Halloween-Special: Halloween-Torte

Süße Sünde aus Kürbis-Innereien

Sind wir doch mal ehrlich: Jedes Jahr wieder stoßen wir zu Halloween bei der Rezept-Suche auf „abgehackte Wurstfinger“, „Augäpfel in Sauce“, „Gehirnpudding“ und andere Widerwärtigkeiten. Appetitlich? Nein, aber das soll es vermutlich auch nicht sein. Kulinarisch anspruchsvoll? Sicher nicht. Warum also decken wir unseren Samhain-Gästen nicht zur Abwechslung mal für das Auge und vor allem für den Gaumen ansprechendere Nachspeisen auf? Also, ich habe mal in der Rezept-Kiste gekramt und bin tatsächlich auf ein leuchtendes Torten-Rezept gestoßen. Schwarz und Orange, das passt doch zum amerikanisierten Traum von Halloween! Praktisch, die Innereien von Friederich, dem geschnitzten Kürbisgesicht finden auch gleich noch Verwendung. Und genügend Fett und Schokolade ist auch drin, um die Gäste für den restlichen Abend lahm zu legen. Also frisch ans Werk …

Halloween-Torte

Für einmal Kalorienbombe braucht ihr:

Für den Teig:

200 ml Buttermilch
400 g Kürbispüree
3 Tl Vanillepulver
280 g Butter oder Margarine
250 g braunen Zucker
5 Eier
300 g Mehl
120 g Kakaopulver
3 Tl Backpulver
1 Tl Natron
½ Tl Salz

Für die Creme:

300 g Frischkäse
125 g Puderzucker
fettlösliche orange Speisefarbe
200 g Sahne

Für die Glasur:

75 g Sahne
2 El Butter
200 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung der Leckerei:

Buttermilch, Kürbispüree und Vanille verrühren. Bestimmt kam schon die Frage auf, woher zur Hölle ihr Kürbispüree nehmen sollt. Selbermachen natürlich! Dazu einfach ca. 700 g Kürbis bei 160°C Umluft im Ofen in Stückchen geschnitten brutzeln lassen. Wenn Friederichs Innereien endlich weich gebacken sind, einmal kräftig durchpürieren und schon habt ihr das Püree zum Weiterverarbeiten. Also weiter im Text. In einer zweiten (großen!) Schüssel Butter und Zucker schön schaumig schlagen, anschließend die Eier in zwei Portionen unterrühren. Damit´s danach auch richtig viel zum Abspülen gibt, braucht ihr jetzt noch eine dritte Schüssel. Darin das Mehl mit Kakaopulver, Backpulver, Natron und Salz mischen. Wer dabei schön kräftig rührt, kann gleichzeitig schon mal für die Party dekorieren – das staubt richtig! Ist die Mehlmischung doch eher im Kuchen als auf der Anrichte erwünscht, dann nicht so kräftig rühren und lieber im Wechsel mit der Kürbis-Mischung unter die Ei-Zucker-Butter-Mischung in der großen Schüssel rühren (ich hoffe wirklich, ihr habt die Schüssel-Größe betreffend auf mich gehört!). Das Ganze dann in eine 26er Springform geben und bei 160°C Umluft bzw. 180°C Ober-Unter-Hitze im vorgeheizten Ofen ca. 50 Minuten backen. Wer nicht so firm im Umgang mit großen Messern ist – auch wenn ich eher Gegenteiliges von euch erwarte – kann die Böden auch auf zweimal, dann in je ca. 35 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen und gegebenenfalls einmal durchschneiden.

Für die Creme Frischkäse und Puderzucker cremig rühren, die Speisefarbe unterheben. Orange sieht fein aus, wer aber doch eher zum klassischen Schimmel-Kuchen tendiert der möge auch grün oder andere verrückte Farbverirrungen verwenden. Noch die Sahne steif schlagen und unterziehen. Den unteren Boden mit etwa einem Drittel der Creme bestreichen, zweiten Boden aufsetzen und die Torte rund herum mit der restlichen Creme umhüllen. An einem vor Fressfeinden geschützten Ort kalt stellen.

Fehlt nur noch die Verzierung. Dazu Sahne und Butter erhitzen, vom Herd nehmen und die Kuvertüre darin auflösen. Wenn die Mischung schön dickflüssig ist, muss das Ganze noch auf die Torte: mutig in einem Schwung drauf und leicht am Rand runter fließen lassen. Oder aber – bei entsprechend kreativer Veranlagung – vielleicht doch lieber Spinnennetz und Totenkopf drauf malen.

Guten Hunger!

Und dazu noch ein musikalischer Klassiker zu Halloween…

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