CD/EP: KITE – VI

Ausdrucksstark und elektrisierend

VISo mitreißend, diese Farbenfreude und Ausdruckskraft in ihren Videos. Erst seit kurzem begeistert mich das Duo, aber das vom ersten Electronic-Pop-Ton an. Am 19. Oktober sollten sie im Backstage auf der Bühne stehen, leider wird daraus nichts. Von wem ich rede? Von KITE! Die Schweden reißen mich jedes Mal mit, vielleicht kann ich euch auch infizieren? Hört mal zum Beispiel in die EP VI rein:

„Count the days“ schwebt anfangs in hohen Synthesizer-Tonlagen, und dann kommt diese Stimme, so unverkennbar, so eigenwillig, und erzählt uns eine melancholische Geschichte, die auch aufrütteln kann: „count the days is not enough“! Der nächste Track geht sofort ins Ohr, diese abgehackten Töne, der flotte Rhythmus: „It’s ours“! Auch hier kann man sich persönlich angesprochen fühlen, man muss sich den Text mal durchlesen, er hat was Aufrüttelndes: „it’s not mine, it’s not yours, ist not theirs, it’s ours … world“. Anfangs wabert die Melodie einfach so dahin, „Nocturne“ überrascht dann mit der maschinellen Stimme von Nicklas Stenemo. Es ist ein sehr geräuschvolles Stück, erinnert mich etwas an Jean Michel Jarre und bannt mich immer wieder aufs Neue. Die Komposition lässt mich an ein Raumschiff denken, das durchs All trudelt. „True colors“ ist für mich ein großartiger Song, von der Musik bis zum Text, da stimmt einfach alles: der Synth-Pop, das Programming, die Stimme … ein Synth-Pop-Track mit Wiedererkennungswert. Es folgen hallende, dumpfe elektronische Töne, „Up for life“! Wieder wird eine Geräusch- bzw. Musikwelt erschaffen, in der die Regler gedreht, die Tasten bedient werden, so gut eingespielt und so perfekt dargeboten:

Christian Berg und Nicklas Stenemo haben sich 2007 zusammengefunden, schnell war „My girl and I“ fertiggestellt. Ich hab mir das Video dazu angeschaut, hier kommen sie noch jungenhaft und melodientechnisch einfacher rüber. Sie haben ihren Electronic Pop weiter entwickelt und verbessert. Vor allem die Stimme von Nicklas hat es mir angetan, sie hat eine ganz eigene Stimmlage, die man sehr schnell erkennt bzw. zwischen anderen Tracks raushört. Christian Berg ist mehr der Mann im Hintergrund, der sich um Regler und Tasten kümmert und damit KITE eine großartige Klangwelt zur Verfügung stellt.

Anfang März waren KITE auf Tour in Amerika, beim WGT und Amphi (Review) haben sie ihr Publikum begeistert. Ich freue mich auf mehr Musik von ihnen.

Anspieltipp: gibt’s nicht, geht nicht, alles

:mosch: :mosch: :mosch: :mosch: :mosch:

Kite: VI
April 2015
4,59 € mp3 / 10,99 € CD
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Tracklist:
01 Up for live
02 It’s ours
03 Count the days
04 True colors
05 Nocturne

s.a. We are Progress

(202)

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