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Theater: War Horse – New London Theatre

Magie mit Puppen

Manchen ist die Geschichte von War Horse vielleicht aus der gleichnamigen Kinoadaption von Steven Spielberg bekannt: Es geht um einen Jungen und sein Pferd. Aus einer trunkenen Laune heraus ersteigert Bauer Ted ein Fohlen. Für seinen halbwüchsigen Sohn Albert ist es wie Liebe auf den ersten Blick – er nimmt sich der Aufzucht und Erziehung des Fohlens an und tauft es Joey. Doch die schönen Jahre währen nicht lang. Das Geld der Familie ist knapp, und als der Erste Weltkrieg ausbricht, kauft das Militär Pferde für ihre Offiziere, und der mittlerweile stattliche Hengst Joey wird kurzerhand verkauft. Zu diesem Zeitpunkt ist noch niemandem bewusst, dass der Krieg nicht bis Weihnachten gewonnen sein würde, und so beginnt für Joey und Albert eine Odyssee durch das kriegsgebeutelte Frankreich.

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Festival – Metalfest Pilsen – 4.-7. Juni

Metal in the City!

Das Metalfest Austria gibt es ja nun schon seit zwei Jahren nicht mehr, auch das Metalfest in Deutschland ist dieses Jahr abgesagt worden. Was bietet sich also als Alternative zu Rock im Park oder Rockavaria an? Das Metalfest in Pilsen! Nachdem letztes Jahr schon eine kleine Vorhut die Location ausgekundschaftet hat, sind wir dieses Jahr mit über 20 Leuten unterwegs, um Pilsen zu rocken. Und wer kann bei einem Festival mitten in der Stadt, eigentlich direkt im Zoo, schon Nein sagen?

Parken und Camp

Parken und Camp

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Unser WGT 2015, 25./26.05.

Montag, 25.05.15

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skalunaSkaluna (Heidnisches Dorf): Beim traditionellen Montagsabstecher ins – leider sehr volle – Heidnische Dorf höre ich mir etwa die Hälfte vom Auftritt der deutschen Formation Skaluna an, die durch gute Stimmen und gute Songauswahl („Selig“, „Vargtimmen“ oder auch was schönes Irisches) überzeugen kann. Die barockartigen Gewänder wollen allerdings so gar nicht zur mittelalterlich-folkigen Musik passen, aber irgendwas wird die Gruppe sich dabei schon gedacht haben. Als Hintergrundbeschallung absolut okay und zur HeiDo-Atmosphäre passend. Weiterlesen

Sonstiges: Wien – Zentralfriedhof

Die schöne Leich‘

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Vergangenheit

Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Einwohnerzahl Wiens und die der Toten stieg, brauchte man einen größeren Friedhof. 1863 beschloss der Wiener Gemeinderat die Errichtung eines Zentralfriedhofs. Ein geeignetes Grundstück wurde gesucht, eine Ausschreibung über die Gestaltung durchgeführt, und man war sich einig über den interkonfessionellen Charakter des Friedhofs wie auch über die Möglichkeit, einzelnen Glaubensgemeinschaften auf deren Wunsch eigene Abteilungen zu überlassen. Am 1. November 1874 wurde der Wiener Zentralfriedhof offiziell eröffnet. Nur, was soll man sagen, der Wiener mochte diesen Friedhof nicht, und er war dementsprechend schlecht besucht. Das Gelände sei trostlos, die Anreise zu lang, und die endlosen Leichentransporte entlang der Simmeringer Straße seien deprimierend. Um diesem negativen Image entgegenzuwirken und die Attraktivität des Friedhofs zu steigern, beschloss der Gemeinderat 1881 die Errichtung einer Ehrengräberanlage. Dazu wurden die sterblichen Überreste verschiedener prominenter Persönlichkeiten von anderen Friedhöfen auf den Zentralfriedhof verlegt. Hinzu kam nach etlichen Jahren eine Friedhofskirche als weiterer Anziehungspunkt für die Besucher. Nach den minimalistischen „Sparbegräbnissen“ unter Kaiser Josef II. begann dann auch das wohlhabende Bürgertum, es den Adeligen gleichzutun, und inszenierte prunkvolle Trauerfeiern und Begräbnisse. Seitdem gibt es den Begriff der „schönen Leich“. Heute noch interessieren sich die Wiener für „schöne Beerdigungen“, und prominenten Persönlichkeiten wird eine letzte Ehre erweisen. Im Februar 1998 zum Beispiel wohnten der feierlichen Beisetzung von Popstar Falco in einem ehrenhalber gewidmeten Grab Tausende Menschen bei.

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Unterwegs: Lichter- und Friedenskette in München

1992

Nach der Wiedervereinigung kam es in etlichen Orten Deutschlands, wie zum Beispiel Rostock und Hoyerswerda, zu Angriffen gegen Asylbewerber und Ausländer. Asylantenheime brannten, Menschen starben, die Polizei war ohnmächtig, der normale Bürger entsetzt und ratlos. In München haben daraufhin ein paar Leute den Entschluss gefasst, ein Zeichen zu setzen.
„Die Idee war eben die Lichterkette, also die Kerze gegen die Brandsätze, das Schweigen gegen das Grölen des Mobs wie in Rostock-Langenhagen“, so Giovanni di Lorenzo, Mitinitiator der „Lichterkette“, heute Chefredakteur der „Zeit“ und Fernsehmoderator.

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Und so kam es, dass am Nikolausabend, am 6.12.1992, fast eine halbe Million Menschen in München auf die Straße ging, mit Kerzen, Lampions und Taschenlampen, und nebeneinander stehend die erste Menschenkette dieser Art bildeten: Die Lichterkette war geboren. Ich werde nie vergessen, wie ich damals mit meinem Mann und meiner Schwester in der Schlange stand, inmitten völlig fremder Menschen, eine brennende Kerze in den Händen haltend.

2015

Leider brodelt es – mehr als 23 Jahre später – immer noch, oder wieder.

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Unterwegs: Istanbul

Orient meets Okzident

 

istanbul-vom-balkon… auf wenige Orte der Welt trifft dieser Spruch mehr zu als auf Istanbul. Schon allein die Lage der Stadt am Bosporus, sowohl im europäischen Thrakien als auch im asiatischen Anatolien, macht sie zu etwas Außergewöhnlichem. Keine andere Metropole der Welt kann von sich behaupten, gleich auf zwei Kontinenten zu liegen.

Vorneweg: Wir hatten nur drei Tage, da wir nur auf der Durchreise waren. Viel zu kurz also, um die Stadt wirklich in ihrer Gesamtheit zu entdecken. Immerhin zählt allein der europäische Teil von Istanbul mit seinen etwa 8 Millionen Einwohnern zu den größten Städten Europas. Wir haben uns daher auf Sultanahmet im Bezirk Fathi beschränkt, die historische Altstadt, in der auch unsere Pension lag. Weiterlesen

Unterwegs: HVB-Tower

Kunst am Hochhaus

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Ich mache ja ungern Werbung, erst recht nicht für eine Bank. Aber der HVB-Tower am Arabellapark ist mit 114 Metern ein Wahrzeichen Münchens und steht seit 2006 unter Denkmalschutz. 2013 wurde mit einer umfassenden Sanierung begonnen, die nun 2015 vollendet werden wird.

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Auer-Mühlbach-Walk, November 2014

Immer den Auer Mühlbach entlang

au25Ein trüber, kalter Tag im November.
Zum dritten Mal treffen sich die München-Liebhaber und Fotografier-Freunde, um gemeinsam originelle Ecken Münchens zu erkunden. Diesmal wagen wir uns weit hinaus in die fremde Welt: Wir verlassen Sendling!
Treffpunkt ist die U-Bahn-Haltestelle Candidplatz in Untergiesing. Schon diese Ecke, eine der meistbefahrenen Münchens am Mittleren Ring, hat, man glaubt es kaum, eine Attraktion: Die Brückenpfeiler sind mit wunderschönen Graffitis besprüht. Durch Zufall und auch mit Hilfe von Freunden habe ich herausgefunden, dass der Künstler nicht nur in München sprayt, sondern auch in Frankfurt und anderen Städten; er heißt Herakut, und ich finde seine Bilder einfach eindrucksvoll.

Unterwegs: Augsburger Puppenkiste

Besuch in der Kindheit

 

Im schönen, alten und ehrwürdigen Heilig-Geist-Spital (erbaut vom bayerisch-schwäbischen Stadtbaumeister Elias Holl), mitten in der Augsburger Altstadt, residiert die Augsburger Puppenkiste. Gründer waren 1948 Walter und Rose Oehmichen. Seit damals gab es mehr als 20.000 Vorstellungen und über 1.200 Fernsehsendungen mit den Augsburger „Stars an Fäden“.Geht man durch das Drehkreuz im obersten Stockwerk zum Museum der Puppenkiste liest man als erstes an den Wänden einiges Informatives zu den Gründern der Puppenkiste, man sieht sehr alte Puppen sowie Puppenkisten-Schätze und kann sich einen Überblick verschaffen über alle Stücke, die aufgeführt wurden, sei es für Theater oder Fernsehen, für Kinder oder Erwachsene.
Danach folgt ein liebevoll gestalteter Aufbau, wie man sich eine Puppen- bzw. Puppenkopf-Werkstatt vorstellen muss.
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Unterwegs: Sansibar

Sansibar – Hakuna Matata

Sansibar – Küste des Schwarzen Mannes – unter diesem Namen ist diese tropische Perle, etwa 30 km vor der Küste Ostafrikas, als ein Teil des Staates Tansania bekannt. Es ist eine multikulturelle Inselgruppe, bestehend aus der Hauptinsel Unguja, umgangssprachlich Sansibar genannt, und der deutlich kleineren, nördlich gelegenen Privatinsel Pemba. Unser Ziel war Unguja, und unsere Urlaubsvorbereitungen für Sansibar begannen mit Internetrecherchen zu Themen wie Kriminalität und Korruption, Krankheiten und Impfungen, Visa- und Einreisebestimmungen. Das klingt nicht romantisch, war es auch nicht, und zwischendrin wollte man schon aufgeben und sagen, „Ach, dann fahren wir eben woanders hin“, doch an diesem Punkt brauchte man nur erneut im Internet nach Bildern von Sansibar zu suchen, um sich von solchen Gedanken abbringen zu lassen. Die 3 „Ks“ (Kriminalität, Korruption und Krankheit) beschäftigen einen natürlich am meisten, aber Kriminalität und Korruption gibt es leider überall auf der Welt. Im Fall von Sansibar gab es einem sogar das Gefühl, dass man das System ja sicher auch zu seinen Gunsten nutzen könnte, sollte es Visaprobleme geben. Also begannen wir mit den medizinischen Vorbereitungen. Nach Beratung beim Hausarzt haben wir uns für Impfungen gegen Typhus und Hepatitis plus Malariamedikamente entschieden, was in der Apotheke mal eben knapp 400 € für drei Personen kostete. Doch nach dem ersten Schock beim Bezahlen haben wir gleich wieder an die Bilder gedacht, und schon war alles gut. Ich wollte unbedingt in dieses kleine Paradies reisen, bevor es vom Tourismus eingeholt und überrollt wird. Wollte es in seiner natürlichen Form mit all den kleinen und größeren Haken, Ecken und Kanten sehen.

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