torshammare
Den Sonntag lasse ich ganz langsam angehen, denn heute ist mein langer Skandinaviertag im Volkspalast, für den ich viele andere tolle Sachen sausen lasse (heute überschneidet sich wirklich alles in so ziemlich allen Locations, ich hätte nämlich u. a. auch gerne Strikkland gesehen, Dalriada, Primordial, Sierra, The Beauty of Gemina, Maschinenkrieger KR52, Orphx und The Cassandra Complex. Seufz). Aber The Foreign Resort, A Projection und Agent Side Grinder sind einfach ein Muss, vor allem, nachdem ich ASG vor ein paar Wochen erst in Stockholm gesehen habe und das so sensationell gut war (nachzulesen hier). Cellist Henrik Meierkord wird auch heute wieder dabei sein – noch ein Grund, auf den Auftritt später am Abend hinzufiebern.

Wir sind uns alle einig, dass das Jahr 2020 sich in den letzten Monaten nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Doch zum Glück gibt es trotzdem immer wieder kleine Lichtblicke, wenn schon gerade nicht live auf der Bühne, so doch wenigstens als Tonkonserve. Nach fünf langen Jahren legen die 2013 in München gegründeten Black-Metal-Heroen Wolves Den endlich ihren zweiten Silberling vor, Miserere. Der CD-Titel ist mehrdeutig, wie einen die Band auf ihrer Webseite hilfreich informiert: Miserere ist zum einen der Titel des 51. Psalms und heißt so viel wie „Erbarme dich“, aber auch das medizinische Synonym für Koterbrechen. Wir wollen jetzt nicht näher über eventuelle religiöse Bezüge oder Assoziationen zwischen den beiden Bedeutungsvarianten nachdenken, sondern uns lieber der Musik widmen. Wir haben ja schließlich lange genug darauf gewartet! 