Musik mit Wiedererkennungswert

Bei Absurd Minds werden Erinnerungen wach, „Masterbuilder“ von 2003 begleitet mich heute noch auf meiner Playlist. Anfang April veröffentlichten die großen Namen hinter dem Projekt, Tilo Ladwig und Stefan Grossmann, ihr neues Album Sapta. Der Titel steht im Altindischen für Sieben, sehr bezeichnend für den siebten Longplayer der Dresdner Formation.

Seit 1999 schaffen es Absurd Minds, ihre einzigartige Mischung aus energiegeladenem Electro und melodiösem Pop unters dunkle Volk und dieses wiederum auf die Tanzfläche zu bringen. Herz und Verstand, gefühlvolle Passagen, mal mit Tempo, mal bedächtig. Textlich bewegt sich die Band zwischen der allgemeinen Orientierungslosigkeit unserer Zeit und den Weggabelungen, die unsere Leben gehen können. Besonders ist auch immer wieder das Einfügen von orchestralen Teilen („Carry the flag“), das funktioniert sehr gut mit den Electrobeats und -drums. „Dead end“ lässt kurzzeitig einen weiblichen Part hören, man könnte annehmen, ein Todesengel. Dumpfe Beats und zurückhaltendes Tempo zeichnen „Enticer“ aus, „Saviours“ eher eine gespenstische Stimmung. Hervorstechend ist „A light that shone“: schöne Stimmung und elektronische Geige. Ein schöner Gothic-Song wird mit „Mouvement“ präsentiert: langsameres Tempo, nichtsdestotrotz wirkungsvoll. Den perfekten, schnelleren Grundtakt für die Club-Tanzfläche bietet „One blood“. Einen poetischen Abschluss mit Orchester gibt es mit „More than one“ zu hören.

Das 25-jährige Bandjubiläum feiern Stefan Grossmann (Voice, Songwriting, Arranging), Tilo Ladwig (Mixing, Mastering, Keys, Arranging), Timo Fischer (Percussions, Arranging) und Nick (B-Vocals, Songwriting, Keys) durch das neue Album Sapta. Für jemanden, der die Band nicht fortwährend hört, ist die charismatische und wandelbare Stimme und die Musik der Band ein Wiedererkennungszeichen. Ein besonderer Touch wird mit den orchestralen Anteilen eingefügt. Electropop kann Gefühle und Melancholie transportieren, das beweist Grossmann durch seine jeweils angepasste Tonlage. Es war mir ein fast einstündiges Vergnügen zuzuhören!

Anspieltipp: Da kann man bei jedem einzelnen nichts falsch machen.

:mosch: :mosch: :mosch: :mosch: :mosch: 

Absurd Minds: Sapta
Scanner / Dark Dimensions Label Group, Vö. 03.04.2020
16,45 € z.B. bei POPoNAUT

https://www.absurdminds.de/

https://www.facebook.com/AbsurdMinds/

Tracklist:
1 – Carry the flag
2 – Dead end
3 – Enticer
4 – Descent
5 – Transformation
6 – Saviours
7 – A light that shone
8 – Turning away
9 – Prayers
10 – Mouvement
11 – One blood
12 – More than one

(323)

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.