O’gsprüht is!

Das zweite Jahr also nun schon, dass Verreisen schwer ist, dass es keine großen Spektakel gibt wie Groß-Open-Airs oder im Herbst das Oktoberfest. Deshalb beschert die Stadt München wieder den „Sommer in der Stadt“ allen Daheimgebliebenen.

Neben dem Olympiapark und dem Königsplatz findet auch auf der Theresienwiese allerhand statt. Viel für die Kleinen, aber auch Beachvolleyball, Kunst im Karrée und ein ganz klein wenig Wiesn-Feeling: Fahrgeschäfte, Essstände, Biergärten.
Auch Graffiti-Künstler Loomit will Wiesn-Feeling verströmen. Es gab am 7. und 8. August ein Live-Event, bei dem er im Auftrag der Stadt ein Monumentalgemälde gestaltet hat.
 

Loomit hat sich vorbereitet und die Volksfesthistorie künstlerisch verarbeitet. Er hat aus dem Schriftzug „Sommer in der Stadt“ ein Panorama der Wiesn-Geschichte gemacht. König Ludwig I. mit seiner Frau Therese kann man erkennen, die Bavaria, eine Geisterbahn, die Steilwand-Kitty, das Paulaner-Festzelt, berühmte Persönlichkeiten wie Buffalo Bill und Albert Einstein, das Münchner Kindl und den Engel Aloisius. Doch nicht nur Lustiges ist zu sehen. Loomit erinnert mit seiner Gedenkstele auch an das traurigste Oktoberfest überhaupt mit dem Attentat vom 26. September 1980.

Die große Wand unterhalb der Bavaria, beim Servicecentrum (Container), kann man schon von Weitem sehen. Schnell muss man trotzdem sein: Am 22. August ist der „Sommer in der Stadt“ auf der Theresienwiese zu Ende, und auch die schöne bunte Wand muss abgebaut werden. Zu schade.

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