Wo geht’s raus?
Geschäftsmann Nevio hat eine alte Burg gekauft und möchte hier eine spezielle Escape-Welt eröffnen. Der Clou: Nevio will mit Hilfe einer KI individuelle Escape-Welten für jeden Geschmack wahr werden lassen. Man gibt diverse Eckparameter an und plötzlich findet man sich in einem dunklen Wald, in futuristischen Welten oder verwunschenen Burgen wieder. Da die Burg kurz vor der Eröffnung steht, lädt sich Nevio ein paar Leute für einen Testlauf ein, darunter eine Influencerin, einen Geschichtsprofessor, einen ehemaligen bekannten Sportler (der ungefragt mit seiner neuen Flamme auftaucht) und einen Escape-Game Konkurrenten. Die Teilnehmer sollen dafür auch ziemlich gut finanziell entschädigt werden. Die Gruppe wählt sich ein Mittelalter-Szenario, in dem sie vor der Macht eines Königs fliehen, der am Ende vor Gericht stehen soll.

Seit hunderten von Jahren schwelt ein geheimer Konflikt in der Neuen Welt: der Orden des Ortus Aurea, der sich die Magie auf wissenschaftliche Weise zunutze machen will, bekämpft die Mageus–Menschen, die mit natürlichen magischen Fähigkeiten geboren wurden. Der größte und perfideste Schritt gegen sie war die Errichtung der „Schwelle“, einer unsichtbaren Linie um Manhattan, die Mageus zwar hinein-, aber nicht wieder herauslässt. Über die Jahrhunderte reisen mehr und mehr in ihren Heimatländern verfolgte Mageus in die USA in der Hoffnung auf eine bessere Welt – „Give me your tired, your poor, your huddled masses“ –, nur um dort in einem Netz aus Bandenkonflikten, Armut und ständiger Furcht vor der Willkür des Ordens zu leben.

Es gibt was zu gewinnen!
Das Theater Drehleier in der Rosenheimer Straße ist an diesem Dienstagabend schon gut gefüllt, als wir den Saal betreten. Zum großen Teil ist weibliches Publikum anwesend, was uns zu der Frage führt: Lesen Frauen mehr als Männer oder lassen sich Frauen lieber vorlesen?