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Erst auf die Fresse, dann auf die Seele

Es ist schon eine ungewöhnliche Kombination, die heute im Kafe Marat geboten wird. Kælan Mikla sind drei Damen aus Island und spielen von der isländischen Kälte inspirierten Cold Wave, bei dem der Gesang in der isländischen Muttersprache sicherlich sehr zur düsteren Atmosphäre beiträgt. Im Gegensatz dazu ist Kackschlacht ein Brüder-Duo aus Braunschweig, das in der deutschen Muttersprache vorgetragenen ultraschnellen Punk spielt. Inspiriert werden sie dabei von der Kacke, die in Deutschland eben so vor sich hindampft. Zwei Bands also, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Was beide Bands gemeinsam haben außer dem K als Anfangsbuchstaben: Beide haben mich vom Fleck weg mit ihrem Sound begeistert, als ich auf sie gestoßen bin. Da ich beide ebenso noch nicht live erleben konnte, bin ich quasi doppelt gespannt auf den heutigen Abend. Weiterlesen

Die Rückkehr des Undergrounds

LadansemacabreMal ehrlich: Ein großer Teil des aktuellen Gothic Mainstreams ist klangtechnisch sehr ähnlich, profillos und daher beliebig austauschbar. Und im Grunde genommen verzichtbar, von der willkommenen Einnahmequelle der professionellen Musikindustrie vielleicht abgesehen. Hier setzt das Projekt At Sea Compilations des Musikjournalisten Axel Meßinger an, das er 2013 ins Leben rief. Bei At Sea Compilations geht es darum, eine Plattform zu schaffen für neue, junge, unbekannte Bands, die sich abseits des kommerziellen Mainstreams bewegen, und damit auch Alternativen zu Schlager-Gothic und Elektro-Einheitsbrei-Bummbumm aufzuzeigen. Weiterlesen