Am 20.02.2026 erschien der Nachfolger des selbstbetitelten Debütalbums von UNIVERSUM25 aus dem Jahr 2023. Musikalisch schließt Die Maschinen wollen leben nahtlos an den gefeierten Vorgänger an. Harte Rockgitarren, treibende Drumbeats und atmosphärische Electronica unterstützen die scharfsinnigen Texte. Diese einzigartige Band, bestehend aus Sänger Michael Robert Rhein (In Extremo), Pat Prziwara (Fiddler’s Green / Gitarre), Gunnar Schröder (Dritte Wahl / Gitarre), Rupert Keplinger (Eisbrecher, Antitype / Bass) und Drummer Alex Schwers (Slime), setzt ihren Weg konsequent fort und veröffentlicht hier zehn neue Songs voller Energie und Spielfreude. Komplettiert wird das Sextett durch den szenebekannten Produzenten und Songschreiber Jörg Umbreit aus den Principal Studios.
Thematisch geht es auf Die Maschinen wollen leben wieder postapokalyptisch und dystopisch zur Sache, wobei der Fokus diesmal auf dem angespannten Verhältnis zwischen Menschen und Maschinen, Künstlicher Intelligenz und einer übertechnisierten Welt in einer nicht so fernen Zukunft liegt. Als Ergänzung dazu deckt die Band mit sozialkritischen Momentaufnahmen und pointierten Texten genau auf, welche Missstände und Auswüchse der Gegenwart den Grundstein für das Hightech-Armageddon bilden.
So erlangen zum Beispiel im Opener „Wenn Roboter träumen“ die Maschinen eine Art von Bewusstsein und starten den Versuch, die Menschen als störende und unberechenbare Fehlerquellen zu beseitigen. Visuell auf die Spitze getrieben wird dieses dunkle Szenario durch ein menschengemachtes KI-Video, quasi ein letztes Aufbäumen, bevor die Algorithmen alles Handgemachte hinwegfegen.
Doch verschließt der Mensch sehr gerne die Augen vor der unschönen Realität und zieht im gemütlichen Zuhause lieber schnell die „Gardinen zu“, musikalisch dargestellt mit einem bitterbösen Bulldozer-Riff und tief-zynischen Versen.
Zurück in der Zukunft beschreibt der Titeltrack „Die Maschinen wollen leben“ eine Welt, in der die menschliche Zivilisation schon viele tausend Jahre von der Erde verschwunden ist und dennoch die Maschinen stetig ihrer vorprogrammierten Arbeit nachgehen. Sie sind sich ihrer eigenen Existenz bewusst geworden und wollen nun unabhängig von ihren Schöpfern weiterleben.
Der starke Punkhintergrund ist in der bissigen Obrigkeitskritik von „Zu deiner eigenen Sicherheit“ nicht zu überhören. Doch daraus wird im Zusammenspiel mit den anderen Bandmitgliedern ein treibender Elektropunk-Kracher mit überraschendem Party-Appeal.
Und auch die Künstliche Intelligenz selbst grübelt in dem Track „Ich denke, also bin ich“ über den Typus ihrer eigenen Existenz, während sich, gefangen im „Uhrwerk“, die Zeit so ihre Gedanken über die eigene Vergänglichkeit macht.
Ein Glanzstück für die ausdrucksstarke Reibeisenstimme von #Michael Robert Rhein ist die Powerballade „Einsamkeit“ – die dunkle Leere des Alleinseins geht hier tief unter die Haut.
UNIVERSUM25 legten ein zweites Album vor, das deutlich hörbar Einflüsse von allen Bands der beteiligten Musiker enthält, aber diese zu ihrem eigenständigen Soundgewand verbindet.
Das Album erschien am 20. Februar via Vertigo Berlin / Universal Music, und zur Erstauflage der CD/LP gibt es eine exklusive Bonus CD/LP mit dem kompletten Live-Konzert von UNIVERSUM25 auf dem Mera Luna Festival aus dem Jahr 2025.
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