14.05.2013 – Agalloch – Fen – Abandoned Dreams – Lucifer over Europe-Tour – Backstage, München

Kolossale Klangwelten

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Abandoned Dreams

Die Dark-Doom-Metal-Giganten Agalloch aus Portland haben sich aufgemacht, Europa mit ihrer epischen Musik zu beglücken. Mit im Gepäck hatten sie Fen aus England und die lokale Band Abandoned Dreams, und zu dritt stürzten sie gestern das Backstage in dunkle Tiefen.

Abandoned Dreams, eine noch junge Band aus Grafing, eröffneten den Ohrenschmaus – und bliesen den wenigen Zuschauer, die schon bereit dafür waren, den Platz an der Sonne für eine Reise in die düsteren Gefilde aufzugeben, ordentlich den Kopf frei. Die drei Herren Raphael (Vox und Gitarre), Nik (Gitarre) und Mike (Drums) sowie Bassistin Liesa sind seit 2009 musikalisch unterwegs und präsentierten neues und altes Material von ihrer Demo-EP Ember and Frost, das sich wirklich hören lassen kann: Atmosphärisch dichter Sound, getragene Passagen, jähes Geknüppel, großartig komponierte Lieder. Nicht nur ich war sofort angetan von den düsteren Klängen des Quartetts, von dem man noch in diesem Jahr das erste Album erwarten darf. Höhepunkt war hier der Titel „Changing the Seasons“, bevor sich Abandoned Dreams mit „Light“ verabschiedeten. Schade nur, dass sich die Zuhörer in Grenzen hielten – diese Kombo hat auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient!

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10.05.2013: Albert Hammond – German Tour 2013 in der Alten Kongresshalle München

„10 minutes later we’ve finished the song!“

Fast 40 Jahre ist es her, dass Albert Hammond auf der Bühne stand. Eine verdammt lange Zeit, und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich vor allem ältere Semester in der Alten Kongresshalle einfinden und in den Stuhlreihen Platz nehmen. Gleich mehrere Generationen sind vertreten, 70-Jährige sind gemeinsam mit ihren Kindern und den Enkeln erschienen, um einen der ganz großen – nein, vielleicht sogar den größten – Songwriter live zu erleben. Auf dem Tourplakat stehen harte Fakten wie: 360 Millionen verkaufte Platten, 30 Top-40-Hits, Emmy Award Gewinner. Da wird also bald kein Unbekannter, kein Möchtegern stehen, sondern eine Legende. Albert Hammond als solche zu bezeichnen ist weder übertrieben noch verfrüht. Der Songwriter und Produzent hat in seiner Schaffenszeit, die bereits mit zwölf Jahren begann, ein monumentales Repertoire an Songs verfasst, an dem man nicht vorbeikommt – auch wenn das vielen gar nicht bewusst ist. An diesem Abend jedoch werden auch die Jüngeren bald merken, dass sie Lieder von dem 68-Jährigen kennen, obwohl er sie gar nicht selbst gesungen hat.
Zu Beginn fühle ich mich noch absolut „zu jung für den Scheiß“, und obwohl ich die alten Hits kenne, bin ich skeptisch. Schnell merke ich: Bei den ganzen Jungspunden auf den Bühnen traue ich älteren Leuten keine Power mehr zu. Aber dieser Abend soll mich eines Besseren belehren. Weiterlesen

03.05.2013: Stahlmann und Schöngeist im Backstage Club München

„Stahlgeist“ bringen den Club zum Kochen

 

Christina Stürmer tritt im Werk auf! Die Schlange ist lang, die Wartenden sind ungeduldig und die Parkplätze voll. Aber die Vorfreude ist recht groß. Noch größer ist die Freude darüber, dass wir uns nicht anstellen müssen, sondern an den Wartenden vorbei zum Club gehen können. Dort treten an diesem Abend zwei deutsche Formationen auf, die ordentlich reinhauen werden: die Münchner Schöngeist und die Göttinger Band Stahlmann.
Der kleine Club ist proppenvoll, und es scheint keine Maus mehr dazwischenzupassen. Gespannt erwartet man beide Acts, redet wild durcheinander, sucht noch einen Platz, von dem aus man etwas sehen kann. Manche haben kein Glück, manche sind weniger an der Vorband interessiert und gehen daher in die hinterste Reihe.

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02.05.2013: Orchid, Free Fall, Troubled Horse, Backstage Halle, München

Mitreißende Retro-Rock-Welle

 

Ein grandiose Bandzusammenstellung sollte es an diesem Abend werden, neben den Schweden Free Fall sollten vor allem die zwei hochgelobten Retro-Bands Orchid und Witchcraft spielen, nach denen sich jeder Fan des Genres im Moment hektisch die Finger leckt. Doch es kam ein wenig anders – bei Witchcraft traten ernsthafte gesundheitliche Probleme auf, sodass diese kurzfristig ihren Auftritt absagen mussten. Noch kurzfristiger wurde ein Ersatz organisiert, der sich sogar zum Teil aus (ehemaligen) Witchcraft-Mitgliedern zusammensetzt: Troubled Horse. Orchid wurden zum Headliner, und somit konnte dieser Retro-Abend der besonderen Art doch noch vollständig stattfinden.

troubled-horseUm kurz nach acht eröffnen die 2003 im schwedischen Örebro gegründeten Troubled Horse den Abend in einer gut gefüllten Backstage Halle. Das Publikum ist wie immer bei diesen Konzerten metal-bunt gemischt, Hardrocker, Retro-Rocker (vor allem die Jugend beweist oft bewundernswerte Stilsicherheit), Kuttenträger, die üblichen Verdächtigen, die einem auf nahezu jedem Konzert der härteren Gangart über den Weg laufen … eine sehr schöne Kulisse für die Schweden von Troubled Horse jedenfalls, die sofort ohne Umschweife in ihr Set einsteigen und das Publikum ohne Übertreibung von der ersten Minute an erfreuen. Ihr Stil ist eine Mischung aus dem gerade so angesagten Siebziger-Retro-Rock, einigen Südstaaten-Anleihen, ein wenig Country, aber auch einer gehörigen Portion schwedischem Schweinerock nach Art der seligen Gluecifer oder Hellacopters. Die Riffs sitzen, Drums und Bass bilden einen bombenfesten Rhythmusteppich, und Sänger Martin Heppich bietet eine leidenschaftliche Performance, in der er sich gern mal beinahe mit dem Mikrokabel erwürgt oder plötzlich auf der Bühne herumwälzt. Eine ordentliche Prise JoeCocker-Motorik gibt es auch dazu, und am Schluss des Auftritts steht der gute Mann mitten im Publikum, tanzt und singt mit den Leuten in den ersten fünf Reihen, und alle sind glücklich.  Weiterlesen

25.04.2013: Sepultura, Hammercult, Gumo Maniacs, Backstage Werk, München

Brasilianisches Feuer

 

Der wärmste Tag des Jahres bisher – und prompt zieht es die Menschen nicht mehr primär in die Konzerthallen der Stadt. Das ist insbesondere bei den alten Haudegen Sepultura sehr schade, aber natürlich auch für die beiden anderen Bands des Abends, Hammercult und Gumo Maniacs, die doch vor recht lichten Reihen im Backstage Werk spielen müssen. Vielleicht waren Sepultura auch in den letzten Jahren etwas zu präsent in München (zwei Auftritte auf dem Free & Easy Festival) – woran auch immer es lag, ein bisschen mehr Publikum hätte ich mir schon erwartet.

gumo-maniacsGumo Maniacs

Um kurz nach halb acht betreten schließlich die Regensburger die Bühne und könnten dabei fast jeden Zuschauer persönlich begrüßen, so übersichtlich ist das Werk noch gefüllt. Abschrecken lassen sie sich davon aber glücklicherweise nicht, sondern brettern sich durch ihr Oldschool-Thrash-Metal-Set, das sich aus Titeln der zwei Demo-CDs Priest Of Lucifer (2009) und Psychomania (2010) zusammensetzt und schon mal richtig Laune macht. Nach und nach reißen die Jungs das Publikum mit schön rhythmischen und teils auch sehr schnellen Titeln wie „Invert The cross“, „Insurrection“, „Maniac Metal“ oder „Ashes To Ashes“ mit. Auch werden Kostproben von dem im September erscheinenden ersten offiziellen Album gegeben, auf das sich Thrash-Fans schon freuen dürfen.
Um viertel nach acht verlassen die Gumo Maniacs unter mehr als wohlwollendem Beifall die Bühne und lassen ein durch sogar ein paar Mitsingspielchen angeheiztes Publikum zurück, das sich mittlerweile auch schon im niedrigen dreistelligen Bereich bewegt.  Weiterlesen

26.04.2013 – Eläkeläiset im Backstage Werk München

„Old is not dead!“

Das schöne Wetter muss ausgenutzt werden, wenn es abends schon mal so warm ist, dass man kurzärmlig draußen stehen kann. Anscheinend denken die meisten Besucher des Konzerts so, denn im Werk ist es erschreckend leer. Ob die Vorband Gankino Circus darauf wartet, dass sich mehr Publikum einfindet und deswegen erheblich später als angekündigt die Bühne betritt?

19.04.2013 – Lilith, Need2Destroy u.a. im Soundcafé München

Lokale Metal-Power

Es ist schade, dass für die einheimischen Bands so wenig getan wird. Schließlich bieten München und das Umland einige musikalische Leckerbissen, denen eine Bühne fehlt, um sich zu beweisen. Umso schöner ist es, wenn hin und wieder kleine lokale Bands das Line-Up bilden und zu Konzerten laden. So auch am Freitag im Soundcafé in München. Vier Formationen aus München und Ulm luden zum hemmungslosen Kopfschütteln und Abtanzen ein. Weiterlesen

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19.04.13, Avantasia, Kaufbeuren

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Kaltes Wetter und beständiger, ziemlich unangenehmer Nieselregen. Es gibt besseres Wetter, um in die richtige Stimmung für ein Konzert zu kommen. Andererseits, wenn man vor der Halle steht und weiß, es geht auf ein Ensemble aus durchweg genialen Musikern zu, die unter Federführung eines Mannes eine Liveshow des Projektes „Avantasia“ geben werden, kann man eigentlich nur guter Stimmung sein. Denn seit mehr als zehn Jahren, genauer seit 2001, steht „Avantasia“ und sein Schöpfer, Tobias Sammet, für eine Versammlung phantastischer Sänger und Musiker und epische Musikstücke. Und auch an diesem verregneten Freitagabend ist jedem klar: Es wird eine lange Nacht, vollgepackt mit Power Metal vom Feinsten aus den mittlerweile fünf Studioalben.

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13.04.2013 2. Dark Munich Festival

26 Runden musikalischer Marathon

Im letzten Jahr erlebte das Dark Munich Festival sein Debüt und damals war klar, es würde definitiv ein zweites geben, das aber größer und noch besser werden würde. Die Veranstalter hatten sich viel vorgenommen und gespannt verfolgte man das stetige Wachsen des Line-ups. Am Ende standen 26 Bands auf der Liste, die an drei verschiedenen Orten auftreten sollten. Die Garage, Theaterfabrik und die Tonhalle im Bereich der Optimolwerke liegen nur wenige Meter auseinander, sodass alles bequem zu erreichen war.

Pünktlich um 12.30 Uhr starteten Bodystyler in den Festivaltag. Sie ersetzten Wort-Ton, die leider kurzfristig absagen mussten. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten sich bereits zahlreiche „schwarze“ Menschen vor der Theaterfabrik eingefunden, sie wollten von Anfang an dabei sein und keine Band verpassen. Für einen Startact ist es keine einfache Aufgabe, das Publikum zu locken und gleich in vollste Partystimmung zu versetzen, doch die Electroklänge verfehlten nicht ihre Wirkung, sodass man tatsächlich schon ein paar tanzende Beine sehen konnte.

In der Tonhalle startete das Programm mit Mundtot. Die jungen Münchner zeigten sich rockig und melancholisch, leider war es für ihren Auftritt ein bisschen zu früh, denn es herrschte fast gähnende Leere vor der Bühne. Schade, weil sie ein sehr gutes Konzert gaben.

Bei Coma Divine sah es hingegen gleich wieder ganz anders aus. Sonja schaffte es, die Zuhörer zu verzaubern, zu begeistern und holte endlich die  Stimmung ins Publikum.  Eindrucksvoll und in starken Posen stand sie auf der Bühne,  sang mal emotinonal dann wieder mit kraftvollen Tönen. Sehr abwechslungsreich ! Weiterlesen

31.03.2013: 2. Dark Easter Metal Meeting, Backstage Werk, München

Schwarzmetallische Ostereier vom Feinsten

Endlich ist es wieder so weit, nach dem vielversprechenden 1. Dark Easter Metal Meeting im Jahr zuvor öffnen sich am Ostersonntag erneut die Pforten des Backstage Werks, um eine illustre Bandauswahl auf die Bühne und eine hoffentlich große Zahl Black-Metal-Fans in die Halle zu lassen. Und tatsächlich, die Besucherzahl zum vorherigen Jahr konnte ordentlich gesteigert werden (was sicher auch an dem ausgezeichneten Line-up lag), am Ende zählten die Veranstalter etwa 900 Zuschauer. Eine perfekte Kulisse also für eine Reihe alteingesessener und neuer Black-Metal-Bands aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, die sich zum großen Teil sogar besondere Sets für diesen Anlass überlegt haben.
Mir selbst ist es leider erst möglich, das Geschehen aktiv ab der fünften Band Helrunar zu verfolgen, doch die ersten vier sollen hier natürlich trotzdem erwähnt werden.

Den Opener geben um 16.00 Uhr die Engländer von Winterfylleth, die gerade mit Enslaved auf Tour sind und recht kurzfristig noch dazugebucht wurden, sodass sie leider nur eine zwanzigminütige Spielzeit haben. Sie schlagen sich aber wohl recht gut, wie ich gehört habe, und machen Lust auf mehr atmosphärischen Black Metal aus Manchester.

demm-2013-15-asphagorAls zweite Band des Tages werden die Österreicher von Asphagor auf die Bühne geschickt, die auch bereits seit einigen Jahren aktiv sind und die am heutigen Abend ihr neues Album Anti präsentieren. Die Tiroler spielen kalten, technischen, bösartigen Black Metal, und nach Berichten von Anwesenden bringen sie diese Atmosphäre wohl auch gut auf die Bühne.

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