Nach dem überragenden Album Secular Palms und der Single „Hollow hills“ gibt es ein neues Lebenszeichen der Schweden Abu Nein. „Black light“ bietet ein tolles Zusammenspiel aus Erikas tiefer und Henrics klarer Stimme, einen hypnotischen Refrain und eine wohlig-düstere Atmosphäre, „Waste“ überrascht mit ungewohnt flotten Synthtönen. Hier singt Erika sehr viel zarter und heller als bisher, der Song entwickelt eine betörende Dynamik und ist eine absolute Bereicherung der AbuNein-Klangwelt.

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Brutal avantgardistisch

TMD_CoverUnd das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Die Holländer The Monolith Deathcult haben mit V3-Vernedering den finalen Teil ihrer Trilogie veröffentlicht. Sie haben ihren Technial Death Metal schon zuvor in Sachen Brutalität und Geschwindigkeit ausgereizt, scheuen Industrial-Einflüsse nicht und wagen nun einen weiteren Schritt in Richtung Avantgarde. Das geht hin bis zu Frosch-ähnlichem Gesang, den man eher vom Grindcore her kennt, wie beispielsweise von der Band Gutalag. Perfekt wird das alles beim Video zu „Gone sour, doomed“.

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Powerwolf feat. Alissa White-Gluz

Tolle Kostüme und die markante Stimme von Alissa White-Gluz kann man in „Demons are the girls best friends“ 2.0 bestaunen. Das Original war schon ein voller Erfolg, bei der Neuauflage haben Powerwolf ihre Gesangparts fast alle an Arch Enemy abgegeben – die Kombi taugt so richtig.

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Linksradikaler Schlager

SWISS + DIE ANDERN aus Hamburg St. Pauli mischen seit 2014 den deutschen Untergrund auf. Drei EPs und fünf Alben später, das jüngste Orphan ist kürzlich erschienen, haben sie sich empor gearbeitet. Markenzeichen der Band ist ein harter Crossover-Sound aus Punk und Hip Hop, der stellenweise den Crossover der 90er und Bands wie Rage Against the Machine und System of a Down aufleben läßt. In den deutschsprachigen Texten werden vor allem linksorientierte Themen angesprochen, und sie positionieren sich klar gegen Homophobie und rechts. Markant ist dabei nicht nur der meist gerappte Sprachgesang von Sänger SWISS, sondern auch, dass die Band immer wieder mit Gastsängern aus der Hip-Hop- und Punkszene zusammenarbeitet. Weiterlesen


TwinTribes_Altars_CoverDas Musiker-Duo Twin Tribes aus dem texanischen Brownsville hatte ich schon mit ihrem Debütalbum Shadows im Webzine vorgestellt und als „dark side of the eighties“ beschrieben (Link zur Review). Mit ihrem Folgealbum Ceremony haben sie ihren Sound, der sich zwischen Dark/Cold Wave und Post Punk bewegt, weiter verfestigt.
Nun haben Luis Navarro und Joel Niño ein Remix-Album herausgebracht, dessen beteiligte Bands den Atlantischen Ozean überspannen. Auf europäischer Seite stehen dabei u. a. She Past Away, Ash Code und Geometric Vision, aus Amerika stammen u. a. Bootblacks, Creux Lies und Wingtips. Alle Bands drücken den Songs ihren eigenen Stempel auf und lassen so neue Facetten erstrahlen.

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Pays P. – „Vassili voir“

Wie so vieles wurde auch das neue und erste „offizielle“Album von Pays P. durch die Pandemie gründlich verzögert (wir berichteten darüber). Aber es gibt immerhin schon einen Titel und ein Datum für die Veröffentlichung: Ça v aller wird am 10. September als Vinyl bei Peculiar Works herauskommen, dem neugegründeten Label von Sohrab Habibion und Michael Jaworski (von der New Yorker Post-Punk-Band Savak). Digital erscheint es bereits am 01. August auf Bandcamp, dort kann beides auch schon vorbestellt werden. Mit „Vassili voir“ gab es am 6. Mai eine erste (brachiale) Auskopplung, knapp einen Monat später folgte mit „Olatunji“ (ein bisschen transparenter, ebenso hypnotisch) ein zweites Vorab-Video.

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Die französichen Post-Punker JE T’AIME haben mit Another day in hell eine erste Single des für Oktober angekündigten neuen Albums veröffentlicht. Das in schwarz-weiß gedrehte Video dazu ist ein beeindruckendes Dokument der leeren nächtlichen Straßen von Paris während der Epidemie.

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Zeromancer – „Mourners“

Die Norweger Zeromancer – einst aus den legendären Seigmen hervorgegangen und seit einigen Jahren parallel dazu aktiv – sind eigentlich für treibenden, hochenergetischen Industrial-Rock bekannt, der einem vor allem live gewaltig die Haare nach hinten föhnt. Dass sie auch die leisen Töne beherrschen, beweisen sie mit ihrer neuen Single „Mourners“, einem getragenen, eindringlichen Indiesong.

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the tinopener’s art – „follow them“

Das ist das offizielle Video zum Track „follow them“ von the tinopener’s art aus ihrem brandneuen Album observations in a time of chance (Vö. 14.05.): ein eingängiger Synth-Pop-Track mit schönen Retro-Sounds über den Einfluss von Influencern. 

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Silver Lake by Esa Holopainen  – „Storm“ feat. Håkan Hemlin (Nordman)

Amorphis-Gitarrist Esa Holopainen veröffentlicht am 28.05.21 sein erstes Solo-Album, auf dem der Melodienmagier mit diversen Gastsängern kollaboriert. Einen großartigen Vorgeschmack bietet die gerade veröffentlichte Single „Storm“, auf der Esa mit dem schwedischen Sänger Håkan Hemlin von Nordman zusammenarbeitet. Nordman machen normalerweise eine Mischung aus Folk, Pop und Rock und sind außerhalb Schwedens nur wenigen bekannt. Håkans markante Stimme zusammen mit der wie immer einzigartigen Gitarrenarbeit von Esa sind wahre Gänsehautgaranten. Astreiner Metal ist „Storm“ nicht, aber wen interessiert das schon. Das sehenswerte Video wurde auf den Kanaren von Owe Tingvall gedreht.

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