CD: Aeverium – Time

Ist die neue Platte ein Hammer?

aeverium_-_time_1Zwei Jahre ist es schon her, 2015 brachten die Senkrechtstarter Aeverium ihr Debütalbum heraus. Sie waren bei uns im Webzine in der Rubrik Band der Woche dabei, es gab viele Buchungen für diverse Festivals, und bei Kamelot durften sie auf der US-Tour sogar als Support auftreten. Aktuell sind sie mit ihren Out of Line-Kollegen Lord of the Lost auf Tour, und am 24. März kam endlich ihr neues Album Time auf den Markt – Zeit wird’s!

Liebevoll ist das Cover von Time gestaltet, wie schon auf dem Debüt Break out darf natürlich der Hirsch nicht fehlen – ob der ein Erkennungszeichen wird?
Gestartet wird mit einem Mörder-Intro, Dark Elektro trifft Metal. Eine interessante Kombi, noch hinzu kommt das perfekt abgestimmte Duett von Marcel „Chubby“ Römer und Sängerin Aeva Maurelle. Sehr charakteristisch wirkt das „Tick Tock“ des zweiten Songs „Time“. Nicht nur dieser Track macht deutlich, was die zukünftige Richtung von der Dame und den Herren aus dem beschaulichen Viersen sein wird. Man denkt, da geht nichts mehr? „What about me“ zeigt die komplette Farbpalette – Verzweiflung, Wut, Liebe – hier kommt besonders der feengleiche Gesang von Aeva sehr gut zur Geltung. Um mal tief durchatmen zu können, ist „Home“ das Richtige, eine Ballade, die sich gewaschen hat, hier ist ganz viel Gefühl angesagt. Ruhige Passagen – gesungen von Aeva – werden mit der sehr kraftvollen Stimme von Marcel abgewechselt, das ist schon genial. Die Übergänge stimmen, super abgemischt, man kann da wirklich nicht meckern. Ein bisschen übers Ziel hinaus schießen sie jedoch bei „Brave new world“, hier keift mir Marcel die Refrains doch ein wenig zu sehr. „Can’t break me down“ ist die unmissverständliche Message an die Welt da draußen, dass Aeverium nicht mehr zu stoppen sind und ihren Weg einfach so weitergehen, wie sie ihn eingeschlagen haben. Wenn das mal keine Kampfansage ist! Ein bisschen ruhiger wird es wieder bei „Resurrected“ – aber keine Zeit für Langeweile, zum Refrain hin schraubt er sich zu einem kraftvollen Song empor. Immer wieder kommen die leichten Dark-Elektro–Einflüsse gepaart mit echtem Power-Riffing zum Einsatz, das ist geschickt eingefädelt. Ein sehr gutes Beispiel bietet da zum Beispiel „World inside my head“. „Vale of shadows“ fügt sich ebenso in das Album ein wie die Vorgänger. Einen wunderschönen Abschluss bildet die Ballade „My farewell“, ein Pianointro, gefolgt von der Stimme von Aeva. Für so was bin ich ja immer zu begeistern, da man hier auch mal seinen Gedanken nachhängen kann. Und Pianointros funktionieren immer.

Nu-Metal – die Idee ist nicht neu, allerdings schaffen Aeverium das, wovon andere bei ihrem zweiten (!) Album noch meilenweit entfernt sind. Nach dem Erscheinen des ersten Longplayers Break out war ich schon begeistert, allerdings war ich überzeugt, dass da auf jeden Fall noch Luft nach oben ist. Geschickt bauen Aeverium auf ihrem Vorgänger auf. Wer das Sechstett bisher noch nicht auf dem Schirm hatte – der sollte mutig sein und sich das Album mal anhören – ich denke, man wird belohnt.

Aeverium: Time
Out of Line, 24.03.2017
17,99 €

HP Aeverium

Tracklist:
01. Hunted
02. Time
03. What about me
04. Home
05. Brave new world
06. Can’t break me down
07. Resurrected
08. Vale of shadows
09. The world inside my head
10. My farewell

Auf Tour mit Lord of the Lost:
21.04.17    Täubchenthal, Leipzig
21.04.17    Astra, Berlin
27.04.17    Szene, Wien
28.04.17    Im Wizemann, Stuttgart
04.05.17    Rosenhof, Osnabrück
05.05.17    Essigfabrik, Köln
06.05.17    Große Freiheit 36, Hamburg

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