CD – Diary of Dreams: Elegies in Darkness

Epische Dunkelheit

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 Zweieinhalb Jahre sind seit dem letzten Studioalbum von Diary of Dreams vergangen, dennoch war die Zeit angefüllt mit dem großartigen Self-Remix-Album Dream Collector II und dem ersten rein akustischen Album The Anatomy of Silence.
Die deutsche Übersetzung von Elegies lautet „Klagelieder“. Das „Klagelied der Dunkelheit“ ist die Zauberformel für das lang ersehnte neue Diary of Dreams-Album, und dies wiederholt sich traumwandlerisch in jedem Lied. Es ist die Aufgabe des Sängers und Texters die Stimme anderer zu sein, um sich selbst hören zu können, Antworten aus der Dunkelheit zu filtern und womöglich das Licht zu finden. Denn Dunkelheit ist ein Schutzmechanismus, er funktioniert nur für bestimmte Menschen, und man kann auch Geborgenheit darin finden. Es ist die Stimme Adrian Hates, die über das gesamte Album hindurch klagt: über die Sehnsucht nach Gefühlen, das Licht am Ende des Tunnels, oder er spricht aus, was man vielleicht als Antwort suchen mag.

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CD: Embersland – Sunrise

Kennt ihr Soljanka? So klingen Embersland.

Spanien war bisher zugegebenermaßen ein Land weit außerhalb meines metallisch-musikalischen Horizonts. Fünf Mannen aus Barcelona mit dem Namen Embersland sollten dies nun ändern. 2009 schlossen sie sich zusammen, um die spanische Metalszene aufzumischen, und nach einer kurzen Phase der Selbstfindung und Eingewöhnung ging es dann auch direkt ins Studio. Die besten neun ihrer Songs sollten den Weg auf ein Album namens Sunrise finden, das im Februar 2013 veröffentlicht wurde und seitdem auf ihrer Homepage gratis aber nicht umsonst heruntergeladen werden kann.

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CD – Mortis Mutilati: Nameless here for Evermore

Once upon a midnight dreary …

np043Ich hatte ja schon immer eine große Schwäche für französischen Black Metal. Ich liebe dieses komplett obskure Zeug aus den Neunzigern, und auch einige diese unendlich depressiv-doomigen Sachen, die viele der Bands in Frankreich heutzutage machen, helfen hervorragend gegen den ganzen Sonnenschein, mit dem wir derzeit bedacht werden. Mortis Mutilati ist das Ein-Mann-Projekt von Moonreich-Bassist Macabre, das im Jahr 2011 die Nacht der Welt erblickte. Seither war Macabre fleißig, sodass Nameless here for Evermore bereits das zweite Album Full-Length-Album ist, das via Naturmacht Production auf den Markt geworfen wurde. „Funeral Metal“ hat man sich auf die Fahne geschrieben, und dementsprechend depressiv-düster ist die ganze Scheibe auch geworden. Und gleich zu Beginn eine erfreuliche Nachricht: Wer trotz aller Depression keinen Bock auf Vocals hat, die unerträgliche Schmerzen angesichts unserer herzlos-kalten Welt und all dem Unheil darin in der Tonlage eines sterbenden Opfertieres hinausschreit, ist bei Mortis Mutilati gerade richtig! Weiterlesen

CD – Six Degrees of Separation: The Hike & other Laments

Dynamischer Tschechen-Metal

Six Degrees of Separation sind seit vielen Jahren fester Bestandteil der tschechischen Metalszene, hierzulande müssen sie sich eine gewisse Bekanntheit erst noch erarbeiten. Wird ihnen das mit dem aktuellen Album The Hike & other Laments gelingen? Nun ja, ich fürchte nicht, so viel sei vorweg schon mal gesagt.
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CD – Netherbird: The Ferocious Tides of Fate

We take but one step back into the shadows

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Ein Titel wie ein Barockgedicht, ein Cover, das beinahe emblematisch den Titel illustriert – beim Anblick des neusten Netherbird-Albums The Ferocious Tides of Fate greifen bei mir sofort literaturwissenschaftliche Reflexe. Entsprechend dekadent geht es auch los: „Elegance and Sin“, der Opener, macht allerdings nur inhaltlich im Barock weiter, musikalisch bekommt man sehr modernen Black Metal geliefert, der nicht zu melodisch ausfällt und dem man eine gewisse Verwandtschaft zu melodischem Death Metal auch nicht absprechen kann. Weiterlesen

CD: Deadcell – The Dark Side Of Light

Düstere Seite

2006 gründete sich in den Niederlanden die Band Deadcell. Mit ihrem Industrial-Metal begleiteten sie die letzten Jahre u.a. Die Krupps, KMFDM, Deathstars und Gothminister. 2013 brachten sie ihr fünftes Album The Dark Side Of Light auf den Markt.
Ich hatte bereits zweimal das Vergnügen, die Band live zu sehen. Grund genug für mich, das aktuelle Album mal näher unter die Lupe zu nehmen. Weiterlesen

CD: Return to Innocence – The Ring of Moon

Orchestrales Grunzen

Ich muss gestehen, Tschechien existierte bisher auf meiner persönlichen Metal-Landkarte nicht. Umso neugieriger war ich auf Return to Innocence und ihr neues Album The Ring of Moon, das vierte der Bandgeschichte. Angekündigt werden sie als epische Doom-/Death-Metal-Band mit langjähriger Erfahrung – da kann doch eigentlich nichts schiefgehen. Oder?  Weiterlesen

CD: The BossHoss – Flames of Fame

My Personal Album

 

the-bosshoss_flames-of-fame-cms-sourceSeit 2004 unterhalten The BossHoss ihre Zuhörerschaft mit einem Country-Sound, den sie mit einer Vielzahl an Musikelementen wie z. B. Rock ’n‘ Roll, Hip-Hop, Rock und Blues vermischen. Im November 2013 veröffentlichten Boss Burns (Alec Völkel) und Hoss Power (Sascha Vollmer) ihr siebtes Album mit dem Namen Flames of Fame. Nach Do or die (2009) ist dies mein zweites Album, das ich mir nach Hause holte. Aufgrund meiner positiven Erfahrungen mit den Cowboys war es keine schwere Kaufentscheidung. Weiterlesen

CD: Lyfthrasyr – The Engineered Flesh

Blutmusik

lyfthrasyr-cover-the-engineered-flesh-webMehr Science Fiction im Black Metal! Nachdem es scheinbar doch Überschneidungen dieser beiden doch sehr unterschiedlichen Genres gibt, wie zuletzt Vyre eindrucksvoll bewiesen haben, legt jetzt die Karlsruher Formation Lyfthrasyr mit ihrem dritten Studioalbum The Engineered Flesh in Sachen düster-dystopischer SciFi in der Musik nach. Anders als die Kollegen von Vyre bleiben Lyfthrasyr dabei allerdings auf dem Boden, will sagen: der Erde, und befassen sich mit einem Thema, das schneller aktuell werden könnte, als einem lieb ist: Nanotechnologie in allen Facetten, Biomechanik, Künstliche Intelligenz und Bewusstseinstransfer stehen unter anderem auf der Themen-Liste von Mastermind Aggreash, das Ganze dann verpackt in sterilen, kalten Black Metal, durchbrochen von elektronisch-symphonischen Klängen. Weiterlesen

CD: Aesthetic Perfection: Til Death (VÖ: 14.02.2014)

Vielseitiger denn je

Am 14.02.2014 erschien das bereits vierte Album der sympathischen Amerikaner von Aesthetic Perfection. Eines gleich vorweg: Mit Til Death zeigt sich die Band vielseitiger denn je.

Der Start mit „Happily Ever After“ gelingt Mastermind Daniel Graves perfekt. Sofort erkennt man den typischen Sound. Glocken läuten, und Daniels melodische, teils flüsternde Stimme macht neugierig auf das, was kommen wird. Weiterlesen