Halloween-Special: Zombie-Cat Cake-Pops

… es war ein Versehen!

Oft passiert es, dass man etwas ganz anderes plant, als am Ende herauskommt. So auch in diesem Fall. Mein zweiter Versuch jemals Cake-Pops zu machen, endete mit einem Desaster. Ich wollte eigentlich süße Kätzchen machen, habe aber im Einzelnen viel zu viel Teig verwendet und diesen nicht ausreichend gekühlt. Kurzum: Die süßen Kätzchen sind an ihrem Holzspieß heruntergerutscht und wurden zu Untoten. Eigentlich perfekt für Halloween, oder?

Zutaten:
700 g (Rühr-)Kuchen (selbst gebacken oder Fertigkuchen)
115 g Butter, Zimmertemperatur
200 g Frischkäse, Zimmertemperatur
150 g Puderzucker
50 g Schokoladen-Blättchen
400 g Kuvertüre oder anderen Überzug („Candy-Melts“)
Dekoration nach Wahl (ich hatte Zuckerschrift, Zuckerperlen und Schoko-Herzen)
Schaschlik-Spieße oder andere Stiele

Den Rührkuchen in eine Schüssel fein zerbröseln, am besten mit den Fingern. Wenn es ein Fertigkuchen mit Schoko-Überzug ist, braucht man keine zusätzlichen Schokoblättchen untermischen. Anderenfalls jetzt die 50 g Schoko-Blättchen dazugeben. Butter in kleine Stücke schneiden und mit dem Frischkäse und dem Puderzucker in die Kuchenkrümel geben. Danach ordentlich durchkneten, damit eine homogene Masse entsteht. Die Spieße bereitlegen und möglichst etwas, in das man die fertigen Spieße zum Auskühlen stecken kann (z. B. ein Steckschwamm, ein Stück Styropor oder ein umgedrehtes Nudelsieb mit Löchern).

Aus der Teigmasse immer jeweils eine nicht zu kleine Kugel (Kopf) und ein Ei (Körper) rollen und auf einer mit Alufolie belegten Fläche (z. B. Backblech oder Tablett) ablegen. In einem Wasserbad die Kuvertüre schmelzen, aber nicht zu warm werden lassen. Der Schmelzpunkt von Kuvertüre ist ziemlich niedrig. Wenn sie zu heiß wird, einfach aus dem Wasserbad nehmen und herunterkühlen lassen, sie bleibt sehr lange flüssig. Gerät die Kuvertüre zu warm, werden euch die Teigkugeln sehr leicht vom Spieß rutschen, wenn ihr sie hineintaucht – und rutschen sollen sie schließlich erst später. Die Verzierung bereitlegen: In meinem Fall Schokoherzen (das werden später die Ohren) und Zuckerperlen (das werden später Augen und Nase). Währenddessen würde man jetzt bei normalen Cake-Pops die Teigkugeln gut herunterkühlen – ich gebe die Kugeln dazu immer auf ein Backblech und ins Gefrierfach. Bei besagtem Versuch meinte ich darauf verzichten zu können, dadurch war die Masse zu weich und zu schwer. Als ich die Kugeln dann aufgespießt und umgehend in die recht warme Schokolade getaucht habe, ist die Masse beim Auskühlen einfach am Spieß heruntergerutscht.

Also für Zombiekatzen an dieser Stelle nicht herunterkühlen, sondern einfach Körper und Kopf auf den Spieß stecken und dann kurz in die flüssige Schokolade tauchen, dabei leicht drehen. Wenn alle Seiten bedeckt sind, die Katze vorsichtig herausziehen, die Schokoherzen mit der Spitze nach oben seitlich an den Kopf stecken und drei Zuckerperlen als Augen und Nase anordnen. So trocknen lassen – die Katzen werden jetzt wahrscheinlich dezent herunterrutschen und auseinanderbrechen. Dies wiederholen, bis alle Spieße mit Schokolade überzogen sind, die Spieße dann kühl stellen. Nach einiger Zeit herausnehmen und mit Zuckerschrift die restlichen Details wie Pfoten, Mund und Schnurrhaare aufmalen.

Fertig sind die Zombie-Kätzchen!

Varianten: Man kann mit diesem Teig natürlich auch ganz gewöhnliche Cake-Pops (also Kuchenkugeln am Stiel) machen. Zum Beispiel könnte man zu Halloween auch kleine Kürbisse formen oder Geister am Stiel. Um herkömmliche Cake-Pops aus dem Teig herzustellen, die Kugeln nicht zu groß machen und mindestens 30 Minuten im Tiefkühler, alternativ mindestens eine Stunde im Kühlschrank herunterkühlen lassen, bevor man sie aufspießt. Als Überzug entweder Schokolade oder sogenannte Candy-Melts wählen.

Pro-Tipp: Candy-Melts (Link) sind Schoko-Zuckerguss-Glasuren in allen möglichen Farben. Diese eignen sich besonders gut zum Überziehen der Kugeln, da die Masse schnell fest wird, auch ohne große Kühlaktion. Allerdings ist das Produkt recht teuer und muss meist über das Netz bezogen werden. Herkömmlicher Kuchenüberzug tut es in meinen Augen auch, aber wenn man den besonderen Farbkick will sind die Melts sicher ein spannender Ersatz. Aber Achtung: Man muss bei den Melts schnell sein mit dem Verzieren, da der Meltüberzug innerhalb kürzester Zeit trocken ist.

Getränk? Milch – Auch Zombie-Kätzchen lieben Milch
Musik? The Strangeloves – I want Candy

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