CD/EP: Scurious – Cold Day in Hell

Gekonnte Riffs paaren sich mit großer Stimme

Neue Sängerin, neues Glück.
Lange hatten die Jungs von Scurious nach einer neuen Stimme für ihre Songs gesucht. Mit Natalia hatte die Suche ein Ende, und mit ihren Vocals spielten sie die EP Cold Day in Hell ein. Das Debüt beinhaltet drei Songs, die das Talent und die Vielseitigkeit der Münchner hervorragend zur Geltung bringen.
„Cold Day in Hell“ ist ein schneller und absolut treibender Song. Weiterlesen

CD: Secrets of Darkness – (In)Humanity

Unmenschlich gut!

Im Jahre des Herrn 2005 hatten zwei ausgeflippte Tschechen, David und Karel, die Idee, eine Band zu gründen, die richtig reinhauen sollthttp://www.metalkingdom.net/album/cover/d40/53004_secret_of_darkness_humanity.jpge. Gesagt getan, das spielte sich so schnell ab, dass Secrets of Darkness ihre ersten Shows noch spielten, bevor sie einen Sänger hatten. 2008 erschien dann ihre erste EP And the Dark begins, inzwischen mit Sänger. Nach einigen personellen Wechseln Anfang 2010 unterschrieben Secrets of Darkness dann einen Vertrag bei MetalGate Records und veröffentlichten in Zusammenarbeit mit ihrem neuen Label ihr erstes Album (In)humanity. Auf der Scheibe versprechen die Jungs Blackened Death Meta, und soviel vorweg, sie halten, was sie versprechen.

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CD: Northern Plague – Manifesto

Sauber!

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Ein Manifest ist eine Absichtenerklärung, meistens politischer, aber seit der Jahrhundertwende auch künstlerischer Natur. Ein solches kommt jetzt aus Polen: Das Debütalbum des Quartetts Northern Plague. Die vier Herren um Sänger Fenris können immerhin bereits auf eine fünfjährige Bandgeschichte und eine 2011 veröffentlichte EP, Blizzard of the North betitelt, zurückblicken, sowie auf etliche Konzerte (unter anderem mit Vader) und haben sich live einen guten Ruf erspielt. 2014 lassen sie ihren ersten Silberling Manifesto auf die Menschheit los, und wer auf eine amtliche Breitseite Hass, Wut und Chaos wartet, die dennoch technisch einwandfrei sitzt und ins Schwarze trifft: Hier ist sie! Weiterlesen

CD: Welle:Erdball – Tanzmusik für Roboter

Neues Futter für die Tanzfläche

welle-erdball-tanzmusik-roboterSieben lange Jahre sind seit dem letzten regulären Album Chaos Total vergangen, in denen es zwar immer wieder Lebenszeichen von Welle:Erdball gab – unter anderem wurden 20 Jahre Bandbestehen gefeiert –, doch eben kein vollwertiges Album mit neuem Material. Vergessen hat man Welle:Erdball natürlich nicht, durch exzessives Touren im In- und Ausland, in Konzerthallen und auf Festivals sind die C64-Liebhaber immer präsent gewesen.  Weiterlesen

CD: Mur du son – Regenerate (EP)

Treibender Sound

 

mur-du-son-regenerateIm Frühjahr 2013 veröffentlichte die niederländische Band Mur du son ihre EP Regenerate. Laut Pressetext servieren sie ihrem Publikum einen kraftvollen Cocktail aus verschiedenen Musikstilen. Beim Schreiben der Songs haben sie sich von The Subs, NIN, Chemical Brothers, Rammstein und auch The Prodigy beeinflussen lassen. Sie wollen Rock für den Electrohead oder auch Electro für den Rocker durch die Lautsprecher jagen.
Mich interessierte die Mischung und ich habe mich auf das Experiment eingelassen. Weiterlesen

CD: Vermin – Mind Control

Vermin – Mind Control

Das zweite Album der fränkischen Death Metal-Formation Vermin ist bei mir eingetroffen, schick verpackt in einem Digipack, auf dem ein schönes grünes Gehirn das Auge erfreut. Ich entnehme die CD und hoffe, das mein Gehörgang auch erfreut wird.

Schon die ersten kurzen Riffs machen klar, das ist jetzt nicht der Brutalo-Crawl-Death-Metal, mit dem ich sonst nicht wirklich was anfangen kann. Weiterlesen

CD: Iron Mask – Fifth Son of Winterdoom

Belgische Power

im_fsow-c_1500x1500Was bereits beim ersten Song auffällt, ist die unglaubliche Macht der Gitarre, die wirklich in jedem Song ihr Solo zu haben scheint. Mit viel Fingerspitzengefühl jagt Dushan Petrossi seine Hände über die Saiten. Es klingt so, als würde alles andere in den Hintergrund treten. Im Mittelpunkt steht die Gitarre, die ausgeprägten Riffs, die in jedem Lied alles andere überdecken. Dushan Petrossi erklärt: „Wir haben uns dieses Mal einfach darauf konzentriert, sehr eingängige Songs zu schreiben.“ Nun, dieses Ziel haben Iron Mask auf jeden Fall erreicht. Es fehlen komplizierte und zu minimalistische Züge in den Songs, dafür sind die Melodien wirklich einfach und gehen sehr schnell ins Ohr. Weiterlesen

CD: Rhapsody of Fire – Dark Wings of Steel

Italiener haben Hummeln im Hintern

rofdarkwingsfinal_1500x1500Italian Symphonic Power Metal? Wer noch nicht weiß, was das ist, sollte sich das neue Album von Rhapsody of Fire nicht entgehen lassen. Mit der Mischung aus traditionellem Power Metal, der mit Elementen der Klassik unterlegt wurde, sowie Chören und Orchester, die dem Sound eine Kraft verleihen, die man derart noch nicht gehört hatte, erobern die Italiener seit den 1990er Jahren immer mehr Fanherzen. Daher erinnern ihre Songs bisweilen auch stark an Filmmusik, wie man sie etwa in Epen wie Herr der Ringe oder Braveheart vermutet. Weiterlesen

CD: Abandoned Dreams – Isolation & Solitude

Don’t fear the Darkness of those long Winter Nights

Dass die Grafinger von Abandoned Dreams ein Garant für hochkomplexe, düstere Musik mit doomig-schwarzmetallischem Einschlag sind, muss nicht mehr extra erwähnt werden – ebenso wenig lohnt es sich, hier noch einmal die Bandgeschichte zu rekapitulieren. Statt dessen gehen wir besser ebenso schnell in medias res, wie es das Quintett selbst mit „If Yesterday was the last Day“ tut: Der Opener ihres neuesten Albums Isolation & Solitude beginnt ohne Intro, ohne Vorbereitung reißt er einen in den Klangkosmos dieser außergewöhnlichen Formation aus dem Münchener Umland. Willkommen in einer winterkalten Welt, willkommen inmitten aufgegebener Träume! Weiterlesen

CD: Hangatyr – Elemente

Paganes Liedgut aus Thüringen

hangatyr_elemente_coverElemente heißt das zweite Album der Thüringer Pagan Black Metaller Hangatyr, und bereits der Name macht deutlich, worum es geht: Mythologie, verpackt in knackiges Metall. Spickt man dann mal auf die Tracklist, stellt man auch erfreut fest, dass Hangatyr deutsche Texte schreiben, was die Herren gleich noch sympathischer macht. Gegründet 2006 brachte das Quintett, bestehend aus Marco (Bass), Ali (Gitarre), Silvio (Gesang), Michael (Drums) und Tele (Gitarre) 2010 das Debütalbum Helwege via Nocturnal Empire auf den Markt, dem jetzt mit Elemente das zweite Album folgt. Diesmal verzichtet Hangatyr wieder auf die Unterstützung durch ein Label, um die volle Kontrolle zu behalten – ein Schritt, den man immer häufiger beobachtet. Weiterlesen