Kunst für Nachtschwärmer*innen

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Dieses Jahr fand endlich wieder die Lange Nacht der Museen statt. Am 16. Oktober konnten sich die Museumsfans von 18:00 Uhr bis 1:00 Uhr am nächsten Tag Ausstellungen in den schönsten Museen und Gebäuden der Stadt gönnen. Es gab wieder ein Lange-Nacht-Ticket für 15 Euro, dieses berechtigte zusätzlich zur Fahrt mit dem MVV und auch mit speziellen Shuttle-Bussen. Doch nicht nur die großen Museen wie die Pinakotheken, das Museum Brandhorst oder das Deutsche Museum hatten sich beteiligt, es gab Führungen, Konzerte und Theater, Licht- und Klang-Installationen und Happenings in verschiedensten Einrichtungen.

Ich schloss mich einer Stadtführung über das mittelalterliche München an. Riesig war die Gruppe! Doch sehr diszipliniert waren alle bestrebt, immer dem richtigen Rudel nachzugehen und leise zu sein, damit man die sehr kundige Dame auch verstand.

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Schön war zudem, dass es nicht allzu kalt war, dass man allmählich wieder etwas Leben in der Stadt sehen konnte, und dass trotzdem alle diszipliniert waren – coronatechnisch. Danach führte mich mein Weg über die Heiliggeistkirche (schöne Musik und tolles Licht)

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und das Isartor (Installation im Innenhof des Valentin Musäums: „Ja, unsere weißen Westen!“ 75 Jahre Gesetz zur Entnazifizierung)

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zur Kirche St. Lukas zu einer interessanten Performance zum Thema Einsamkeit: „No man is an island“. Tiefgründig und verstörend.

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Nachts dann im Lehel herumzulaufen und an der Isar auf Höhe Praterinsel, das hatte fast etwas von einem London an der Themse zu Zeiten von Jack the Ripper, schön, aber auch schaurig!

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Der Heimweg führte mich über das Hotel Mariandl, in dem zwölf Künstler*innen unter dem Motto „Zimmer frei“ auf zwei Etagen des Hotels die Hotelzimmer umgestaltet haben. Nicht in jedem hätte ich danach übernachten wollen!

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Interessante Eindrücke und für euch ein unbedingter Tipp für nächstes Jahr!

 

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