Wall of Love
Was im Jahr 2007 in Rosenheim mit vier Bands begonnen hat, entwickelte sich im Lauf der Jahre (und mit einer Zwischenstation in Kufstein) zu einem renommierten Tagesfestival im Münchner Backstage für alle Freunde von Mittelalter, Folk und Rock. Nach der Corona-Pandemie hat man 2022 glorreich das 15jährige Jubiläum gefeiert, das gleichzeitig auch den Abschluss der Tanzt!-Historie bedeuten sollte. Nachdem das Jahr 2023 ohne den bisherigen Fixpunkt im November aber doch arg trostlos war und sich außerdem auch die Organisation etwas anders aufstellen ließ, wurde irgendwann verkündet: 2024 geht es weiter mit dem Tanzt! Jubel, Trubel, Heiterkeit! Beim Line-up lässt man es auch gleich richtig krachen, denn niemand Geringerer als Schandmaul werden das Festival headlinen. Nichts wie hin also! Weiterlesen



Das vierte Album A distant fire der amerikanischen Band Alda vereint so unterschiedliche Musikstile wie Black Metal, Folk und Post Rock miteinander. Dass die Mitglieder Jace und Stephanie Bruton, Michael Korchonnoff und Timothy Brown dabei alles andere als konventionell vorgehen, zeigt sich schon an der Songdauer, denn die reicht von nur zwei bis zu epischen sechzehn Minuten. Stil-und Tempiwechsel bestimmen das musikalische Bild, und man braucht mehrere Durchläufe, um alles erfassen zu können, und entdeckt doch immer wieder Neues.
Die von Venom und Disclose beeinflussten Schweden 偏執症者 (Paranoid) aus Frösön haben mit ihrem neuesten Werk Cursed ein Statement gesetzt, das den aktuellen Zustand der Band präsentiert. Damit dieser möglichst roh und unverfälscht bleibt, haben sich 偏執症者 (Paranoid) entschieden, Cursed zunächst nur digital zu veröffentlichen, um die Zahl der beteiligten Personen so gering wie möglich zu halten. Das Bandgefüge ist stabil und besteht aus Sänger und Gitarrist Henrik Låsgård, mit Bassist und zweiter Stimme Joakim Staaf-Sylsjö und Emil Bergslid am Schlagzeug. Sie haben sich laut Presse-Text neuen Einflüssen geöffnet wie traditionellem schwedischen Folk, mit dem ich mich leider gar nicht auskenne, verflucht.
TEKE::TEKE, bitte, was? Aber von Beginn an: TEKE::TEKE wurde im kanadischen Montreal vom Gitarristen Serge Nakauchi-Pelletier, Drummer Ian Lettre und Posaune-Spieler Etienne Lebel gegründet. Rhythmus-Gitarrist Hidetaka Yoneyama, Bassist Mishka Stein, die Multi-Instrumentalistin Yuki Isami und Sängerin Maya Kuroki vervollständigen die Band. Als solche haben sie mit Coverversionen im Surf-Stil der in der westlichen Welt sträflich unbekannten japanischen Legende an der Gitarre, Takeshi Terauchi, begonnen. Doch dieses Konzept wurde schnell zu eng, sodass sie ihren Sound in der Breite weiterentwickelten, was schließlich in das Debütalbum Shirushi gemündet ist.
