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Ein Konzert, so dunkel wie der Hintern einer schwarzen Katze

DSC_0696Kiss the Anus of a black Cat – seltsamer Name, großartige Band, so viel sei schon mal vorweggeschickt. Ursprünglich ein Soloprojekt des Belgiers Stef Heeren mit festen Live-Musikern, hat sich die Gruppe mit dem aktuellen Album To live vicariously offiziell zu einer vierköpfigen Band formiert. Auch der Stil – der sich seit den Psychedelic-Neofolk-Anfängen mit den letzten Alben in Richtung düsteren Wave-Indiefolk gewandelt hatte – hat eine Frischzellenkur verpasst bekommen, die neuen Songs klingen sehr viel elektronischer, teilweise auch punkiger; da pluckern und fiepen die Synthies neben harschen Gitarrenausbrüchen, doch zusammengehalten wird alles natürlich von der ein wenig an David Eugene Edwards erinnernden Stimme von Stef Heeren und den wunderbaren Melodien. Nach ihrem großartigen Auftritt auf dem WGT 2014 freue ich mich nun sehr, die Band im Münchner Feierwerk zu sehen. Weiterlesen

Echoes – so heißt eine zweite Variante des Erfolgsalbums Echogenetic der kanadischen Electro-Pioniere Front Line Assembly. Es erscheint am 6.6.14 (via metropolis/Soulfood) und enthält zwei neue Stücke sowie Neuinterpretationen/Remixe anderer Künstler der bereits veröffentlichten Songs.  Weiterlesen

Unter dem Schleier der Nacht

Nocte Obducta in München? Aber sicher muss ich da hin! Und dann auch noch im Rahmen eines kleinen, aber extrem feinen Festivals? Ist sowas von gebucht!

Los ging die wilde Jagd schon um halb fünf am Nachmittag – „normale“ Menschen, wurde mir glaubhaft versichert, würden um diese Uhrzeit eigentlich noch schlafen. Umso besser, dass sich zumindest fünf gänzlich unnormale Menschen bereits eingefunden haben, um Renegade zu sehen, die pünktlich das Festival eröffneten.  So spielte das Quartett aus Fürstenfeldbruck seinen treibenden Black-Thrash-Oldschool-Death-Metal mehr vor den Fotografen als vor johlenden Gästen. Der Stimmung auf der Bühne tat das allerdings keinen Abbruch – 20 Minuten pure Spielfreude waren geboten. Der Sound ist eine gelungene Mischung, die ziemlich schnell in den Nacken geht und von der man sich hier selbst überzeugen kann. Ich bin gespannt auf das erste Album, Jungs! Und für alle, die Renegade verpasst haben: Schaut unbedingt auf deren Facebook-Profil; wenn die 2014 ebenso viele Live-Shows spielen wie Ende 2013, sollte es nicht lange dauern, bis sich euch die Gelegenheit bietet, das nachzuholen! Weiterlesen