CD: Elvenking – Reader of the runes – Divination

Phantastische Welten, Runen und Magie

EK_713_ROTR_C_3000x3000In der italienischen Metalszene sind sie gut bekannt – die Rede ist von Elvenking. 1997 gegründet, können sie auf eine beachtliche Diskografie zurückblicken. Auch als Band der Woche haben sie uns schon Rede und Antwort gestanden. Das Interview erscheint demnächst. Wir haben in ihr neuestes Werk Reader of the runes – Divination vorab reingehört.


Bei Readers of the runes – Divination handelt es sich um ein Konzeptalbum, das auf längere Zeit ausgelegt werden soll. Besagtes Album, das ab 30.08.19 im Handel ist, bildet den Anfang.

Der Opener „Pertho“ beginnt akustisch und ist dafür gedacht, den Hörer in die mystische Welt von Elvenking mitzunehmen. Bei den zarten Klängen ist dies ein Kinderspiel. „Heathen Divine“ beginnt zwar auch ruhig, allerdings folgen bereits nach den ersten zehn Sekunden treibende Schlagzeugbeats in Form der Double-Basedrum und fette Gitarrenriffs. Also nichts mehr mit dem gemächlichen Eintauchen in eine mystische Welt. Track 3 „Divination“ steht seinem Vorgänger etwas nach, obwohl die fesselnden und hervorstechenden Violinenklänge ein echter Ohrwurmgarant sind. Zweite Singleauskopplung ist „Silverseal“, spätestens hier muss zu dem sehr gut ausgearbeiteten Zusammenspiel Geige – Gitarre das Tanzbein geschwungen werden. Durchschnaufen ist für Elvenking kein Thema, obwohl „The misfortune of virtue“ verhalten beginnt, wird hier schnell das Gaspedal durchgedrückt, und in die treibenden Beats mischen sich folkige Flötenklänge. Auch hier gibt Sänger Darma alles. „Eternal Elenor“ entführt uns tiefer in die mystische Welt, die Elvenking erschaffen haben. Hier erfrischen Akustikgitarre, ein paar Harfenklänge am Anfang und Violine – ein wirklich abwechslungsreiches Stück. „Diamonds in the night“ ist die erste Ballade von Readers of the runes – Divination, die allerdings nur knapp 1:21 Minuten lang ist. Neben der markanten Stimme Darmas kommen hier nur Akustikgitarre und sanfte Violinenklänge zum Einsatz. „Under the sign of the black star“ ist leider mäßig spannend, hier greift alles zu gut ineinander und wirkt etwas abgelutscht. „Malefica Doctrine“ klingt so, wie der Titel verspricht: Dramatische Chorgesänge, Aggressivität, markante Riffs, und man findet schnell wieder zu der guten Qualität von Readers of the runes- Divination zurück. Bestimmend, folkig und fanfarig geht es bei „Sic semper tyrannis“ zu, bei „Warden of the Bane“ wechseln sich langsame und schnelle Rhythmen geschickt ab. Schlusstrack „Reader of the runes – book i“ ist sage und schreibe über zehn Minuten lang, ein dramatischer Songaufbau mit einem langgezogenen Spannungsbogen bildet einen würdigen Schluss.

Obwohl Elvenking immer wieder mit rotierenden Bandumbesetzungen zu kämpfen haben, beeinflusst dies nicht die Qualität ihrer Musik. Mit Readers of the runes -Divination ist ihnen ein hervorragender Beginn einer epischen Reise gelungen, die Lust auf mehr macht, und die Fans dürfen sich bereits jetzt auf den Nachfolger freuen.

Anspieltipps: Divination, Silverseal, Malefica Doctrine, Sic semper Tyrannis

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Elvenking – Readers of the runes – Divination
AFM-Records, Vö. 30.08.2019
16,99 €
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Tracklist:

01. Perthro
02. Heathen divine
03. Divination
04. Silverseal
05. The misfortune of virtue
06. Eternal Eleanor
07. Diamonds in the night
08. Under the sign of a black star
09. Malefica Doctrine
10. Sic semper tyrannis
11. Warden of the bane
12. Reader of the runes – book I

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