Hypnotic Insomnia Core

651_Adept_CMYK[1]Metalcore, der von Adept gespielte Style, ist normalerweise nicht wirklich mein Metier. Aber erst mal eins nach dem anderen. Die aus Trosa/Schweden stammende Band gründete sich im Jahr 2004. Bestehend aus Robert Ljung (Vocals), Jerry Repo (Guitars), Fillip Brandelius (Bass), Gabriel Hellmark (Drums) und Gustav Lithammer (Guitars) haben sie bisher drei reguläre Studioalben und drei EPs veröffentlicht und sind mit ihrem neuen Album Sleepless nun bei Napalm Records unter Vertrag. Ihre recht quirlig gespielte Mixtur aus Metalcore mit Death Metal- und Doom Metal-Einschlag erwies sich dann doch als recht interessant für mich.

Gleich zu Beginn der Platte fallen erst einmal die absolut auf den Punkt gebrachte Produktion und der überaus fett angelegte Sound auf. Der Opener „Black Veins“ ist ein absolut melodisches Monster, das mit kreisenden Gitarren und dem Wechselspiel von Growls, Screams und Klargesang zu überzeugen weiß. Track Nummer 2 „Wounds“ beginnt sehr melodisch und wechselt gelegentlich das Tempo, erinnert von seiner Machart an die letzten Alben von In Flames. „Dark Clouds“ und „Carry the Weight“ sind recht lockere, vom Gesang und der Musik streckenweise ins Poppige gehende Nummern, die durchaus ihren Reiz haben, mich jedoch nicht sonderlich überzeugen konnten. „Rewind the Tape“ und „Down and Out“ sind die von der Technik und der Melodieführung her gesehen, die Tracks, die am meisten im Gedächtnis bleiben. Bestückt mit einem Refrain mit Klargesang haben diese Stücke absoluten Ohrwurmcharakter. Track 7 „The Choirs of Absolution“ ist meiner Meinung nach der beste Song des Albums, da er Melodie mit brachialen Gitarrenwänden mischt und hier auch leichte Djent Gitarrenklänge ertönen. Das Tempo wird schön variiert, so dass zu keiner Sekunde auch nur an Langeweile gedacht werden kann. „Lights“ und „The Sickness“ sind gut gemachte, eingängige Tracks. Das titelgebende „Sleepless“ ist zugleich das atmosphärischste Stück des Albums. Es wird ein Text vorgetragen, unterlegt durch ein technisches Konstrukt aus Gitarren und Schlagzeug, bevor der Metalcore in seiner schönsten Form losbricht.

Fazit: Eine absolut empfehlenswerte CD. Abwechslungsreich und von den Melodien der Gitarrenfraktion absolut traumhaft umgesetzt. Eine CD, die man öfter hören kann, und bei der man immer wieder etwas Neues entdeckt.

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Adept: Sleepless
Napalm Records, VÖ: 19.02.2016
€ 13,99
Amazon 16,99 €

Tracklist:
1 Black Veins
2 Wounds
3 Dark Clouds
4 Carry the Weight
5 Rewind the Tape
6 Down and Out
7 The Choirs of Absolution
8 Lights
9 The Sickness
10 Sleepless

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