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CD: Progress Productions – We are progress (Labelsampler 2017)

Schwedische Fundgrube

Progress ProductionsSchweden – Land der Elche und der Mitternachtssonne, Heimat von Astrid Lindgren, IKEA und der Kanelbullar, den unwiderstehlichen Zimtschnecken. Musikalisch vor allem mit ABBA und Roxette weltweit bekannt, doch das Faszinierende an dem Land ist unter anderem, dass aus nahezu jedem Genre absolut hochkarätige Bands kommen. Egal ob Metal, Rock ’n’ Roll oder Punkrock – mit gitarrenlastigen Bands aus Schweden kann man eigentlich nichts falsch machen.
Doch in den letzten Jahren hat sich auch die (schwarze) Synth-Szene des Landes international einen Namen gemacht, und immensen Anteil hat daran eine kleine, unabhängige Plattenfirma in Göteborg, Progress Productions. 2004 von Torny Gottberg gegründet, beherbergt sie so renommierte Künstler wie Henric de la Cour, Agent Side Grinder, Kite oder Spark!. Außerdem haben die Labelmacher ein hervorragendes Händchen für neue Talente aus allen Bereichen des schwarz-elektronischen Kosmos.
Mit ihrem diesjährigen Label-Sampler We are progress, den es exklusiv und kostenlos als CD auf Festivals und Konzerten gibt, stellen Progress Productions ihre derzeit wichtigsten Künstler vor. Weiterlesen

Unser WGT 2015, 24.05.

Sonntag, 24.05.15

torshammare

dupontDupont (Altes Stadtbad): Weil es im Stadtbad so schön war, geht es hier am Sonntag gleich weiter. Wieder rufen Schweden, diesmal Dupont (die andere Band von Covenant-Mitglied Daniel Jonasson) mit eingängigem Synthie-Elektro. Aber Moment mal – wieso stehen da auf einmal drei anstatt zwei Männer auf der Bühne? Wohin ist der melodiöse Sound von früher verschwunden? Plötzlich bricht ein EBM-Gewitter mit extrem verzerrten Vocals und einem wild über die Bühne springenden Frontmann über das Publikum herein, das vom ersten Takt bis in die letzten Reihen das Tanzbein schwingt. Ich bin noch etwas schockstarr, aber nach ein paar Liedern habe ich mich eingegroovt, und das Ganze macht richtig Spaß. Wenn ich es richtig verstanden habe, spielt die Band mit ihrem ursprünglichen Sänger Johan vom ersten Album, dessen Sound sich von den späteren – mir bekannten – Sachen unterscheidet. Also wieder was gelernt, letztendlich auch Spaß gehabt und getanzt – wenn nur das lästige Stroboskop nicht gewesen wäre, das mir jetzt schon zum wiederholten Mal im Stadtbad auffällt. Muss man das Publikum bei jeder Band zu Tode blitzdingsen? Weiterlesen