Brutal avantgardistisch

TMD_CoverUnd das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Die Holländer The Monolith Deathcult haben mit V3-Vernedering den finalen Teil ihrer Trilogie veröffentlicht. Sie haben ihren Technial Death Metal schon zuvor in Sachen Brutalität und Geschwindigkeit ausgereizt, scheuen Industrial-Einflüsse nicht und wagen nun einen weiteren Schritt in Richtung Avantgarde. Das geht hin bis zu Frosch-ähnlichem Gesang, den man eher vom Grindcore her kennt, wie beispielsweise von der Band Gutalag. Perfekt wird das alles beim Video zu „Gone sour, doomed“.

Außerdem werden sehr interessant gemachte Hörspiel-ähnliche Sequenzen eingesetzt, und manche Passagen erinnern an dramatische Filmmusik. Um den Ideen genügend Raum zu geben, sind alle Songs mit einer Ausnahme sechs bis sieben Minuten lang und dabei aber alles andere als langweilig. Im Gegenteil, V3-Vernedering ist höchst abwechslungsreich geraten. Hier läuft nichts nach Schema F, wenn auch nicht ganz so radikal, aber doch vergleichbar mit Igorrr.
The Monolith Deathcult sind Robin Kok (Bass & Vocals), Michiel Dekker (Guitar), Carsten Altena (Guitar). Die Drums wurden vom nicht näher benannten Session-Musiker Frank eingespielt.
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The Monolith Deathcult: V3-Vernedering
Human Detonator Records, Vö. 14.05.2021
Homepage: https://monolith-deathcult.com
https://www.facebook.com/monolithdeathcult
https://www.facebook.com/humandetonatorrecords/

Tracklist:
01 Infowars
02 Connect the goddamn dots
03 Gone sour, doomed
04 Vernedering
05 Blood libels
06 The white silence
07 They drew first blood
08 L’ouverture de morose

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