CD: Serenity – Codex Atlanticus

Eine klangvolle epische Reise

SERENITY_Codex AtlanicusDas fünfte Album Codex Atlanticus der Symphonic-Metal-Band Serenity strotzt nur so von großen Orchesterarrangements, der geneigte Hörer vernimmt gelungene Riffs, großartige Melodien und fantasiegeladene Songs. Lasst euch ein auf eine Zeitreise, die euch zurück zu Leonardo da Vinci und seiner Lebensgeschichte führt.

Der Einstieg mit „Codex Atlanticus“ gelingt: Es ist eine mittelalterliche Weise mit weiblichem Gesang und großem Orchester, die abrupt endet. Gleich anschließend geht es weiter mit „Follow me“:

Geschwind geht es weiter mit „Sprouts of Terror“. Der Drummer markiert mit seinen Sticks Einschläge, Georg Neuhäuser windet sich mit seiner Stimme dazwischen durch. Nach einer kurzen Verschnaufpause sind die Musiker wieder bereit zum Kampf, die Armee bildet das große Orchester im Hintergrund. „Iniquity“ könnt ihr euch ebenso bereits online anhören:

Ein großartiges Zusammenspiel von Band und Orchester bildet „Reason“. Besonders beeindruckend finde ich „My final Chapter“. Es geht um die die eigene Endlichkeit, die hier lieblich beginnt und sich zu einer getragenen Melodie mit bedeutungsvollen Worten wandelt. Kreisende Hubschrauberrotoren werden in Szene gesetzt, es wird ein Gefecht angedeutet bei „Caught in a Myth“. Es ist ein Kampf der Instrumente und zwischen Wissenschaft und Wahrheit. „Fate of Light“ lässt die Gitarrenriffs und das Schlagzeug Schüsse abfeuern. Aber es gibt ein neues Morgen und eine Spur von Selbsterkenntnis. Einen großen Auftritt hat „The perfect Woman“. Es gilt einen Auftrag zu erfüllen, die weibliche Stimme haucht die Inspiration dazu ein. „Spirit in the Flesh“ können wir uns wieder anhören und -sehen:

Zum Abschluss wird uns ein kraft- und schwungvoller Song namens „The Order“ geboten. Es gibt noch einmal ein großes musikalisches Szenarium, in dem es darum geht, dass man für begangene Fehler im Lebenslauf irgendwann den Preis zu zahlen hat.

Anfang Februar gab die österreichische Band Serenity ein Konzert im Münchener Backstage, leider hab ich dieses verpasst. Ich hätte mir gerne diese großen Melodien und den Auftritt der Bandmitglieder live angesehen. Bis dato kenne ich nur Symphonic-Metal-Bands mit weiblichen Hauptstimmen, bei Codex Atlanticus wirkt die von Georg Neuhauser genauso überzeugend. Der Gesang ist zwar geradliniger, mit weniger Schnörkel, aber genauso klar in höheren Tonlagen. Die Musiker geben ebenso ihr Bestes, die Gitarrensoli gehören natürlich dazu und findet man auch auf dieser CD. Sie sind ein eingespieltes Team, die ihre fantasievollen musikalischen Gebilde mit einem großen Orchester perfekt intonieren.

Fazit: Ihr seid interessiert an großen Melodien und interessanten Geschichten? Dann seid ihr hier gut beraten.

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Serenity: Codex Atlanticus
Napalm Records, 29.01.2016
ab 13,99 €
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www.facebook.com/serenityaustria​

www.serenity-band.com/​

Tracklist:
1. Codex Atlanticus
2. Follow me
3. Sprouts of Terror
4. Iniquity
5. Reason
6. My final Chapter
7. Caught in a Myth
8. Fate of Light
9. The perfect Woman
10. Spirit in the Flesh
11. The Order
12. Forgive Me (Bonustrack)
13. Sail (Bonustrack)
14. My final Chapter (Bonustrack Orchestral Version)

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