und anderes Gelichter

In Newry (Irland) gründet sich 2002 die Thrash-Metal-Formation Gama Bomb, die sich zu Beginn vor allem durch Sänger Phillygb_ttt-c_1500x1500 Byrne einen Namen macht, der bei Konzerten immer in verschiedenen Verkleidungen auftritt. 2005 wird in Eigenregie das erste Album Survival Of The Fatest einspielt und schließlich beim Label Witches Brew ein Vertrag unterzeichnet. Nach einem weiteren Album und einigen EPs unterschreiben Gama Bomb bei Earache Records. Doch ein wenig problematisch ist der Vorsatz, Fans zu gewinnen und allen die Musik durch kostenlose Downloads zugänglich zu machen. Die Labels, bei denen Gama Bomb unter Vertrag stehen, können dieses Vorgehen nicht befürworten. Erst beim dritten Album wird diese Praxis geändert und es stehen keine kostenlosen Digipacks mehr im Netz. Nun erscheint der vierte Longplayer The Terror Tapes. Weiterlesen

CD-Rezension: Thorngoth – Schwarz Karg Kalt (VÖ: 12.4.13)

Schwarz Kalt Karg – Der Name ist Programm!

thorngoth-schwarz-karg-kalt-artworkThorngoth wurden bereits anno 2003 im idyllischen Bad Tölz gegründet, der Name bezeichnet „den gehörten Feind“ in J.R.R. Tolkiens Eldar-Sprache. Die Band steht für eigenständigen Black Metal, bisheriger Karriere-Höhepunkt war sicherlich der Auftritt auf dem Under the Black Sun-Festival 2009. Jetzt haben die fünf Musiker um Sänger Akhorahil mit Schwarz Karg Kalt ein ebensolches Album vorgelegt. Weiterlesen

CD-Review: Nocte Obducta: Umbriel. Das Schweigen zwischen den Sternen (VÖ: 08.03.2013)

Eine Reise in die Dunkelheit zwischen den Sternen

Umbriel ist, wie einigen sicherlich bekannt, der dritte der fünf großen Uranusmonde, sein Name leitet sich von dem Lateinischen „umbru“ ab, was „Schatten“ bedeutet. Von allen Uranus-Monden besitzt er die dunkelste Oberfläche, reflektiert am wenigsten Sonnenlicht. So gesehen konnte sich Nocte Obducta kein besseres Jahr, keinen dunkleren Frühling aussuchen, um einen Silberling dieses Titels auf den Markt zu bringen.

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CD-Review: Sebastian Bach – ABachalypse Now (live)

Youth Gone Wild

sebastian-bach-abach-coverZu dem Kanadier Sebastian Bach (bürgerlich: Sebastian Bierk, Jahrgang 1968) muss man nicht mehr viel sagen, zu lange bewegt er sich schon äußerst erfolgreich in der (Melodic)-Metal/Glam-Rock-Szene. Von 1987 bis 1996 war er Frontmann von Skid Row, nach der Trennung von der Band startete er eine Karriere am Broadway und in Musicals wie Jesus Christ Superstar, nahm an verschiedenen TV-Formaten teil, versuchte sich als Schauspieler (Nebenrolle in der beliebten Serie Gilmore Girls), ging Kooperationen mit vielen Musikern ein und baute nicht zuletzt eine erfolgreiche Solokarriere auf. Aus dieser gingen bereits fünf Soloalben hervor. Mit ABachalypse Now legt Bach nun seine erste Live-CD vor, und das ist auch gleich ein richtiges Luxuspaket: Doppel-Live-CD mit zwei vollständigen Auftritten (Hellfest, Frankreich, 2012; Club Nokia, Los Angeles, 2012), Live-DVD mit drei vollständigen Auftritten (Hellfest, Frankreich, 2012; Club Nokia, Los Angeles, 2012; Graspop, Belgien, 2012) und drei Bonus-Videos.  Weiterlesen