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CD: Opeth – Garden of the Titans (live)

Audienz der Titanen

Opeth - Garden Of The Titans (Opeth Live at Red Rocks Amphitheatre) - ArtworkZu Opeth muss man nicht mehr viel sagen: Als innovative Death-Metal-Band gestartet, haben sich die Schweden um Frontcharismatiker Mikael Åkerfeldt kontinuierlich zu einer der einflussreichsten und perfektesten Prog-Metal-Bands der heutigen Zeit entwickelt – nicht zur Freude eines jeden Fans. Viele bedauern den Härteverlust, rümpfen die Nase über die Ausflüge in Siebzigerjahre-Sphären und vermissen den Druck der früheren Jahre. Auch wenn Opeth ja schon früh angefangen haben, Klargesang und akustische Elemente in ihren Sound mitaufzunehmen (oder mit Damnation gleich ein ganzes quasi akustisches Album aufnahmen), sehen viele die Band immer noch als abtrünnige Death Metaller. Was sehr schade ist, denn damit entgeht vielen die große Kunst dieser Formation, hochkomplexe Musik auf Grundlage vielfältigster Einflüsse zu erschaffen, die einen trotzdem ab dem ersten Ton mitreißt. Neben den hervorragenden Tonträgern seien hier vor allem die Live-Shows von Opeth empfohlen – was die Band auch weiß und uns mit Garden of the Titans ein weiteres Live-Album kredenzt. Doch braucht man das? Weiterlesen

CD: Blood Incantation – Starspawn

Oldschool im neuen Gewand

Blood_Incantation_CoverColorado – Land der Rocky Mountains, der wilden Flüsse, der weiten Landschaft, der Einsamkeit (oder des Skizirkus im Winter, je nach Vorliebe). Und der Musik. Herausragendste Vertreter sind hier sicher 16 Horsepower beziehungsweise Woven Hand, aber auch harten Stoff wie Velnias oder eben Blood Incantation bringt die Gegend hervor. 2011 von Paul Riedl und Isaac Faulk gegründet, in den nächsten Jahren von Morris Kolontyrsky und Jeff Barrett komplettiert, hat der Vierer mittlerweile einige kleinere Veröffentlichungen sowie das vorliegende Debütalbum Starspawn herausgebracht. Atmosphärischen Death Metal will das Quartett spielen, das Chaos des sich ständig verändernden Universums mit seiner Musik einfangen – gelingt das? Weiterlesen

Festival – Dark Easter Metal Meeting 2016 am Ostersonntag, 27.3., im Backstage, München

Fünf Jahre Blasphemie am Ostersonntag

Ostersonntag in München. Die Sonne scheint zum ersten Mal seit Tagen, es weht ein laues Lüftchen, die Vögelein singen, und an der Isar tummeln sich Familien komplett mit Hund und Offroad-Kinderwagen in der fast schon ländlichen Idylle mitten in der Stadt. Klingt zum Kotzen, oder? Wie gut, dass es das Dark Easter Metal Meeting gibt! Bereits zum fünften Mal liefert Münchens eigenes grandioses Ein-Tages-Festival jedem Fan der etwas schwärzeren Spielarten der metallischen Klänge die perfekte Ausrede, sich nicht am Ostersonntagsspaziergang mit der Familie beteiligen zu müssen! Das Line-up dieses Jahr lässt keine großen Wünsche offen: Neben altbekannten Genre-Größen wie God Dethroned, The Vision Bleak und dem Headliner My Dying Bride werden (noch) nicht ganz so bekannte Acts in drei verschiedenen Konzerthallen im Backstage präsentiert. Und wie auch schon in den vergangenen Jahren macht sich das dynamische Trio Nekrist, torshammare und The Doc auf zum fast zwölfstündigen Musik-Marathon. Weiterlesen