Konzert: 26.10.2013 Tarja – TeodasiA, Backstage Werk

Glanzvoller Abend

Colours of the Dark heißt das neue Album der finnischen Sängerin Tarja Turunen und mit diesem tourt sie derzeit durch unsere Gefilde. Am 26.10.2013 machte sie auch in München Halt, im Gepäck dabei die italienische Symphonic-Metal Band TeodasiA.

Diese machten auch pünktlich um 20 Uhr den Anfang und bereiteten mit ihrer frischen Art wirklich Freude. Gut, manchmal waren die Aktionen und das Posen der Sängerin Giulia ein wenig zu übertrieben, doch sie hatte sichtlich Spaß an dem Auftritt, lächelte ständig und wirbelte über die Bühne. Ihre Stimme überraschte mich. Die verschiedenen Klangfarben erinnerten mich ein wenig an Kirlian Camera, ebenso ihre Posen. Wahrscheinlich liegt das an den italienischen Genen. Energie brachte die zierliche Giulia genug auf die Bühne, sodass mit jedem Titel auch die Stimmung im Publikum stieg, zunächst sehr verhalten, konnten sich gegen Ende des Auftrittes einige kaum mehr halten. Andere hingegen warteten genervt auf den Hauptact. Weiterlesen

News: Werde Gast im „Hotel Suicide“ von Rabia Sorda

Das neue Album Hotel Suicide von Rabia Sorda soll am 29.11.2013 erscheinen.
Das Label Out of Line sagt dazu:
„Die Songs treffen das emotionale Zentrum wie ein Tritt in die Magengrube, rattern durch den Körper wie ein Güterzug ohne Zugführer und verbinden die schwere Energie des Post Punk mit der unverblümt herausgekotzten Aggression von Hardcore und Punk auf einem Cocktail aus Elektronik, harten Drums, wild drauflos bratzenden Gitarren und so ehrlichen wie eingängigen Melodien.“

Was brauchen wir mehr?
Zu der Single „Deaf“ gibt es bereits ein offizielles Video, das einen ertsen Einblick ins neue Werk der Mexikaner bietet:

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Editorial – 8. Ausgabe – 4.11.13

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Band der Woche

Letzte Woche Spanien, diese Woche Frankreich: Wir stellen euch das Industrial-Duo K-Bereit vor!

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Band der Woche: K-Bereit

Aus Frankreich kommt diesmal unsere Band der Woche. K-Bereit bestehen seit 2002, setzen sich auf Konzerten gekonnt in Szene und begeistern ihre Industrial/EBM-Fans.

Who is behind K-Bereit?
Drey: K-Bereit was created in 2002 by Dominique Lallement, ex member of Kriegbereit and Cobalt 60, and an old friend. They released 2 albums. In 2012 Drey joined the band as manager and became the singer of the band in March 2013 (after the singer’s demisssion). Drey and Dom wants to bring glamour into industrial music, tired to hear all the same things and see all the same kind of people in this scene. Dominique is the main member: he is the one composing the music, the production guy and the leader, Drey is now the singer, but also manager and booker. Weiterlesen

Konzert: 25.10.13 – Das Niveau, Backstage Club, München

Konzert oder Comedy

Ein wenig Musik, etwas mehr Blödsinn und sehr viel Lachen, so könnte man Das Niveau beschreiben. Die beiden Berliner Jungs packen mittelalterliche Themen in sehr humorvolle Texte und unterlegen das Ganze mit seichter Gitarrenmusik. Was dabei herauskommt, ist zwar nicht unbedingt niveauvoll, aber allemal hörenswert! Seit 2008 konnte man sie immer wieder bei verschiedenen Gelegenheiten sehen, vor allem auf dem Mittelalerlich Phantasie Spectaculum, auch MPS genannt, waren sie in den letzten Jahren Dauergäste. Nun touren die beiden zum ersten Mal auf eigene Faust durch die Republik und machen dabei auch Station in München im Backstage Club.

CD: The Exploding Boy – Four

Bewährte Kost auf hohem Niveau

cover-exploding-boyDie Stockholmer, die in der Postpunk- und Gothic-Szene schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben, legen mit Four ihr – wer hätte es geahnt – viertes Album vor, das sicher nicht nur von mir sehnsüchtig erwartet wird. 2012 haben sie unter anderem auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig vor einer begeisterten Menge gespielt und gezeigt, dass ihr melancholisch-treibender Postpunk, der mal mehr, mal weniger von Bands wie Joy Division beeinflusst klingt, auch live und im strahlenden Sonnenschein hervorragend funktioniert.
Die drei bisherigen Alben The Exploding Boy (2007), Afterglow (2009) und The black Album (2011) zeigen die musikalische Entwicklung der Band von ihren noch düsteren und Wave-lastigeren Anfängen bis hin zu den großen Pop-Postpunk-Hymnen wie „London“, „Heart of Glass“ oder „Torn“. Ich bin also gespannt, wohin die musikalische Reise von The Exploding Boy auf diesem Album geht.  Weiterlesen

CD: Leaves‘ Eyes – Symphonies of the Night (VÖ 18.11.2013)

Düstere Geschichten und tragische Heldinnen

Leaves‘ Eyes ist eine der wenigen Bands, die in ihrer bisherigen Karriere nicht nur regelmäßig gute Alben abgeliefert hat, sondern sich sogar mit jeder neuen Scheibe steigern konnte. Man kann sich durch ihre Veröffentlichungen hören und Liv & Co. regelrecht beim musikalischen Wachsen zuhören, immer Neues entdecken und die Bildung des ganz eigenen Leaves‘ Eyes Stils verfolgen. Doch wenn jedes Album die Messlatte höher legt – muss dann nicht zwangsweise irgendwann eines erscheinen, das den hohen Standard nicht mehr erfüllen kann?
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Buch: Martin Krist – Drecksspiel

Rasant und genial

Hannah fährt mit ihrem Mann Philip und Töchterchen Millie zu einer romantischen Hütte im Wald. Eine Auszeit vom Alltag, mal abschalten. Doch der Ausflug entwickelt sich zum Albtraum.
Die Tochter eines stadtbekannten, wohlhabenden Paars verschwindet. Für solche Fälle gibt es David, den Ex-Polizisten, der begibt sich auf die Suche und stolpert dabei über seine Vergangenheit.
Und dann gibt es noch Toni, der hat eine Liaison mit einer Prostituierten, die ihm aber mehr Ärger einhandelt, als ihm lieb ist.
Was verbindet die Fälle miteinander?

Nach „Mädchenwiese“ war „Drecksspiel“ mein zweiter Roman von Martin Krist und ich war gespannt auf die neue Geschichte. Und die Neugier, das Warten hat sich gelohnt. Ja, am Anfang machte ich mir ein wenig Sorgen, stellte der Autor doch gleich zu Beginn die 40 Personen vor, die eine Rolle im „Drecksspiel“ übernahmen. Ich war gespannt, wie Martin Krist diese Charaktere miteinander verbinden wollte. Beim Lesen wurde schnell klar: Es ist eine rasante Geschichte. Die Szenen wechseln fast von Seite zu Seite, eben war man noch mit Philip in Berlin, dann ist man bei der gefangenen Hannah und leidet mit ihr. Bevor man sich zu sehr hineinsteigern kann, tauchen plötzlich Toni oder David wieder auf. Doch gerader dieser Aufbau fesselte mich derart an das Buch, dass ich es wirklich nur zum Schlafen und Arbeiten weglegte. Jede freie Minute nutzte ich zum Lesen, aber auch, um nicht den Faden zu verlieren. Lange Pausen empfehle ich also nicht! Weiterlesen