Serie: The Walking Dead, Staffel 3 (AMC, 2013)

Zurück zu alten Mustern

Am Ende der zweiten Staffel stieg die Spannung nochmal richtig an, so gab es nicht nur Enthüllungen, sondern auch einen Grund, die Farm – endlich – zu verlassen. Die Truppe trifft sich auf dem Highway wieder und ist auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Am Anfang der dritten Staffel sind schon einige Monate vergangen und die Truppe ist immer noch auf der Suche. Mit einer Hochschwangeren im Gepäck und ausgelaugt vom ewigen Umherreisen entdecken Rick und Daryl ein verlassenes Gefängnis.

Die Überlebenden beschließen, das Gefängnis zu erobern und von Beißern zu befreien, denn mit seinen Zaunanlagen und Sicherheitstrakten bietet es gleich mehrere Barrieren gegen die Außenwelt. Des weiteren erhofft sich Rick, dort Vorräte und Waffen zu finden. Nach und nach dringt die Truppe also in das Gefängnis vor und befreit es von Beißern. Was sie im Einzelnen alles erwartet, möchte ich hier nicht vorwegnehmen, da der Großteil der Staffel hier spielt. Es sei nur so viel gesagt: Auch hier sind wieder Entscheidungen gefragt und es gibt dramatische Momente und Erkenntnisse.

Parallel zu diesem Erzählstrang der Staffel findet ein weiterer wesentlicher Part der Geschichte in Woodbury statt, wohin es Andrea verschlägt, die am Ende der zweiten Staffel von den anderen getrennt wurde und eine neue Begleiterin gefunden hat. Woodbury ist eine kleine Stadt, die von Zombies befreit und rund um die Uhr nach außen hin stark bewacht wird. Es gibt eine Schule, Strom und warmes Wasser und es scheint, als wäre hier endlich ein Ort, an dem man sicher und komfortabel (über)leben kann. In dieser Stadt gibt es eine Art Bürgermeister, den „Governor“, der seinen wahren Namen nicht preisgibt. Aber das ist nicht das Einzige, das er den Einwohnern von Woodbury verschweigt, so wird im Laufe der Staffel sein wahrer Charakter enthüllt, der alles andere als friedfertig ist.

Fazit: Die gespaltene Storyline bereichert die Serie sehr, da sie einiges an Abwechslung und Spannung bereithält und so von der Trägheit der zweiten Staffel befreit. Es wird wieder actionreicher und es gibt viel zu entdecken. Die Schauplätze wechseln oft oder werden spannend dargestellt. Die dunklen Gefängniskorridore zum Beispiel verleihen dem Ganzen wieder die dezente Gruselstimmung, die die erste Staffel mehrfach ausgelöst hatte. Aber auch Zwischenmenschliches wird nicht ausgelassen, sodass die Staffel wieder eine gute Mischung aus Drama und Action darstellt, aber manchmal ein bisschen arg zum Dramatischen neigt. Ich habe es jedenfalls nicht bereut, nach der eher mauen zweiten Staffel noch einen Versuch gewagt und der Serie mit Staffel drei noch eine Chance gegeben zu haben.

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Genre: Serien, Horror, Drama
Produktionsjahr: 2013
Erscheinungstermin Deutschland: 11/2013
FSK: 18
Spieldauer: 663 Minuten
Episodenanzahl: 16
ca. 26,99€, Amazon.de

Trailer auf youtube.com

Die vierte Staffel wird auf DVD in Deutschland voraussichtlich im November 2014 veröffentlicht. Und nochmal der Hinweis wie bei den ersten beiden Teilen: Da ich die Comics, auf denen die Story basiert, nicht gelesen habe, kann ich leider nicht beurteilen, inwiefern die Serie besser oder schlechter ist bzw. sich der Vorlage als würdig erweist.

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