CD: Avantasia – Moonglow

Neues Masterpiece?

1000x1000Inzwischen sind Avantasia eine Institution. Was als Soloprojekt begann,mauserte sich schnell zu einer Band mit vielen Sängern. Headleader Tobias Sammet suchte sich im Lauf der Jahre Musiker, die seine Konzeptideen unterstützten. Hier sind anscheinend Freundschaften entstanden. Seit 15.02.2019 kann man Moonglow, den neusten Silberling, in den Plattenladen kaufen. Es ist ein normales Konzeptalbum, es baut jedoch anders als die Avantasia-Vorgänger keine Story auf. Jeder Track hat seine eigene abgeschlossene Geschichte.

Den Anfang macht „Ghost in the Moon“. Er besticht mit Pianoparts und Herr Sammet singt den Eröffnungstrack komplett alleine. Bei „Book of Shallows“ dagegen herrscht geballte Manpower. Hier geben sich neben Sammet, Mille Petrozza (Kreator), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Jørn Lande (Masterplan) und Ronnie Atkins (Pretty Maids) die Ehre. Neuzugang Petrossa verpasst „The Book of Shallows“ eine gehörige Portion Aggressivität, ein Teil wird in einer Art Sprechgesang gesungen – fabelhaft! Der dritte Track auf Moonglow ist der Titelsong des Albums. Der Refrain wird von der Newcomerin Candice Night geträllert. Sie hat eine markante Stimmfarbe, die den Song definitiv zu einem Ohrwurm macht, den man so schnell nicht wieder los wird. Desweiteren hat er schöne verträumte Passagen, die von Pianoklängen untermalt sind. Er vermittelt ein positives Gefühl. Man bekommt sofort wieder gute Laune, wenn es einem nicht gut geht.
Track 4 ist der als erstes veröffentlichte Song „The Raven Child“. Das Intro wird von Blind Guardian Frontsänger Hansi Kürsch gesungen und verpasst dem Song damit einen kurzen Blind Guardian-Moment, danach wird er im Gegenzug wieder typisch Avantasia – opulent mit Chorgesang, und auch das perfekt aufeinander eingestellte Zusammenspiel von Tobias Sammet und Jørn Lande erfreut den Hörer.
Leider bleiben „Starlight“, „Invincible“ und „Alchemy“ beim ersten Hören nicht wirklich im Gedächtnis haften. Das könnte daran liegen, das hier auf komplett Altes zurückgegriffen wird. Anschließend kehren wir mit „The Piper at the Gates of Dawn“ wieder zu Sammet mit Jørn Lande, Eric Martin, Geoff Tate, Ronnie Atkins und Bob Catley und zu den detailverliebten Parts von Moonglow zurück. Die sechs Musiker ergänzen sich hervorragend und kommen sich in keiner Weise ins Gehege. 2014 hat Tobias Sammet mit seiner anderen Band Edguy den Evergreen „Rock me Amadeus“ von Falco gecovert. Auf Moonglow ist erneut so ein in die Jahre gekommenes Musikstück anzutreffen – er bekommt ein rockigeres Gewand und klingt wirklich super!

Sammet hat bereits verlauten lassen, dass es irgendwann ein Moonglow Part 2 geben wird, wann ist allerdings unklar. Ideen sind anscheinend genug vorhanden.Wer nicht so lang warten kann, versüßt sich die Wartezeit mit dem hervorragend u.a. von Sascha Paeth produzierten Teil 1. Viel Spaß!

Anspieltips: Moonglow, The Book of Shallows, The Piper at the Gates of Dawn

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Avantasia: Moonglow
Nuclear Blast, VÖ: 15.02.2019
18,99 €

Tracklist:

  1. Ghost in the Moon
  2. Book of Shallows
  3. Moonglow
  4. The Raven Child
  5. Starlight
  6. Invincible
  7. Alchemy
  8. The Piper at the Gates of Dawn
  9. Lavender
  10. Requiem for a Dream
  11. Maniac

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