Film: Aquaman

Game of Thrones meets Arielle, die Meerjungfrau

AquamanEine wunderschöne blonde Frau wird verletzt auf den Klippen vorgefunden. Sie stammt aus dem untergegangenen Königreich Atlantis. Es findet sie der Leuchtturmwärter Tom Curry. Atlanna sollte zwangsverheiratet werden und floh. Mensch und Wasserwesen verlieben sich und bekommen einen Sohn, der schon früh mit den Fischen aller Art kommunizieren kann. Die Schöne muss nach ein paar Jahren des Glücks zurück nach Atlantis, sonst gibt es ein schreckliches Unheil. Ihr Mann und ihr Sohn würden das nicht überleben.
Viele Jahre später. Aquaman (Jason Momoa), mit bürgerlichem Namen Arthur, dürfte als Sohn seines menschlichen Vaters Tom Curry (Temuera Morrison) und seiner atlantischen Mutter Atlanna (Nicole Kidman) den Thron von Atlantis besteigen.

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Film: 100 Dinge

Das Loch in der Seele

100 DingePaul und Toni sind seit Kindestagen beste Freunde. Sie arbeiten zusammen, also Paul erfindet tolle Sachen, und Toni kümmert sich um die Ausführung und Vermarktung. Das tollste Ding seit langem ist eine App, die Paul entwickelt hat. Sie kommuniziert individuell, weiß, was wir uns wünschen. Die einfühlsame weibliche Stimme aus dem Handy kümmert sich wirklich so sehr um ihn, dass er schon fast ein wenig verliebt zu sein scheint. Jetzt muss man sie nur noch verkaufen können. Und das gelingt ihnen! Kein Geringerer als der amerikanische Internet-Milliardär David Zuckerman (sic!) interessiert sich dafür. Die Beiden sowie ihre zehn Angestellten können es gar nicht glauben, ein irres Geld sollen sie dafür bekommen. Es wird wild gefeiert, und dabei kommt es zu einer schicksalhaften Wette.

Film: Mortal Engines – Krieg der Städte

Rollende Raubstädte

Mortal enginesEine Voice-Over-Einleitung katapultiert den Zuschauer hinein in eine dystopische Zukunft: Die Menschen haben es verbockt. Vor Tausenden von Jahren hat eine Katastrophe – der 60-Minuten-Krieg – die Erde verwüstet. Nun werden die Ressourcen immer knapper, und die Städte streiten sich darum. Diese sind übrigens mittlerweile nicht mehr an einem Ort verankert, sondern stehen auf riesigen Rädern, mit denen sie über die Erde fahren, auf der Suche nach Nahrung und anderen Ressourcen. Eine dieser Städte ist London. Und London ist wieder dabei, ein kleines unabhängiges Gefährt mit Menschen darin zu vereinnahmen. Einer davon ist Hester Shaw (Hera Hilmar). Sie hat es darauf angelegt, von London aufgesaugt zu werden, denn sie will Thaddeus Valentine (Hugo Weaving) finden und töten, weil dieser ihre Mutter einst getötet hat, und sie musste sich als achtjähriges Mädchen alleine auf der kaputten Erde durchschlagen. Hester scheitert aber. Es gibt einen Kampf mit Valentine, und sie und der junge Tom Natsworthy (Robert Sheehan), der im Naturkundemuseum gerade die Reliquien der „Damaligen“ aus dem Zeitalter vor dem Krieg katalogisiert, verlassen notgedrungen London und finden sich in den Outlands der zerstörten und ausgebeuteten Erde wieder. Hester weiß, was sie tut, für den bislang behüteten Tom hingegen ist alles Neuland. Was essen, was trinken, wo schlafen, warum sich verstecken und vor allem vor wem? So beginnt ihr turbulentes Abenteuer, bei dem Tom die andere Seite des Lebens kennenlernt, auf sich alleine gestellt, immer auf der Flucht vor Menschen- oder Ressourcen-Jägern. Hester hingegen findet so ganz allmählich trotz ihres Elends Gefallen an dem hartnäckig zu ihr stehenden Tom. Sie öffnet sich ihm und erzählt ihm ihre Geschichte. Denn ihn interessiert es brennend, wie ein Kind von acht Jahren alleine hat überleben können. Es hat mit einem gewissen Wesen namens Shrike zu tun, und das ist beinahe unglaublich, denn genau dieses ist nun hinter Hester her. Die toughe Widerstandskämpferin Anna Fang (Jihae), die Hesters Mutter noch kannte, rettet die beiden nicht nur einmal, und plötzlich sind alle Beteiligten in einem Kampf verfangen, der nicht nur um Leben und Tod geht, auch nicht um London gegen die Rebellen auf der Erde, sondern um die gesamte Menschheit. Denn Valentine in London hat etwas Gewaltiges gebaut, und damit hat er eine Waffe in der Hand, mit der er alles auslöschen könnte, wie es damals, vor Tausenden von Jahren, schon einmal geschehen ist. Weiterlesen

Film: Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer

Irrungen und Wirrungen im Eis

SmallfootMigo ist ein junger, ehrlicher und liebenswerter Yeti mit einer großen Zukunft im Dorf: Er soll seines Vaters Stelle einnehmen und täglich die Bewohner mit einem großen Gong wecken. Dabei wird er mit dem Kopf voran weit in die Luft geschleudert, und mit ebendiesem Kopf bringt er den Gong zum Erklingen – wenn er nicht auf den Fels drum herum trifft. Er muss noch etwas üben, bei einem der danebengegangenen Flüge driftet er weit ab, und dabei sieht er ein Wesen, an dessen Existenz er eigentlich nicht zu glauben wagte: einen Menschen, einen Smallfoot!

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Film: Juliet, Naked

Fatale Verehrung oder: Männer, die nicht erwachsen werden können

Juliet nakedDer Filmprofessor Duncan (Chris O’Dowd) ist ein Musikbesessener, und er verehrt wahnsinnig den Singer/Songwriter/Rockstar Tucker Crowe (Ethan Hawke). Seine Wände sind gepflastert mit Berichten und Fotos von und über Crowe, obwohl dieser nur ein einziges Album („Juliet“) veröffentlicht hat und eigentlich danach aus der Öffentlichkeit komplett verschwunden ist. Nach über zwei Jahrzehnten bekommt Duncan von Crowe ein Demoband zugeschickt mit dem Titel „Juliet, Naked“, Akustikversionen seines damaligen Albums. Annie, Duncans Freundin (Rose Byrne) hat sich in all den Jahren des Zusammenlebens mit ihm schon so viel über Tucker Crowe anhören müssen, dass es eigentlich für ein Leben reichen sollte. Dennoch ist sie es, die als erste in das neue Album hineinhört.

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Film: Bohemian Rhapsody

The Great Pretender

Bohemian Rhapsody

Farrokh lebt mit seiner Familie in London. Sie kommen aus Sansibar, dem heutigen Tansania. Musik ist Farrokhs Leidenschaft, weswegen er, zum Unmut seines Vaters, viel in Musikkneipen herumhängt. Als nach einem guten Gig einer Band der Sänger ausscheidet, bietet er sich an. Etwa zeitgleich lernt er eine reizende junge Frau kennen, die Verkäuferin Mary Austin, an der er sein ganzes Leben lang hängen wird. Farrokh kleidet sich exzentrisch und ändert seinen Namen in Freddie Mercury. Aus ihm und den anderen Bandmitgliedern, Brian May, Roger Taylor, wird im Jahr 1970 die Band Queen, ein Jahr später kommt John Deacon dazu. Zuerst tingeln sie ein wenig herum, aber bald feiern sie Erfolge. Keiner hätte es für möglich gehalten, aber ein Song mit einer Länge von über sechs Minuten wurde erfolgreich! „Bohemian Rhapsody“ war geboren!

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Film: Halloween (2018)

Nicht totzukriegen

halloween 2018
Damals, 1978, ist in der Halloween-Nacht in dem kleinen amerikanischen Städtchen Haddonfield das Grauen in Form von Michael Myers ausgebrochen. Einem blutigen Massaker ist nur die brave Babysitterin Laurie entkommen. Michael Myers hingegen ist untöt- und uneinfangbar.
Das war eine schöne Vorlage für etliche Nachfolgerfilme über all die Jahre. Nun, 40 Jahre später, gibt es wieder einen Halloween-Film, dieser ignoriert alles, was filmisch vorher da war, und knüpft genau an die Vorkommnisse von Halloween – Die Nacht des Grauens an. Michael Myers wird verhaftet und kommt in die Psychiatrie. 40 Jahre später interessiert man sich immer noch für den verrückten Massenmörder, und so kommt ein Journalistenpärchen bei ihm vorbei und will ihm Fragen stellen. Sie bringen ihm sogar die berühmt-berüchtigte Michael Myers Maske mit, und als wäre das eine Initialzündung, gelingt es Myers, bei einer Verlegung der Psychiatrie zu entfliehen.

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Film: Ballon

Mit dem Wind nach Westen

ballon

Ein Sommer in der DDR im Jahr 1979. Im Ort Pößneck in Thüringen wird Jugendweihe gefeiert. Zwei Familien haben aber ganz was anderes im Kopf als zu feiern. Sie wollen mit einem selbstgebauten Heißluftballon in den Westen fliehen. Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen, zwei Jahre harte Arbeit neben der Arbeit, und heute soll es so weit sein. Die Windbedingungen sind ideal, der Ballon soll geradewegs in den Westen treiben. Aber Günter und seine Frau springen kurzerhand von dem Fluchtversuch ab, sie haben Angst um die Kinder. Doris und Peter mit ihren Söhnen wollen es alleine machen. Die Familie packt nachts ihre Sachen zusammen, im Wald hebt der Ballon ab. Aber er stürzt ab, ganz kurz vor der Grenze. Dramatische Momente, als sie, kaum verletzt zwar, aber dennoch gescheitert, ihre Spuren entfernen müssen, schnell zu ihrem Auto zurückkehren, bevor es von jemandem zurückgelassen aufgefunden wird.

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Film: Klassentreffen 1.0

Familie! Freundschaft! Liebe! Irgendwie …

 

Klassentreffen

Das Leben ist ganz schön ungerecht. Da war man doch vor kurzem noch 18, 20 Jahre alt, die Welt stand einem offen, und plötzlich steht einem das 30jährige Abiturklassentreffen bevor? Man ist nicht mehr so beweglich wie früher, sieht schlechter, hat Haarausfall und Hämorriden? Andreas hatte eine Krise mit seiner Frau, sie gingen gemeinsam zur Paartherapie und Andreas‘ Frau danach mit dem 20 Jahre jüngeren Therapeuten weg. Nils hat zwar noch eine intakte Familie, aber sie gibt ganz schön Grund zur Klage. Der Sohn verhält sich nicht so, wie man sich das wünscht, und die Tochter hat einen eigenartigen Freund. Einzig Thomas hat es gut getroffen. Er sieht nicht nur immer noch hammermäßig aus, er hat auch einen coolen Job als DJ, vögelt sich durch die Gegend und hat jetzt eine ganz tolle Frau kennengelernt – mitsamt süßer 17jähriger Tochter.

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Film: Menashe

Einblick in eine streng abgeschottete Welt

MenashePejes, Mikve, Kugel, Tora, Talmud, Tallit, Zizit, Fabrengen – wer mit einem oder mehreren dieser Wörter etwas anfangen kann, der weiß schon, in welcher Welt sich der Film Menashe bewegt. Genau, in der jüdischen, genauer gesagt der ultra-orthodoxen beziehungsweise chassidischen Welt. Man kennt die Bilder schwarzgekleideter Männer mit Hüten und Mänteln sowie den charakteristischen langen Schläfenlocken, die dicht über heilige Schriften gebeugt dasitzen oder im Stehen beten. Die Frauen, die sich um große Kinderscharen kümmern und oft auch das Geld für die Familie verdienen. Viel mehr weiß man allgemein nicht, wie ultra-orthodoxe jüdische Familien leben. Menashe gibt einen seltenen und eigentlich unerhörten Einblick in das Leben seiner gleichnamigen Hauptperson, den es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Weiterlesen