CD: The Mission – Another Fall from Grace

Forward to the Past

The_Mission_-_Another_Fall_From_Grace[1]Zu den legendären The Mission braucht man wohl nicht viel zu erzählen. Nach Streitigkeiten mit Andrew Eldritch verließen Wayne Hussey und Craig Adams im Herbst 1985 The Sisters Of Mercy, um ihre eigene Band The Mission mit ihrem ureigenen Gothic-Rock-Sound zu gründen. Dreißig Jahre später erscheint nun das 12. Studioalbum Another Fall from Grace.
Another Fall from Grace wurde zusammen von Wayne Hussey und Tim Palmer produziert. Als prominente Studiogäste haben Gary Numan, Martin Gore (Depeche Mode), Ville Valo (HIM), Julianne Regan (All About Eve) und Evi Vine ihre Stimmen bei einigen Tracks beigesteuert.

Der Opener „Another Fall from Grace“ beginnt relativ ruhig, gewinnt dann aber an atmosphärischer Dichte, bevor schließlich beim Refrain die Leidenschaft in der Stimme von Wayne Hussey voll zum Tragen kommt, sodass eindeutig klar wird, wohin die Reise auf diesem Album gehen wird. Spätestens zu „Met-Amor-Phosis“ möchte man tanzen, denn dieser auch als Single ausgekoppelte Song ist eine klassische TheMission-Hymne, und man fühlt sich ins Jahr 1985 zurückversetzt. Eine wabernde Gothic-Gitarre, die stellenweise an die frühen The Sisters of Mercy zu First and last and always Zeiten erinnert. Im Mitsing-Refrain wird Wayne Hussey von Ville Valo unterstützt, dem Sänger von HIM, so dass eine Chorwirkung erzielt wird. „Within The Deepest Darkness (Fearful)“ ist ein dem Namen gerecht werdender düsterer und eher ruhiger Song, der eine mystische Stimmung hervorruft. Obwohl „Blood on the Road“ eigentlich wie ein typischer Mission-Song kling, die Gitarre, die Stimme, der eingängige Refrain zum Mitsingen, würde ich mir wünschen, dass der Song rockiger eingespielt worden wäre. Aber vielleicht setzt die Band auf den Konzerten noch einen drauf. Eine weitere Hymne ist „Can’t see the Ocean for the Rain“. Waynes Stimme nimmt einen sofort gefangen, außerdem wird diese im Hintergrund wieder unterstützt, diesmal von einer weiblichen Stimme. Die Band erzeugt einen Bombast-Rock, wie es in dieser speziellen Weise eben nur The Mission können.
c_Paul_Grace-11[1]Der Gitarrenlauf des Intros von „Tyranny of Secrets“ setzt diese Stimmung nahtlos fort. Trotz der ruhigeren Gesangseinlagen in den Zwischenpassagen möchte ich diesen Song in die Kategorie „High Energy“ einordnen. Rockt! „Never’s longer than Forever“ ist dann eine Art Ballade und bietet somit eine kleine Verschnaufpause. Trotzdem geht der Song richtig ins Ohr, wahrscheinlich wegen der toll harmonierenden Stimmen zwischen Wayne und dem weiblichen Counterpart. Ebenfalls ruhiger angelegt ist „Bullets & Bayonets“, das mit einer orientalischen Atmosphäre überrascht. Es wirkt insgesamt etwas verhalten, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass dieser Song live erst seine volle Wirkung entfaltet.
„Valaam“ ist ein kurzer Spoken Word Track mit einer sehr eindringlichen Wirkung, der mich in seiner Art an die Spoken Word Sachen von Justin Sullivan von New Model Army erinnert. Ungewöhnlich ist dabei, dass der Track weder als Intro noch als Outro präsentiert wird, wie das sonst meistens der Fall ist. „Severina“, „Amelia“, „Fabienne“, „Evangeline“, „Belladonna“ und nun „Jade“. Jedenfalls sehe ich den Song in der langen Tradition der Songs mit Frauennamen. Er ist vielleicht nicht vergleichbar bombastisch wie „Severina“, geht aber trotzdem ins Ohr. Wenn man nur den Bass betrachtet, könnte „Only you & you alone“ in Richtung Doom gehen, aber so schwer ist das komplette Zusammenspiel dann doch nicht. Die düstere Stimmung verliert der Song nur beim Refrain, wenn sich der Gesang, wieder unterstützt durch weiblichen und männlichen Backgroundgesang, in die Höhe schraubt. Dennoch bleibt er sehr schwermütig. Beim letzten Track des Albums, „Phantom Pain“, verbreitet Wayne eine richtige Grabesstimmung, bevor seine Stimme wieder emporsteigt, begleitet von einem atmosphärischen Gitarrenspiel. Als auch noch ein Saxophon einsetzt und damit jazzähnliche Stimmung verbreitet, bin ich überrascht. Mit Jazz kann ich in aller Regel wenig anfangen, aber hier passt die Kombination gut zusammen, und Wayne Hussey beweist wieder einmal seine Vielseitigkeit.

Fazit: Wayne Hussey selbst beschreibt das Album folgendermaßen: “For me, this new Mission album is the long lost missing link between the Sisters Of Mercy’s First & Last & Always and The Mission’s God’s Own Medicine, both albums of course that I was heavily involved in making.“
Natürlich klingt das zunächst einmal etwas vollmundig, dennoch ist diese Einschätzung auch meiner Meinung nach absolut zutreffend. Dieses Album ist ein Must Have für alle The Mission Fans, aber auch alle anderen können hier bedenkenlos zugreifen. Definitive Kaufempfehlung!

Anspieltips: Met-Amor-Phosis, Can’t see the Ocean for the Rain, Tyranny of Secret

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The Mission: Another Fall from Grace
Sony Music, VÖ: 30.09.2016
MP3 Download 10,99 €, CD 15,99 €, 2CD Deluxe 32,99€, LP 26,99 €, erhältlich über the-mission.tmstor.es
Homepage: themissionuk.comfacebook.com/themissionuk

 

Tracklist:
01 Another Fall from Grace
02 Met-Amor-Phosis
03 Within the deepest Darkness (Fearful)
04 Blood on the Road
05 Can’t see the Ocean for the Rain
06 Tyranny of Secrets
07 Never’s longer than forever
08 Bullets & Bayonets
09 Valaam
10 Jade
11 Only you & you alone
12 Phantom Pain

THE MISSION Live On Tour 2016

UK AND IRELAND TOUR
SAT 1-Oct-16 IRE DUBLIN ACADEMY
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WED 12-Oct-16 PORTUGAL LISBON PARADISE GARAGE
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SAT 15-Oct-16 SPAIN VALENCIA REPUBLICA
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SAT 29-Oct-16 GERMANY COLOGNE ESSIGFABRIK
MON 31-Oct-16 HOLLAND UTRECHT TIVOLIVREDENBURG (Pandora Hall)
TUE 1-Nov-16 FRANCE PARIS BUS PALLADIUM
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FRI 4-Nov-16 LONDON O2 FORUM
SAT 5-Nov-16 UK WHITBY GOTH WEEKEND
SUN 6-Nov-16 BIRMINGHAM O2 INSTITUTE

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FRI 11-Nov-16 – THE FACTORY, Sydney NSW
SAT 12-Nov-16 – THE TRIFFID, Brisbane QLD
SUN 13-Nov-16 – MAX WATTS, Melbourne VIC
TUE 15-Nov-16 – THE GOV, Adelaide SA
WED 16-Nov–16 – CAPITOL, Perth WA

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